Hinter Heide Liebmanns Blogparade OLDIES BUT GOLDIES, an der ich hiermit teilnehme, steckt eine charmante Idee:
Viele Themen, √ľber die wir irgendwann mal geschrieben haben, sind eigentlich Dauerbrenner. Aber mit jedem weiteren Post rutschen sie im Blog weiter auf die hinteren Seiten. So werden sie irgendwann kaum noch gelesen. Was f√ľr eine Verschwendung! Deshalb kramen wir mit Heides Hilfe ausgew√§hlte Artikel wieder raus und posten sie – neu datiert – nochmal frisch. B√∂se Menschen m√∂gen es Etikettenschwindel schimpfen … wir nennen es Recycling.
Hier kommt also ein Text, den ich urspr√ľnglich im Januar 2013 (!) geschrieben hatte. Er ist knapp 6 Jahre alt, aber ich w√ľrde ihn immer wieder genauso schreiben.¬†Viel Spa√ü und Inspiration beim Lesen!

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Wie man dem Namen meines Blogs mit etwas Fantasie entnehmen kann, bin ich Werbetexterin und Lektorin. Ich arbeite zu einem gewissen Stundensatz und schaffe eine gewisse Menge an Textarbeit pro Stunde. Multipliziere ich meinen Stundensatz X mit dem Zeitaufwand Y, erhalte ich das zu kalkulierende Honorar Z. Wenn Sie diese kleine Formel kurz memorieren möchten? Danke.

Nun begibt es sich regelm√§√üig, dass mich potenzielle Kunden mit der Erstellung oder der Korrektur von Texten beauftragen m√∂chten. Das ist eine feine Sache, weil von mir perfide so geplant. Nicht geplant ist hingegen, dass ich ob der winkenden Aufgabe munter drauflos kalkuliere ‚Äď wir erinnern uns: Der Stundensatz! Der Aufwand! Die Multiplikation! ‚Äď und dann der Kommentar kommt:

„√Ėha, ganz sch√∂n teuer. Aber hey, es muss ja nicht nur die Brosch√ľre ‚Ķ auch unsere Website braucht neue Texte. Und ein Mailing wollen wir auch machen. Und √ľberhaupt kommt da sicher immer wieder was! K√∂nnen Sie uns da nicht einen Mengenrabatt geben?“

Dass ich S√§tze wie diese in knapp 15 Jahren Selbstst√§ndigkeit gef√ľhlte dr√∂lf Milliarden Mal geh√∂rt habe, macht sie nicht besser. Denn derlei Verhandlungsgebaren ist vielleicht beim Erwerb von Kreuzschlitzschrauben, Herrensocken oder Streusalz¬† nachvollziehbar. Aber niemals! bei! Dienstleistungen! Den Rest des Beitrags lesen »

Wie eine andere Mutter zu diesem lesenswerten Facebook-Beitrag der „Kitahelden“ sehr richtig schrub:
„Liebe Eltern, wenn Euch Euer Job so viel wichtiger ist als die Gesundheit Eurer Kinder – warum habt Ihr dann Kinder?“

schreiendes Baby mit Headline "Stellt euch nicht so an! Der ist nur etwas m√ľde." und "wenn die Kita zur Notaufnahme wird". Mit Pfeilen aufs Kind weitere Beschriftungen: 39,4 Grad Fieber - Zahnschmerzen - Ohrenschmerzen - Durchfall

Ich bin wahrlich keine Mutter, die ihre Brut bei jedem Kinkerlitz zuhause behalten h√§tte. Aber Fieber, bellender Husten, gr√ľner Rotz, heftiger Durchfall, Erbrechen oder totale Schlappheit SIND KEIN ZUSTAND, IN DEM MAN EIN KLEINKIND IN DIE KITA BRINGT!

