So wahr: The Mom Song.

15. Februar 2010

Nicht mehr neu, aber immer wieder ein Staunen, betroffenes Seufzen und schlie├člich lautes Losgackern wert: „The Mom Song“ von Anita Renfroe.

Alle Wahrheiten ├╝ber das Mutterdasein in einem Song. Die ganze Litanei. Alle Mahnungen, Aufforderungen, Zum-hundertsten-Mal-Phrasen. Kurz: das gesamte Hamsterrad, das wir gemeinhin unter dem heroischen Begriff „Mutterschaft“ f├╝hren. Dass wir nicht l├Ąngst verr├╝ckt geworden sind, liegt wohl an dieser wie Kaugummi dehnbaren, grenzenlosen Liebe, die wir unserer Brut gegen├╝ber empfinden – was auch immer sie uns antut. Das hat die Natur schon ganz gut gemacht, oder? ­čśë

Die ganz Harten k├Ânnen sich den Song sogar als Klingelton herunterladen und den Text auswendig lernen: hier!

(Ich danke meinem Twitter-Follower @kopfkinoexperte daf├╝r, dass er mich heute daran erinnerte, wie lange ich diesen Song schon bloggen wollte!)

Schreibbegabung.

1. Oktober 2009

M├╝tter sind ja fast immer stolz auf ihre Kinder. Ich nat├╝rlich auch, selbst wenn mich hie und da der Drang bef├Ąllt, die Brut an der Autobahnrastst├Ątte … aber lassen wir das, sonst kriege ich nur ├ärger.
T├Âchterchen Liebreiz zum Beispiel erquickt das Textersmutterherz, indem sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann. Das kenne ich von mir, wie man hier nachlesen kann. Den Rest des Beitrags lesen »

Nein, ich bin kein allzu gro├čer Fan von Conni. Wirklich nicht. Das hei├čt – ich habe nicht pauschal etwas gegen das G├Âr mit der roten Schleife, aber zu viel ist zu viel. Mitte 2009 hatte ich das gro├če Gl├╝ck, f├╝r den Carlsen Verlag (Herausgeber der Conni-B├╝cher) eine Glosse genau zu diesem Thema schreiben zu d├╝rfen. Sie erschien in einem Sonderheft, das seit Kurzem in den Buchhandlungen zum Mitnehmen ausliegt.
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Glosse: Melkfett.

20. Mai 2009

Neulich bei der R├╝ckenmassage. Ich liege mehr oder weniger entspannt auf dem Bauch, den Kopf ein wenig zur Seite gedreht, um nicht zu ersticken. Der auf Nasenh├Âhe angebrachte Schlitz in der Massageliege ist ja nett gemeint, doch au├čer vielleicht f├╝r M├Âwenschn├Ąbel anatomisch fehlkonstruiert: Leider werden beim Hineinstecken des Riechorgans dessen Fl├╝gel auf brutale Weise zusammengepresst und die Luft entsprechend knapp. Von tiefer Bauchatmung keine Spur! Dann doch lieber die der Symmetrie unf├Ârderliche Seitw├Ąrts-Stellung eingenommen, einmal tief geseufzt und auf den Masseur gewartet.

melkfettdoseDer kommt auch, greift zuerst in den obligaten roten Topf mit Creme und dann herzhaft in meinen gepeinigten Schulterg├╝rtel. O seliger Schmerz! Als meine Muskeln endlich den Kampf gegen die knetenden H├Ąnde aufgeben, schlage ich die bis dahin zusammengekniffenen Augen wieder auf. Mein waidwunder Blick f├Ąllt auf die eben schon genannte rote Dose, platziert auf einem Regal in der Ecke der Kabine. Den Rest des Beitrags lesen »

Ich bin Freiberuflerin. Werbetexterin, um genau zu sein. Und ich habe Kinder, zwei an der Zahl. Die ich sehr liebe, wohlgemerkt ÔÇô was mich aber nicht im Geringsten daran hindert, sie manchmal herzhaft zu verfluchen! Zum Beispiel dann, wenn ich eigentlich mit einem Kunden telefonieren m├╝sste. So geschehen, als T├Âchterchen Liebreiz s├╝├če vier Jahre alt war:

Mit den Kindern im Schlepptau betrete ich soeben den Flur, lasse Taschen, Rucks├Ącke & Co. fallen und winde mich mit einem Arm aus der Jacke. T├Âchterlein Liebreiz, 4 Jahre, zickt wie immer und wegen allem. Da klingelt das Telefon. Ich eile, die Jacke noch an einem ├ärmel am Boden nachschleifend, mit dem ÔÇ×SchnurlosenÔÇť ins B├╝ro, um eine T├╝r hinter mir schlie├čen zu k├Ânnen. Denn auf dem Display ÔÇô hurra! – sehe ich die Nummer meines derzeit zahlungskr├Ąftigsten Kunden, auf dessen R├╝ckruf ich dringend warte. Ziemlich dringend, um genau zu sein, denn es geht um die Honorarabstimmung f├╝r ein neues, gro├čes, sehr lukratives und obendrein prestigetr├Ąchtiges Projekt. Den Rest des Beitrags lesen »

Ferien. Arbeit.

9. April 2009

Arbeiten mit Ferienkindern ist normalerweise keine sooo entspannte Angelegenheit. Schlie├člich soll die Brut ordentlich betreut sein, w├Ąhrend Muttern schuftet.

Manchmal – und das ist prima – kann man Jobtermine verschieben und hat dann pl├Âtzlich Zeit f├╝r so tolle Dinge wie Radfahren oder Im-Garten-Herumgammeln. Leider passiert das nicht allzu h├Ąufig.

Meistens ist Verschieben n├Ąmlich unm├Âglich oder ein Auftrag ist so wahnsinnig prestigetr├Ąchtig, dass man ihn unbedingt haben m├Âchte. In diesen F├Ąllen singe ich ein Loblied auf den Erfinder des Laptops und des Wireless LAN. Weitere wichtige Accessoires: ein Balkon, ein Sonnenschirm, ein bequemer Stuhl, ein Milchkaffee. Gerne ein Sch├╝sselchen Peperonichips, danke sehr.

Auf diese angenehme Weise habe ich die letzten Tage ebenso produktiv wie angenehm verbracht und finde es einmal mehr grandios, Freiberuflerin zu sein. Arbeiten auf Balkonien – was f├╝r ein Luxus!