Disclaimer: Dieser Blogpost richtet sich gezielt an Leser aus meiner Heimatregion Starnberg.
Andere dĂŒrfen sich natĂŒrlich auch sehr gern Anregungen holen, werden aber mit den meisten Ortsnamen und Tipps nix anfangen können. :-)

 

Also, liebe Starnberger,

bestimmt sucht auch Ihr immer wieder mal nach Möglichkeiten, aussortierte Kleider etc. im nĂ€heren Umkreis sinnvoll zu spenden. Leider ist ja das mit den Altkleider-Containern alles andere als toll: Die Sachen werden zumeist teuer in DrittweltlĂ€nder verkauft und richten dort mehr wirtschaftlichen Schaden an, als dass sie auch nur ein Fitzelchen hĂŒlfen. (UTOPIA hat die Machenschaften der Altkleider-Mafia samt Alternativen vor ein paar Monaten ziemlich gut beschrieben)


Ich habe mich deshalb mal schlau gemacht, einiges auch schon ausprobiert und das hier sind die Anlaufstellen, bei denen ich Eure noch gut erhaltenen Sachspenden im Landkreis Starnberg gut aufgehoben sehe:

1. Die SozialkaufhÀuser

  • Das Starnberger Caritas Sozialkaufhaus KaDeCa im Riedener Weg 12 nimmt in Maßen Kleider, HaushaltsgegenstĂ€nde, Spielsachen, Möbel, ElektrogerĂ€te etc. an. KĂŒndigt jedoch grĂ¶ĂŸere Teile, etwa Möbel oder Waschmaschinen, unbedingt vorher telefonisch an! Meist wollen die Mitarbeiter die Dinge erst sehen, kommen dazu zu Euch nach Hause und nehmen die Sachen dafĂŒr dann aber auch gleich mit. In der dazugehörigen BĂŒcherhalle sind außerdem BĂŒcher fast jeder Art gern gesehen. Gute Sache.
  • Gleiches gilt fĂŒr das Gautinger Sozialkaufhaus KlaWotte.

2. Die lokalen Asyl-Helferkreise
Die Asyl-Helferkreise versorgen GeflĂŒchtete*, die im nahen Umkreis fĂŒr die Zeit ihres Asylverfahrens untergebracht sind, mit GegenstĂ€nden des tĂ€glichen Lebens. Den Rest des Beitrags lesen »

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Mohnblumen. Ich liebe Mohnblumen! So sattrot, so zart, so luftig, so zerbrechlich sind sie … wie ein wunderschöner Augenblick, den man gern festhalten möchte – und es eben nicht kann. Denn: Mohnblumen, einmal gepflĂŒckt, verwelken im Blumenstrauß schneller, als man bis drei zĂ€hlen kann. Was furchtbar schade ist, denn sie bereichern jeden Blumenstrauß nicht nur um eine herrliche Farbe, sondern auch um eine sonst in Wiesen selten anzutreffende BlĂŒtenform.

Schon oft habe ich mich gefragt, wie manche Maler es geschafft haben, BlumenstrĂ€uße zu malen, in denen Mohnblumen eine Rolle spielen – zum Beispiel Vincent van Gogh bei seinem Bild „Vase mit Kornblumen und Mohnblumen“. Vermutlich hat er den Strauß gepflĂŒckt, auf den Tisch gestellt, sofort hektisch losgepinselt und dabei unweigerlich mit den Mohnblumen begonnen? Sehr rĂ€tselhaft.

LEF221095 Still Life: Vase with Cornflowers and Poppies, 1887 (oil on canvas) by Gogh, Vincent van (1853-90) oil on canvas 80x67 Private Collection © Lefevre Fine Art Ltd., London Dutch, out of copyright

Jedenfalls habe ich als glĂŒckliche Blumenwiesen-Anwohnerin seit ungefĂ€hr 35 Jahren immer wieder versucht, eben doch eine Mohnblume in meinen StrĂ€ußen zum Überleben zu ĂŒberreden. Vergeblich. Und jetzt: der Durchbruch!!!

