Ich freue mich, die fünf Gewinner meiner Buchverlosung zum „Welttag des Buches 2014“ bekannt geben zu können!
Gelost wurde unter 15 Kommentatorinnen und Kommentatoren, die allesamt scharf auf Jonathan Franzens „Korrekturen“ waren.

Freuen dürfen sich die Urheber der Kommentare Nummer 3, 4, 5, 14 und 15 – also Jessica, Susanne, Britta, Sandra und Franziska. Dass es nun ausschließlich Leserinnen geworden sind, ist reiner Zufall, ich schwöre! 😉
Lose

Nun brauche ich nur noch von Jessica und Susanne die Postadressen, dann gehen die dicken Schinken demnächst raus.
Herzlichen Glückwunsch!

Wem diese Headline bekannt vorkommt, der hat vermutlich schon vorletztes Jahr an meiner Buchverlosung zur „Aktion Lesefreunde“ am Welttag des Buches 2014 teilgenommen.
Auch 2014 ist es wieder soweit: Deutsche Buchverlage, der Börsenverein des deutschen Buchhandels und die Deutsche Post stellen Zehnerpakete von Sonderdrucken ausgewählter Titel zur Verfügung, die registrierte Buchschenker dann frei – Überraschung! – verschenken dürfen.

WDB2014_Lesefreunde_23APRIL

Dieses Jahr habe ich mich als Schenker für das Buch „Die Korrekturen“ von Jonathan Franzen beworben. Ich kenne das Buch selbst nicht, aber auf www.fuenfbuecher.de haben mittlerweile so viele Leute davon geschwärmt, dass ich blind danach griff. 🙂

Franzen_Korrekturen

Und was soll ich sagen: Weil ich ein Glückspilz bin, wählte man mich tatsächlich aus und heute hole ich mein Bücherpaket in der Gautinger Gemeindebücherei ab, nur um die Franzens dann mit vollen Händen zu verschenken. Sinn der Sache ist, Menschen für Literatur zu begeistern, die vielleicht sonst nicht so auf die Idee kommen würden, zu lesen. In meiner direkten Umgebung fallen mir da gleich einige ein – aber 5 meiner 10 „Korrekturen“ verlose ich dennoch, und zwar hier, unter allen Kommentaren zu diesem Blogpost, und da ist es mir wurscht, ob Ihr sowieso schon Leseratten seid oder nicht. Kommentiert also, was das Zeug hält, Leute!

Die Deadline setze ich voller Willkür zum 1. Mai fest. Alle Kommentare, die bis 1. Mai 2014, 20 Uhr, hier eingehen, kommen in einen Pott und ich ziehe daraus den Gewinner. Bitte sorgt dafür, dass ich Euch irgendwie erreichen kann, falls Ihr gewinnt – das funktioniert am besten, wenn Ihr parallel zum Kommentar eine kurze eMail an mich schickt (Adresse siehe Impressum), in der Ihr mir Eure Postadresse verratet.

Ich freue mich auf Eure Kommentare und aufs Bücherverschenken!

 

Wenn ich sage, dass ich mich bereits mehrmals durch alle meine Bücherregale gelesen habe, ist das nicht gelogen. Der jüngste Internet-Fund ermöglicht es jedoch auch Nichtlesern, diesen Satz ohne lange Lügennase auszusprechen: „ABC book case“ der italienischen Möbeldesigner Eva Alessandrini und Roberto Saporiti ist ein Bücherregal, das man sogar im leeren Zustand lesen kann. (Und alle jetzt so: „HÄÄÄÄÄÄ?“)

Okay, so sieht’s aus: Das Bücherregal besteht aus quadratischen Modulen, die jeweils einen Buchstaben bilden. Die Buchstaben werden gebildet aus vertikal und horizontal angebrachten halblangen Zwischenböden, die auch noch als Buchstützen fungieren. Die ursprüngliche „Satzbau“-Idee dahinter lautet „READ YOUR BOOK CASE“, aber natürlich kann man auch Bücherregale in anderen Formaten und mit ganz anderen, auch längeren Wörtern zusammenstellen. Ich grüble noch, welchen Satz ich wohl bauen würde, hätte ich eine weitere freie Wand und viel Geld übrig. Macht doch mal ein paar Vorschläge! 🙂

Quelle: http://www.saporiti.net/abc-bookcase/

Quelle: http://www.saporiti.net/abc-bookcase/

Hier sieht man, wie die einzelnen Buchstaben-Module gestaltet sind:

Quelle: http://www.saporiti.net/abc-bookcase/

Quelle: http://www.saporiti.net/abc-bookcase/

 