Davon abgesehen, dass es so Gefahr l√§uft, noch (viel, viel) kr√§nker zu werden: Schon mal was von Verantwortungsgef√ľhl f√ľr andere geh√∂rt, Stichwort Ansteckung?¬†In KiTa, Schule, Hort sind ein Haufen anderer kiddos, die einen Husten vielleicht nicht so toll wegstecken wie Eure „robusten“ Spr√∂sslinge!
Bittebittebitte: Behaltet kranke Kinder zuhause und kuriert sie dort aus – auch wenn es mit Aufwand verbunden ist!

Dazu¬†ein paar juristische und b√ľrokratische Fakten:

  • Sofern beide Elternteile gesetzlich versichert sind, hat jeder laut ¬ß616 BGB pro Jahr und Kind <12 Jahre einen Anspruch auf Freistellung f√ľr 10 „Krankes-Kind-Pflegetage“. (Achtung, jeder Arbeitgeber handhabt hier die Lohnfortzahlung anders! „Typisch“ sind 5 Fortzahlungstage, aber manche Tarifvertr√§ge schlie√üen diese ganz aus. Dann oder eben nach Ablauf der vom AG getragenen Tage springt f√ľr die restlichen Krankentage die GKV ein. Dazu weiter unten mehr.) Wechselt Euch also mit dem anderen Elternteil ab, falls jener kooperativ ist, was er zur H√∂lle nochmal sein sollte. Ist er es nicht, k√∂nnen sich verheiratete Partner ihren jeweiligen Anspruch gegenseitig √ľbertragen lassen – wenn wiederum der Arbeitgeber zustimmt. Was er zur H√∂lle nochmal tun sollte, denn mit einem unkooperativen Ehepartner – oder einem, dessen Arbeitgeber doof ist -, ist frau/man gestraft genug.
  • ACHTUNG: Dass die eben genannte Regelung inklusive des generellen Freistellungsanspruchs (unabh√§ngig von der Bezahlung!) komplett wegf√§llt, sofern auch nur einer von beiden oder aber das Kind selbst privat versichert ist, ist eine der gro√üen Schweinereien unseres Systems. Auch Selbstst√§ndige schauen leider pauschal mit dem Ofenrohr ins Gebirge.
  • Gesetzlich versicherte Alleinerziehende haben einen Freistellungs-Anspruch auf 20 Pflegetage pro Jahr und Kind unter den gleichen Voraussetzungen wie oben. Bei mehr als 2 Kindern gilt eine Obergrenze von 50 Tagen pro Jahr. (Auch hier gilt leider: Biste privat versichert, kannste zwar zuhause bleiben, aber wenn der AG nicht freiwillig zahlt, zahlt keiner – du musst unbezahlten Urlaub erbetteln. Vom Gesetz her sind Privatversicherte in dieser Hinsicht nicht gesch√ľtzt. Ja, das ist riesengro√üer Mist.)
  • Der diesbez√ľgliche Anspruch von Auszubildenden bel√§uft sich auf bis zu 6 Wochen, ohne dass der Ausbildungsbetrieb dagegen Einspruch erheben d√ľrfte. (Privat versicherte Azubis sind mir noch nicht untergekommen, aber auch in deren Fall gilt dann die A.karten-Regel)
  • Bei Beamten ist alles nochmal anders – im √Ėffentlichen Dienst gew√§hren Arbeitgeber z.B. manchmal zus√§tzliche Pflegetage. Fragt einfach nach.