Ein kĂŒrzlich von mir gepflĂŒckter Strauß enthielt nĂ€mlich rein zufĂ€llig einen einzigen StĂ€ngel noch nicht aufgeblĂŒhter Mohnblumen. Der hatte sich beim PflĂŒcken so zwischen Margeriten, Vogelwicken, GetreideĂ€hren, AckergĂ€nsedisteln und Kamille gemogelt. Die adulten, voll erblĂŒhten Mohnblumen hatte ich natĂŒrlich schweren Herzens im Feld stehen lassen, weil siehe oben. Tja, was soll ich sagen … am nĂ€chsten Morgen prangte mitten zwischen ihren Feldkollegen eine prachtvolle Mohnblume! War heimlich ĂŒber Nacht herangereift und hatte ihre BlĂŒtenblĂ€tter entfaltet. Ich freute mich natĂŒrlich sehr, nahm innerlich aber gleich wieder Abschied, denn lange wĂŒrde mir diese Freude wohl nicht erhalten bleiben.
Weit gefehlt! Ganze fĂŒnf Tage (!) leuchtete meine Überraschungs-Mohnblume, und tatsĂ€chlich machte sogar die eine oder andere BlĂŒte im Strauß vor ihr schlapp.

Seitdem bin ich beim BlumenpflĂŒcken natĂŒrlich total erpicht auf „Mohnblumen-Babys“, die ich dann gezielt im Strauß so platziere, dass sie am nĂ€chsten oder ĂŒbernĂ€chsten Tag am schönsten wirken. Das erste Bild unten zeigt den aktuell auf meinem Esstisch wohnenden Blumenstrauß, das zweite eine noch schlummernde Mohnblumen-Knospe in Nahaufnahme. Die offenen BlĂŒten sahen gestern alle noch genauso aus – es geht wirklich schnell! :-)

Als nĂ€chstes suche ich nach einer Lösung fĂŒr Wegwarten, die ich auch sooo gern mal im Strauß hĂ€tte. Aber die sind ja wahrlich noch Ă€rgere Schnellschlappmacher als Mohn.

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Rechts im Bild: eine „haarige“ MohnblĂŒten-Knospe

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Mich ĂŒberrascht das ja nicht mehr groß, denn ich kenne die Textzickenmama seit nunmehr 42 Jahren – aber vielleicht möchtet ja Ihr einen weiteren Beweis dafĂŒr lesen, dass sie der vermutlich entspannteste Mensch der Welt ist?

Location: Chez Textzicke, heute Mittag.

Textzickenmama, an der HaustĂŒr klopfend: „Öhm, hast du die Waschmaschine an oder so? Bei uns unten tropft’s durch die Decke in Papas Bett.“ (So wisset: Die KĂŒche meiner Wohnung liegt im gemeinsam bewohnten Haus genau ĂŒber dem Schlafzimmer meiner Eltern.)

[Sprint Textzicke Richtung KĂŒche, in welcher sich auch tatsĂ€chlich ein kleines BĂ€chlein von der Waschmaschine Richtung hintere Zimmerecke schlĂ€ngelt]

Waschmaschine

 

Textzicke: „Oh SHIT!“ [schaltet die Waschmaschine aus, wirft KĂŒchenhandtĂŒcher auf das munter plĂ€tschernde MinibĂ€chlein, wischt hektisch herum] „… Ich hab vorhin vorne das Sieb saubergemacht, hoffentlich hab ich das alles wieder gescheit zugeschraubt.“

Textzickenmama: „Hier, wir ziehen die Maschine auch mal vor. Nicht dass das vom Schlauch hinten kommt.“

[Gemeinschaftliche semiprofessionelle Inspektion der Waschmaschine von allen Seiten]

Ergebnis: Hinten kam das Wasser wahrscheinlich nicht raus, aber ganz vielleicht eben doch. Möglicherweise lag es auch einfach an der vorherigen Waschladung. Da hatte irgendwie ein KinderhĂŒtchen aus der Verkleidungskiste seinen Aggregatzustand von „Stroh“ in „1 Million Fussel mit 1A Rohrverstopfungspotenzial“ geĂ€ndert und war dergestalt ins Waschmaschinirvana eingegangen. Davon abgesehen, dass ich seit Stephen Kings „Der WĂ€schemangler“ keinem HaushaltsgerĂ€t auch nur einen Meter ĂŒber den Weg traue, ist hier also alles denkbar. Aber zurĂŒck zum Thema.

