Glücklich mit Voltaire.

Nein, nicht Voltaren … Voltaire! Der gute Mann tat nämlich den klugen Ausspruch „Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“

glucklich_voltaire

Ich bin in Sachen positives Denken völlig bei ihm. Warum? Weil ich gemerkt habe, dass jedes Lächeln irgendwann zurückkommt, jeder freundliche Gedanke sich in mir selbst potenziert und jede nette Tat sich zehnfach lohnt.

Natürlich, ich habe heute jeden Grund zum Glücklichsein: Da ist meine Familie, die (bis auf die üblichen nervigen Ausnahmen) funktioniert. Da sind meine Kinder, die gottlob quietschgesund sind. Da ist meine gar nicht so übel bezahlte Arbeit, die mich obendrein erfüllt, und die des Gatten*, die den Rest des Lebensunterhalts trägt. Da ist der Fakt, dass wir schlicht ein Dach über dem Kopf und loyale Freunde überall haben. Und da ist mein Herz, das ob all dieser Dinge manchmal vor Freude zerspringen möchte.

Das war alles nicht immer so, kam aber fast von allein, als ich während einer schwierigen Zeit meine Einstellung zu vielen Sachen änderte. Man kann es mit den Kräften des Universums erklären oder mit Resonanzgesetzen – es funktioniert jedenfalls und ich wünsche jedem Menschen den Zugang zu dieser riesigen Ressource in sich selbst. Ich wünsche Euch, dass die viel beschworenen „Umstände“ Euch den entscheidenden kleinen Weg frei lassen, dorthin zu kommen. Ich wünsche Euch, dass immer dann, wenn Ihr es allein nicht schafft, der richtige Mensch, das richtige Buch oder der sonstwie geartete Schubs in die richtige Richtung kommt. Manchmal braucht es auch ein Lied oder einen Duft, einen wiedergefundenen Brief oder einen Film, um den Blick zu schärfen für die vielen kleinen Sachen, die das Leben tatsächlich lebenswert machen.

Weil jeder anders ist, spare ich mir hier die einschlägigen Literaturhinweise. Ich teile jedoch ein Lied mit Euch, bei dem Ihr genau hinhören solltet. Und dann ersetzt Ihr mal jedes „I“ und „you“ durch Euch selbst. Sich selbst uneingeschränkt zu lieben, ohne andere auszuschließen, ist nämlich haargenau das Geheimnis.

*Update: Auch nach der Trennung lässt er uns in dieser Hinsicht nicht im Regen stehen, das darf also bleiben.

24 Comments

  • scaramut

    Ich sag nur: DIE MACHT DER ANZIEHUNG! 🙂

    Meine Bestellung für dieses Jahr sieht fantastisch aus und ich weiß, dass das Universum mir zuhören wird und dies auch schon getan hat.
    Warum?
    Weil ich glücklich bin und alle diese Energie nach Außen trage, um sie schlieslich wie einen Boomerang zurück zu erhalten! 🙂

    Schöner Beitrag!

  • Jessie

    Sehr schön geschrieben, wieder mal. Und wieder sprichst du mir aus der Seele (und gibst mir im Moment auch ein kleines bisschen mehr Hoffnung). Danke 🙂

  • wohlgestalt

    Jaaaa, es ist wahr, es ist wahr! Vielen Dank für Deine Worte, sie treffen den Nagel auf den Kopf! Das Glück kommt aus einem selbst, manchmal braucht man einen Schubs: Musik, Worte, Kunst, Umarmung, um das wieder zu erkennen, aber wenn man das erkannt hat, dann »fluppt’s« – also meistens zumindest 😉 »Willst Du glücklich sein, dann sei es.« (von? Keine Ahnung) Danke Dir!

  • sandra

    so schön, und vorallem gerade die kleinen Dinge sind wichtig, vorallem wenn es einem nicht gut geht oder einiges nicht richtig läuft, dann zählen die kleinen Feinheiten 🙂

  • MotherInLaw_50

    Genau die richtige Einstellung!:-)

    Zu Deinem gelungenen Beitrag fällt mir übrigens ein total dösiger Poesiealbum-Vers ein… klingt zwar abgedroschen und altbacken, trifft aber zu:

    Willst du glücklich sein im Leben,
    trage bei zu ander‘ Glück,
    denn die Freude die wir geben,
    kehrt ins eig’ne Herz zurück.