  • Und wenn das Kind √§lter als 12 Jahre ist, aber trotzdem so schlecht beieinander, dass Papa oder Mama am Bett sitzen sollte? Manche Arbeitgeber sehen das ein und legen den bereits genannten ¬ß616 BGB entsprechend gro√üz√ľgig aus. Darin steht n√§mlich, dass der Arbeitnehmer Anrecht auf bezahlte Freistellung hat, wenn er „[…] f√ľr eine verh√§ltnism√§√üig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird.“ – und darunter kann man, wenn man ein netter Mensch ist, durchaus auch die Erkrankung eines Teenies verstehen. Viele AG lassen sich alternativ darauf ein, zu diesem Zweck etwa √úberstunden abzubauen, die sonst nicht verg√ľtet w√ľrden. Tempor√§res Arbeiten vom Homeoffice aus ist ebenfalls eine M√∂glichkeit.
  • Nochmal an die gesetzlich Versicherten: Nehmt unbedingt sofort Kontakt mit Eurer Krankenkasse auf, denn sobald Euer Arbeitgeber die Lohnfortzahlung einstellt oder diese per Vertrag ganz ausschlie√üt, steht Euch nach ¬ß45 SGB V¬†f√ľr Kinder unter 12 Jahre sogenanntes Kinderkrankengeld zu!¬†Dessen H√∂he betr√§gt 70-90% des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts (2018 liegt der Tagesh√∂chstsatz bei 103,-‚ā¨). Ein Attest muss ab dem ersten Krankheitstag des Kindes vorgelegt werden.
  • Auch wer gerade arbeitslos ist, hat Anspruch auf Kinderkrankengeld, falls die Stellensuche wegen der Pflege nicht fortgesetzt werden kann. In diesem Fall ist die Agentur f√ľr Arbeit der Kostentr√§ger.
  • Wegen all des gesetzlichen Boheis unverzichtbar: Holt vertraute Angeh√∂rige, Freunde, Nachbarn, Patentanten ins Boot, wenn Eure Pflegetage laut Arbeitsvertrag ausgesch√∂pft sind. Baut Euch diesbez√ľglich ein gutes Netzwerk auf und unterst√ľtzt Euch gegenseitig. Ja, das bedeutet sozial-interaktiven Aufwand. Und ja, das bedeutet auch, dass Ihr mal diejenigen sein k√∂nntet, die das fiebernde Nachbars- oder das hustende Patenkind auf Eurer Couch liegen habt. Trefft in diesem Fall einfach die bestm√∂glichen Vorkehrungen, damit sich bei Euch zuhause niemand ansteckt. (Niemand sollte von Euch erwarten, eine kleine Noro-Schleuder zu beherbergen, aber das muss ich hoffentlich nicht dazusagen?)
  • Falls Ihr kein solches tragendes Netzwerk habt, kontaktiert professionelle ambulante Dienste wie „Zuhause gesund werden“ (M√ľnchen), die „Notfallmamas“ (Raum Hamburg, M√ľnchen, Berlin, D√ľsseldorf, Frankfurt, K√∂ln, Stuttgart), der „Notm√ľtterdienst“ (Gro√üraum Frankfurt, Berlin, Hamburg, K√∂ln, Halle/Leipzig, Koblenz, Mecklenburg-Vorpommern, Darmstadt, Chemnitz)¬†oder die „Tagespflegeb√∂rse“ (N√ľrnberg). Sicher gibt es in Eurer N√§he √§hnliche Einrichtungen, die liebevolles Pflegepersonal vermitteln. Googeln w√ľrde ich nach „Krankes Kind zuhause pflegen Dienst“ plus Ortsname.
  • Good to know: Kosten f√ľr externe Kinderpflegepersonen k√∂nnt Ihr bei der Steuer als Sonderausgabe absetzen – und oft beteiligt sich sogar der Arbeitgeber daran, denn er profitiert schlie√ülich auch davon.

–> Eine recht gute Zusammenfassung der geltenden gesetzlichen Regelungen zum Daheimbleiben bei kranken Kindern findet Ihr hier.

Fazit: Niemand hat gesagt, dass Kinder unkompliziertes schm√ľckendes Beiwerk neben dem Broterwerb sind. ūüėČ
Ihr wusstest das vorher (außer Ihr seid ziemlich naiv).
Denn ja, Kinder sind ein unberechenbares Risiko in jeglicher Hinsicht – aber sie sind es wert. <3

R.I.P., Stephen Hawking.