Denn nun hĂ€tte Mama natĂŒrlich rumstressen können, dass die Ursache aber, hallöchen, augenblicklich gefunden werden muss und ich gefĂ€lligst aufpassen und bis zur lĂŒckenlosen AufklĂ€rung der Causa Aqua prophylaktisch einen Damm bauen möge. HĂ€tte jeder verstanden. Aber Mama wĂ€re nicht Mama, wenn …

Mama: „Weißte, die HandtĂŒcher, die da gerade dreckig geworden sind, musst du ja sowieso gleich im Anschluss auch waschen. Dann sehen wir ja, ob’s nochmal passiert. Und bis dahin spanne ich ĂŒber Papas Bett einfach nen Schirm auf, höhö.“

… I’ll keep you posted. 😉 

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Netflix ist ein beliebtes Video-on-Demand-Portal. Und weil KundennĂ€he rockt, ist Netflix auf allen möglichen Social-Media-Plattformen unterwegs. Klar – das wĂŒrde einem heute jeder Marketingberater ans Herz legen, der halbwegs bei Verstand ist. Nun hat diese Art von Kommunikation mit Kunden bei Weitem nicht jeder drauf, bedient aber dennoch die entscheidenden Accounts seines Arbeitgebers. Schon viele Unternehmen haben dank unzureichend ausgebildeter, konfliktunfĂ€higer oder schlicht humorloser Mitarbeiter unfreiwillige Touren durch die FettnĂ€pfchen ihrer Leser angetreten.

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Von Humorlosigkeit kann bei Netflix allerdings nicht ansatzweise die Rede sein. Da sitzt am Twitter-Kanal ganz offensichtlich ein Mensch mit Humor und Köpfchen. Als sich Netflix- und Twitteruser @Bucksen ganz leutselig per Reply an @NetflixDE wandte und nach Filmtipps fĂŒrs Wochenende fragte – statt sich die MĂŒhe zu machen, selbst im Programm zu stöbern -, entspann sich ein absolut herrlicher Dialog. Well done, Netflix, well done! Ich hefte das dann mal unter „Social Media Best Practice“ ab, ok?

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Liebe Leser, Ihr werdet gebraucht. NatĂŒrlich auch hier von Euren Familien und Chefs und Freunden und EhrenĂ€mtern … aber jetzt ganz akut als UnterstĂŒtzer fĂŒr ein im wahrsten Wortsinne lebenswichtiges Projekt.

Der bewundernswert nimmermĂŒde Verein Kinder auf der Flucht e.V., in dem meine guten Freunde Petra und Tilman Tag und Nacht im Einsatz sind, möchte ganz, ganz am Anfang der schrecklichen Schicksalskette zahlloser FlĂŒchtlinge* ansetzen. Geplant ist die Anschaffung eines zweiten, gebrauchten Rettungsbootes, mit dem ehrenamtliche Rettungsschwimmer nun auch vor der Insel Chios Ertrinkende hoffentlich rechtzeitig erreichen können.
Ein Boot fĂŒr das „Team Lesbos“ konnte kĂŒrzlich mithilfe von Spenden bereits finanziert werden
und ist unablĂ€ssig im Einsatz. Leider sieht es vor der KĂŒste der griechischen Insel Chios nicht viel besser aus; auch dort ist die Lage dramatisch und fĂŒr das bisher gemietete Rettungsboot geht den Helfern das Geld aus.

Rettungsboot_Lesbos

Dieses Boot ist kein Luxus.
Es ist ein Arbeitsmittel, mit dessen Hilfe Leben gerettet werden! Bitte spendet deshalb und verhindert damit aktiv menschliche Tragödien, die wir uns in unseren warmen Wohnzimmern nicht einmal ansatzweise vorstellen wollen.

Verhindert, dass ein schreiendes Kleinkind, das dem Schlepper auf dem Boot lĂ€stig und deshalb „zufĂ€llig“ ĂŒber Bord geschubst wurde, vom Meer verschluckt wird.
Verhindert, dass ein Baby, das die von Erschöpfung und eisigen Wassertemperaturen geschwĂ€chte Mutter nach dem Kentern ihres Bootes loslassen musste, Stunden spĂ€ter tot ans Ufer gespĂŒlt wird.
Verhindert, dass ein Bruder mit ansehen muss, wie der andere in Sichtweite des rettenden Landes ertrinkt, weil er seine Schwimmweste der schwangeren Nachbarin gab.