  • textzicke

    Ich finde diesen Spruch alles andere als abgedroschen, sondern 100% wunderbar und zutreffend. Danke dafür! 🙂

  • Elke

    Auch von mir ein herzliches Dankeschön für diesen wunderbaren Beitrag! Der berühmte Schubs, der dafür sorgt, dass es dann doch in die richtige Richtung weitergeht, kommt ja auch meist. Und bei mir oft aus einer Richtung oder von einem Menschen, von der/dem ich es nicht erwartet hätte.

  • Julia Maria

    Liebe Lilian,
    ich mag ja ganz besonders das Strahlen, was Du verbreitest (auch bei Twitter – und da für mich täglich in vielen kleinen Dosen).
    Und in diesem Blogbeitrag sagst Du mir auch, woher es kommt. Danke dafür, hat mich gerade wieder an ein paar Dinge erinnert 🙂
    Julia

  • Oli

    Liebe Lilian,

    mit dem Glück ist es wohl wie mit der Schönheit: es entsteht im Auge des Betrachters. Was der eine als Unglück empfindet, bedeutet dem anderen Glück und umgekehrt.

    Du hast heute jeden Grund zum Glücklichsein – und ich wünsche Dir und Deinen Lesern, sich grundlos glücklich fühlen zu können. Dann gelingt es auch, wenn die Weichen mal nicht so günstig gestellt zu sein scheinen.

    Dein Fitness-Oli

  • Frank

    Liebe Lilian,

    ein Text, wie gemacht dafür, einen prominenten Platz in der Favoritenleiste zu besetzen.

    Ein Text, den ich immer wieder lesen werde, besonders dann, wenn ich mal wieder nicht so genau weiß, woher ich das nächste Portiönchen Glücklichsein nehmen soll.

    Danke,
    Frank

  • Susi

    Meine Lebenseinstellung! Ich glaube fest an Karma und dass man alles zurückkriegt, was man an Gutem in diesem Welt hinausschickt! Und ja, glücklich sein macht gesund – und schön obendrein. ;-)) (ich sollte mal bei texterella drüber schreiben. ;-))

  • Der Roger

    Es sind tatsächlich die kleinen Dinge, die das Leben ausmachen. Diese Suche nach dem großen Glück ist eine sinnlose Jagd. Ein Lächeln, ein liebes Wort, eine nette DM, ein wundervoller Kommentar, eine Berührung, ein Anstoßen, ein Finden, ein Seufzen, ein liebevoller Blick. Das sind die Dinge, die es wert sind. Allein Voltaires Beschluss umzusetzen erfordert Arbeit und Zeit.

  • textzicke

    Findest Du? Dass es Zeit und Arbeit braucht?
    Das klingt so furchtbar anstrengend. Dabei ist es ganz leicht, wenn man mit den allerwinzigsten Sachen anfängt und dann kleine Schritte geht. Oder tut Dir ein Lächeln weh? Nee. Also. Leg los! 🙂
    (Übrigens: Auch Pausen sind erlaubt, und Zaudern ebenfalls. Man muss nur irgendwann mal anfangen.)

  • Abdu

    Wie passend! Und wie aufbauend. Genau das, was mir heute „fehlte“. Schon den ganzen Tag bedrückt mich etwas, von dem ich nicht weiß, was es ist. Dabei ist das total belanglos, wenn ich „es“ von einer anderen Perspektive aus betrachte.

    Hach, eigentlich bin ich glücklich. Sehr sogar. Danke für diesen Artikel, ich habe mich darin wiederentdeckt und bin jetzt um einiges „glücklicher“.

    Beste Grüße, dein Abdu. 🙂

  • rebhuhn

    hermann hesse sagt:
    ein lächeln ist die kürzeste entfernung zwischen zwei menschen.
    … und ich hab’s ausprobiert und lebe wunderbar damit. früher unterbewußt, heute häufiger und bewußter – und besser! 🙂

  • Laja

    Das ist so wahr und schön auf den Punkt gebracht. Es hilft in unglücklicheren Momenten zu versuchen nicht den eigenen Bauchnabel im Zentrum zu sehen, sondern mal von oben auf sich/die Situation zu schauen. Vieles relativiert sich dann.

  • jotembe

    Ich kann den Erkenntnissen von Musjöh Voltaire und Madame Textzicke nur voll und ganz zustimmen.
    Ein Zitat von Dr. theol. Luther möchte ich den Überlegungen und Beiträgen gerne noch anfügen: „Aus einem verzagten A…. kommt kein fröhlicher Pfurz!“

    In diesem Sinne ist ein Lächeln die beste Methode, der Welt die Zähne zu zeigen.

    Fröhlichen Gruß eines Exil-Berliners aus dem Land der Schwaben, die ja bei einigen Nachbarstämmen als Bruddler verschrien sind (Nicht geschimpft ist genug gelobt).

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