14. März 2018

Stephen Hawking ist gestorben.¬†Heute, am 14. M√§rz 2018, ausgerechnet am Welt-Pi-Tag, der obendrein gleichzeitig Einsteins Geburtstag ist (irre, oder?). 76 Jahre alt wurde er – das sind 54 Jahre mehr, als¬†ihm seine¬†√Ąrzte noch zu leben gaben, die¬†1963 die degenerative Nervenerkrankung¬†ALS diagnostizierten. In your face, ALS!

√úber Hawkings Leben und Wirken muss man vermutlich nicht viel sagen. Er war ein √∂ffentlicher Mensch und das meiste wissen wir alle – sp√§testens seit dem Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“, der auf den Memoiren seiner ersten Ehefrau Jane Hawking „Die Liebe hat elf Dimensionen“ beruht. Auch sein eigenes Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“¬†oder eines der Folgewerke d√ľrfte wohl in vielen B√ľcherregalen der Welt stehen.

Stephen Hawkings Gedanken- und Forschungsgut ist bahnbrechend, er hat viele Wissenschaftler weltweit inspiriert und nicht nur diese: Auch f√ľr ALS-Erkrankte auf der ganzen Welt war er ein Leuchtfeuer an Durchhaltewillen. Zweifellos verliert die Welt mit ihm einen vision√§ren Wissenschaftler – und eben auch noch ein bisschen mehr.

Nun stimme ich zwar null mit¬†ihm √ľberein, dass wir als Menschheit auf Biegen und Brechen ins All m√ľssen (abgesehen von wenigen Sachen, die durchaus sinnvoll sind).
Es macht mich sogar ausgesprochen w√ľtend, dass man lieber unz√§hlige Milliarden in die Erschlie√üung¬†„himmlischer“¬†Rohstoff-Ausbeutungsst√§tten¬†und die¬†Erforschung potenzieller Alternativplanete steckt, auf die wir umziehen k√∂nnten, wenn wir unseren eigenen irgendwann kaputtgerockt haben, anstatt das Geld f√ľr rettende Ma√ünahmen hier unten zu verwenden. Das kriege ich im Kopf einfach nicht zusammen, und niemand wird mich vom Gegenteil √ľberzeugen.

Aber ich verneige mich vor einem wundervollen, grenzenlosen Geist und vor einem unfassbar klugen, mutstrotzenden Mann mit funkelnden Ideen.

R.I.P., Mr Hawking.
Be there painlessness and joy wherever you’re going now.

Disclaimer: Dieser Blogpost richtet sich gezielt an Leser aus meiner Heimatregion Starnberg.
Andere d√ľrfen sich nat√ľrlich auch sehr gern Anregungen holen, werden aber mit den meisten Ortsnamen und Tipps¬†nix anfangen k√∂nnen. ūüôā

 

Also, liebe Starnberger,

bestimmt sucht auch Ihr immer wieder mal nach M√∂glichkeiten, aussortierte Kleider etc. im n√§heren Umkreis sinnvoll zu spenden. Leider ist ja das mit den Altkleider-Containern alles andere als toll: Die Sachen werden zumeist teuer in Drittweltl√§nder verkauft und richten dort mehr wirtschaftlichen Schaden an, als dass sie auch nur ein Fitzelchen h√ľlfen. (UTOPIA hat die Machenschaften der Altkleider-Mafia samt Alternativen vor ein paar Monaten ziemlich¬†gut beschrieben)


Ich habe mich deshalb mal schlau gemacht, einiges auch schon ausprobiert und das hier sind die Anlaufstellen, bei denen ich Eure noch gut erhaltenen Sachspenden im Landkreis Starnberg gut aufgehoben sehe:

1. Die Sozialkaufhäuser

  • Das Starnberger Caritas Sozialkaufhaus KaDeCa im Riedener Weg 12 nimmt in Ma√üen Kleider, Haushaltsgegenst√§nde, Spielsachen, M√∂bel, Elektroger√§te etc. an. K√ľndigt jedoch gr√∂√üere Teile, etwa M√∂bel oder Waschmaschinen, unbedingt vorher telefonisch an! Meist wollen die Mitarbeiter die Dinge¬†erst sehen, kommen dazu zu Euch nach Hause und nehmen die Sachen daf√ľr dann aber auch gleich mit. In der dazugeh√∂rigen B√ľcherhalle sind au√üerdem B√ľcher fast jeder Art gern gesehen. Gute Sache.
  • Gleiches gilt f√ľr das Gautinger Sozialkaufhaus KlaWotte.

2. Die lokalen Asyl-Helferkreise
Die¬†Asyl-Helferkreise versorgen Gefl√ľchtete*, die im nahen Umkreis f√ľr die Zeit ihres Asylverfahrens untergebracht sind, mit Gegenst√§nden des t√§glichen Lebens. Den Rest des Beitrags lesen »

Liebe Leser, Ihr werdet gebraucht. Nat√ľrlich auch hier von Euren Familien und Chefs und Freunden und Ehren√§mtern … aber jetzt ganz akut als Unterst√ľtzer f√ľr ein im wahrsten Wortsinne lebenswichtiges Projekt.

Der bewundernswert nimmerm√ľde Verein Kinder auf der Flucht e.V., in dem meine guten Freunde Petra und Tilman Tag und Nacht im Einsatz sind, m√∂chte ganz, ganz am Anfang der schrecklichen Schicksalskette zahlloser Fl√ľchtlinge* ansetzen. Geplant ist die Anschaffung eines zweiten, gebrauchten Rettungsbootes, mit dem ehrenamtliche Rettungsschwimmer nun auch vor der Insel Chios Ertrinkende hoffentlich rechtzeitig erreichen k√∂nnen.
Ein Boot f√ľr das „Team Lesbos“ konnte k√ľrzlich mithilfe von Spenden bereits finanziert werden
und ist unabl√§ssig im Einsatz. Leider sieht es vor der K√ľste der griechischen Insel Chios nicht viel besser aus; auch dort ist die Lage dramatisch und f√ľr das bisher gemietete Rettungsboot geht den Helfern das Geld aus.

Rettungsboot_Lesbos

Dieses Boot ist kein Luxus.
Es ist ein Arbeitsmittel, mit dessen Hilfe Leben gerettet werden! Bitte spendet deshalb und verhindert damit aktiv menschliche Tragödien, die wir uns in unseren warmen Wohnzimmern nicht einmal ansatzweise vorstellen wollen.

Verhindert, dass ein schreiendes Kleinkind, das dem Schlepper auf dem Boot l√§stig und deshalb „zuf√§llig“ √ľber Bord geschubst wurde, vom Meer verschluckt wird.
Verhindert, dass ein Baby, das die von Ersch√∂pfung und eisigen Wassertemperaturen geschw√§chte Mutter nach dem Kentern ihres Bootes loslassen musste, Stunden sp√§ter tot ans Ufer gesp√ľlt wird.
Verhindert, dass ein Bruder mit ansehen muss, wie der andere in Sichtweite des rettenden Landes ertrinkt, weil er seine Schwimmweste der schwangeren Nachbarin gab.

Rettungsschwimmerin

Helft. BITTE. Eure Spende erreicht den Verein unkompliziert √ľber die extra eingerichtete betterplace-Projektseite (>>KLICK<<).

WICHTIG: Sollte zum Zeitpunkt Eures Spendenwillens das Projekt bereits „durchfinanziert“ sein, spendet bitte trotzdem!!! Ein Bedarf folgt dem n√§chsten; morgen k√∂nnen es Rettungsdecken, Gummistiefel, Zelte, Babynahrung oder ein medizinisches Ger√§t sein. Dieser Verein genie√üt mein vollstes Vertrauen und ich m√∂chte Euch ermutigen, ihm Eures auch zu schenken … und nebenbei Leben, Hoffnung, Perspektive.