Rettungsschwimmerin

Helft. BITTE. Eure Spende erreicht den Verein unkompliziert ĂŒber die extra eingerichtete betterplace-Projektseite (>>KLICK<<).

WICHTIG: Sollte zum Zeitpunkt Eures Spendenwillens das Projekt bereits „durchfinanziert“ sein, spendet bitte trotzdem!!! Ein Bedarf folgt dem nĂ€chsten; morgen können es Rettungsdecken, Gummistiefel, Zelte, Babynahrung oder ein medizinisches GerĂ€t sein. Dieser Verein genießt mein vollstes Vertrauen und ich möchte Euch ermutigen, ihm Eures auch zu schenken … und nebenbei Leben, Hoffnung, Perspektive.

Ich verbĂŒrge mich persönlich dafĂŒr, dass Euer Geld haargenau dem Zweck zukommt, fĂŒr den es laut der Spendenplattform betterplace bestimmt ist. Das kann ich besten Gewissens, weil ich fĂŒr Petra, Tilman und das gesamte Team meine Hand ins Feuer legen wĂŒrde. Der Verein hat sich wichtige Ziele gesetzt und nimmt seine Aufgabe hundertprozentig ernst.

*Auf eine Diskussion ĂŒber FlĂŒchtlingspolitik etc. werde ich an dieser Stelle ausnahmslos KEINE Stellung nehmen und entsprechende Kommentare behalte ich mir vor, zu löschen. Hier geht es zunĂ€chst mal nicht um FlĂŒchtlinge, die irgendwann in Deutschland landen und sich dann integrieren oder nicht integrieren, sondern schlicht um MENSCHENLEBEN und wunderbare Leute, die wild entschlossen sind, diese zu bewahren. Das verdient allerhöchste WertschĂ€tzung und jede UnterstĂŒtzung dieser Welt. 

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Mich wĂŒrde mal Eure (werbeprofessionelle und private) Meinung zum neuen EDEKA-Weihnachtsspot interessieren.

Denn ich als Werberin sage:
… ein Geniestreich. Auch wenn ich bezweifle, dass dadurch direkt mehr EinkĂ€ufe generiert werden. MarkenimagestĂ€rkung natĂŒrlich top.

Als Mensch hingegen sage ich:
… GrĂ€sslich. Geht gar nicht. Wie können die nur?!
Und das nicht, weil ich solche (wahren, aber schlimmen) Botschaften nicht aushalte. Einfach weil es einen Step zu krass ist, mit den tiefsten inneren Ängsten zu „spielen“ und zu manipulieren.
WĂ€re ich eines der erwachsenen Kinder im Spot, ich wĂ€re auf den Vater sowas von stocksauer – auch wenn ich mich ertappt fĂŒhlen wĂŒrde, klar. So richtig funktioniert die Botschaft nĂ€mlich dann doch nicht – außer in moralischer Hinsicht. Und ich bin total hin- und hergerissen, ob ich das gut finden oder verurteilen soll.

Ein weiterer Punkt: Als Tochter, der es im Traum nicht einfallen wĂŒrde, jemals die Eltern zu einer solchen Nebensache verkommen zu lassen, macht mich der Spot wĂŒtend. Auf die, die es einfach nicht raffen. Weil es fĂŒr mich persönlich eben total selbstverstĂ€ndlich ist, engen Kontakt mit den Eltern zu haben. Nun wohne ich ja quasi Wand an Wand mit den meinen (gottseidank) … aber ich schwöre: So weit weg könnte ich nicht wohnen, dass ich es nicht wenigstens zu Weihnachten möglich machen wĂŒrde, sie zu sehen.
[Hier wird gleich der – berechtigte – Einwand fallen „Aber wenn man im Streit mit den Eltern ist, was dann?“. Diesen möchte ich hier außen vor lassen, denn im Spot scheint es nicht so, dass irgendwer mit irgendwem im Clinch ist. Hier geht es einfach um PrioritĂ€ten.]

Sollte der Spot allerdings dazu fĂŒhren, dass nur ein erwachsener Sohn oder eine erwachsene Tochter dadurch endlich wieder auf die wichtigen Dinge um Weihnachten herum besinnt, nĂ€mlich die Familie 
 dann ist mir alle Werbepsychologie und alles „too much“ piepegal und ich sage: Danke, EDEKA. Saustark.

Was meint Ihr dazu?

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