Zwar bin ich kein Hund, aber manche Stöckchen apportiere ich dann doch gern. Zumal mir dieses hier von meiner Textinen-Kollegin Britta Freith zugeworfen wurde, deren neues Buch „Hinterm Stall die Blumen“ ich gerade begeistert verschlungen und deren Gästezimmer ich schon mehrfach enthusiastisch beschlafen habe, weil sie nämlich nebenbei auch noch eine tolle Freundin und Gastgeberin ist. 🙂

Bücher also. Meine große Liebe. Deshalb lest hier meine Antworten auf die Fragen, die ursprünglich Wibke Ladwig von sinnundverstand in die Runde warf:

Welches Buch liest Du momentan?
„Die Kwimpers“ von Richard Powell. Ein Flohmarktfund meiner Mutter, die es mir nach dem Fertiglesen, noch mit Lachtränen in den Augen, in die Hand drückte: „Das musst Du lesen! Du wirst es so lieben! Was für ein nettes Buch!“ Und was soll ich sagen: Mama kennt mich. Ich nahm die Kwimpers gestern gegen 23 Uhr zur Hand, wollte nur mal reinschnuppern und bin heute schon fast durch. Ein herrlich liebenswerter Familienroman, mit der richtigen Portion Augenzwinkern geschrieben und einmalig absurd. (Wer es lesen will: Gibt’s leider nur noch antiquarisch. Beim Wimbauer Buchversand oder Booklooker werdet Ihr fündig.)

Wurde Dir als Kind vorgelesen? Kannst Du Dich an eine der Geschichten erinnern?
Oh ja, man las – und sang! – mir ganz viel vor. Vor allem meine Großeltern väterlicherseits, bei denen ich viel Zeit verbrachte, waren große Vorleser (Ihr erinnert Euch, der Lektoren-Opa?). Es gab dort Wände voller Bücher, quer durch alle Sparten … ein Wunderland. Ich erinnere mich an ein Gutenachtgeschichtenbuch und besonders an eine der Geschichten darin, die zwar voll die Moralkeule schwingt, mich aber nachhaltig beeindruckt hat: vom Schafhirten, der seine Dorf-Mitbewohner so oft mit falschem Alarm über Wolfs-Angriffe geneckt hat, dass ihm beim ersten echten Angriff schließlich keiner mehr hilft. „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.“ – das las Opa mit einem solchen Nachdruck, dass es wie in Tattoo auf meinen Hirnwindungen brennt (und wirkt, by the way).
Meinen eigenen Kindern (heute fast 12 und fast 14) habe ich tatsächlich noch bis letztes Jahr jeden Abend vorgelesen. Anfangs Kleinkinderkram, alles von Astrid Lindgren, Grüffelo & Co., dann viel von Michael Ende und Roald Dahl, dann Walter Moers. Irgendwie finden wir dazu heute keine Zeit mehr und das ist richtig blöd, denn ich könnte stundenlang vorlesen … wenn man mich nur ließe … *seufz*

Gibt es einen Protagonisten oder eine Protagonistin, in den/die Du mal regelrecht verliebt warst?
Das wäre dann wohl Danny gewesen, aus Roald Dahls „Danny oder Die Fasanenjagd“. Und Momo. Natürlich.

In welchem Buch würdest Du gern leben wollen?
Ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken: „Madita“. Dieses schwedische Kinderparadies, unvergleichlich. Ein Frevel, dass ich das Land, das ich aus Büchern so gut zu kennen glaube, bis heute noch nicht einmal bereist habe.

Welche drei Bücher würdest Du nicht mehr hergeben wollen?
„Die Höhlenkinder“ von Alois Theodor Sonnleitner.
„Vom heiteren Kochen“ von Otto Nebelthau.
Und, no kiddin‘, „Suna“ von Pia Ziefle, das ich hier auch schon begeistert rezensiert habe.
Weitere Lieblingsbücher habe ich schon bei „fünfbücher“ vorgestellt.

Ein Lieblingssatz aus einem Buch?

„Alles Mist. Aber dann möchte man sich manchmal auf die Erde setzen und sich vor Freude ins Hemd weinen“,

sagt der alte Schwientek in Janoschs Roman (für Erwachsene!) „Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm“. Warum auch immer – dieses Zitat trifft mich mitten ins Herz. In den seltenen Momenten, wo ich alles mistig finde, denke ich an den ollen Schwientek und denke mir, Recht hat er. Und dann setze ich mich auf die Erde und weine mir ins Hemd vor Freude über Kleinkram. 🙂

War’s das? Das war’s. Wie gut, dass der Fragenkatalog so begrenzt ist, denn über Bücher könnte ich natürlich seitenlang schwadronieren, philospohieren, amourieren … und deshalb werfe ich das Stöckchen – schwupps! – weiter an Fräulein Ideenfinderin, die zuckersüße Judith von blogohnegrund und selbstverständlich meinen Leib-und-Magen-Buchantiquar, The One And Only Tobias Wimbauer!
Tfüih, tfüih, holt’s Stöckchen! Ja feiiin!