Ich verb√ľrge mich pers√∂nlich daf√ľr, dass Euer Geld haargenau dem Zweck zukommt, f√ľr den es laut der Spendenplattform betterplace bestimmt ist. Das kann ich besten Gewissens, weil ich f√ľr Petra, Tilman und das gesamte Team meine Hand ins Feuer legen w√ľrde. Der Verein hat sich wichtige Ziele gesetzt und nimmt seine Aufgabe hundertprozentig ernst.

*Auf eine Diskussion √ľber Fl√ľchtlingspolitik etc. werde ich an dieser Stelle ausnahmslos KEINE Stellung nehmen und entsprechende Kommentare behalte ich mir vor, zu l√∂schen. Hier geht es zun√§chst mal nicht um Fl√ľchtlinge, die irgendwann in Deutschland landen und sich dann integrieren oder nicht integrieren, sondern schlicht um MENSCHENLEBEN und wunderbare Leute, die wild entschlossen sind, diese zu bewahren. Das verdient allerh√∂chste Wertsch√§tzung und jede Unterst√ľtzung dieser Welt.¬†

Mich w√ľrde mal Eure (werbeprofessionelle und private) Meinung zum neuen EDEKA-Weihnachtsspot interessieren.

Denn ich als Werberin sage:
… ein Geniestreich. Auch wenn ich bezweifle, dass dadurch direkt mehr Eink√§ufe generiert werden. Markenimagest√§rkung nat√ľrlich top.

Als Mensch hingegen sage ich:
… Gr√§sslich. Geht gar nicht. Wie k√∂nnen die nur?!
Und das nicht, weil ich solche (wahren, aber schlimmen) Botschaften nicht aushalte. Einfach weil es einen Step zu krass ist, mit den tiefsten inneren √Ąngsten zu „spielen“ und zu manipulieren.
W√§re ich eines der erwachsenen Kinder im Spot, ich w√§re auf den Vater sowas von stocksauer – auch wenn ich mich ertappt f√ľhlen w√ľrde, klar. So richtig funktioniert die Botschaft n√§mlich dann doch nicht – au√üer in moralischer Hinsicht. Und ich bin total hin- und hergerissen, ob ich das gut finden oder verurteilen soll.

Ein weiterer Punkt: Als Tochter, der es im Traum nicht einfallen w√ľrde, jemals die Eltern zu einer solchen Nebensache verkommen zu lassen, macht mich der Spot w√ľtend. Auf die, die es einfach nicht raffen. Weil es f√ľr mich pers√∂nlich eben total selbstverst√§ndlich ist, engen Kontakt mit den Eltern zu haben. Nun wohne ich ja quasi Wand an Wand mit den meinen (gottseidank) … aber ich schw√∂re: So weit weg k√∂nnte ich nicht wohnen, dass ich es nicht wenigstens zu Weihnachten m√∂glich machen w√ľrde, sie zu sehen.
[Hier wird gleich der – berechtigte – Einwand fallen „Aber wenn man im Streit mit den Eltern ist, was dann?“. Diesen m√∂chte ich hier au√üen vor lassen, denn im Spot scheint es nicht so, dass irgendwer mit irgendwem im Clinch ist. Hier geht es einfach um Priorit√§ten.]

Sollte der Spot allerdings dazu f√ľhren, dass nur ein erwachsener Sohn oder eine erwachsene Tochter dadurch endlich wieder auf die wichtigen Dinge um Weihnachten herum besinnt, n√§mlich die Familie ‚Ķ dann ist mir alle Werbepsychologie und alles „too much“ piepegal und ich sage: Danke, EDEKA. Saustark.

Was meint Ihr dazu?