Dass mich das Buch „Suna“ von Pia Ziefle mehr als nur begeistert hat, kann man unschwer aus meiner ausführlichen Rezension herauslesen. Seit „Suna“ vorletzte Woche endlich auch als Taschenbuch (9,99 €) erschienen ist, verschenke ich es noch häufiger als sonst. Ob ich so ein bisschen mit Schuld daran bin, dass es heute auf der SPIEGEL-Bestsellerliste auf Platz 50 eingestiegen ist? 😉

Mehr als verdient ist dieser Erfolg ja – wobei ich prophezeie, dass es dabei nicht bleiben wird. Bis auf die vorderen 20 Plätze wird dieses berührende, großartige Buch es bestimmt noch schaffen. Ich empfehle es jedem; als Lektüre für wertvolle Stunden oder als Geschenk für Menschen, die gute Geschichten zu schätzen wissen. Die Hardcoverausgabe ist übrigens natürlich noch viel schöner als das Taschenbuch … und da „Suna“ ein Buch ist, das man mehr als einmal lesen wird, fand ich für mich die Investition in 9 Euro mehr auch völlig angebracht.

Dank Britta Freith bin ich gerade auf diese nette Aktion aufmerksam geworden – und nun dabei, obwohl ich mich nicht mehr „offiziell“ anmelden konnte. Nun ja, dann eben nur hier, ohne facebook. 😉

Ich habe mich entschieden, das Buch „Was ich liebte“ von Siri Hustvedt zu verlosen. Es ist eine dicke, schöne Hardcoverausgabe von 2003, der man ansieht, dass sie auch, bevor ich sie in die Finger bekam, schon ein paarmal gelesen wurde (ich erwarb sie auf einem Flohmarkt).

Warum ich ausgerechnet  dieses Buch ausgesucht habe? Weil es mich gleichermaßen genervt, gefordert und völlig fasziniert hat. Gelesen habe ich es letztes Jahr im Herbsturlaub auf Sardinien. Da saß ich nämlich eine Woche lang mit Anorak und Schal in einem Strandcafé an der Surfstation, während meine Männer wie die Verrückten – Überraschung! – surften. Um mich herum: Surfer. Ich fand die nett, konnte aber zu ihren Themen (Surfen) und ihrer Begeisterung (Surfen) nicht viel beitragen. Deshalb las ich.

„Was ich liebte“ ist vielschichtig, intellektuell, psychologisch dicht und manchmal ziemlich verstörend.  Es geht um Kunst, Liebe, Freundschaft, Mord, Geschlechterrollen, Abschied und Kontrollverlust. Siri Hustvedts Erzählweise ist mit Sicherheit grandios, durch ihre Kleinteiligkeit aber manchmal enervierend … wobei ich mich frage, ob nicht gerade die Kleinteiligkeit so genial …? Ach, ich weiß doch auch nicht. Selbst nach dem Lesen bin ich mir noch nicht zu 100% sicher, wie ich das Buch eigentlich wirklich fand. Und deshalb verlose ich es. Weil ich viele Menschen kenne, die davon schwärmen, und manche, die es verabscheuten (ein paar amazon-Rezensionen gibt es hier).
Ich sitze zwischen den Stühlen und wäre auf die Meinung des Gewinners gespannt. 🙂

Also los! Jeder Kommentar kommt in den Lostopf und am 30. April ziehe ich die Gewinnerin oder den Gewinner. Ich freue mich auf Eure Teilnahme und jedes Weitersagen, z.B. auf Twitter.

UPDATE vom Update:

07.06.2013: Leider hat sich der Gewinner auf meine drei Mails hin nicht gemeldet, ich finde ihn nirgendwo und eine Adresse habe ich nicht. Ich finde, jetzt habe ich lange genug gewartet. Deshalb haben wir nochmals gelost und gewonnen hat diesmal … *Trommelwirbel* … Kommentar Nummer 36!!! Das ist die liebe Ellen, die ich lustigerweise sogar von Twitter kenne (@Barfussprinzess) und deren Blog kleine-wunder-überall ich über alle Maßen wundervoll finde. Viel Spaß mit dem Buch, Ellen!

30.04.2013: Um Punkt 18 Uhr zog eine Glücksfee namens Turbosohn ein Los aus dem Topf und es trääägt … *Trommelwirbel* … die Nummer 4!

Das bedeutet, der Gewinner heißt Oliver Schüssler (Kommentar Nummer 4). Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Lesen!