• Bewegendes,  Text,  Wichtiges

    Über Homosexualität schreiben.

    Wie ich schon in meinem Artikel „Leidmedien? Berichte(n) über Behinderung“  geschrieben hatte, gibt es bei der Berichterstattung über Themen außerhalb der Spießernorm eine ganze Menge Fallstricke. Man sollte als Journalistin oder Journalist eine besondere Sensibilität entwickeln, um hier sprachlich stets objektiv, korrekt und wertschätzend zu bleiben. Heute stieß ich nun auf einen Artikel des Onlinemagazins meedia.de, der sich mit der Berichterstattung über Homosexuellen-Themen befasst. Er verweist auf eine Broschüre, die jetzt vom Bund Lesbischer und Schwuler Journalisten (BLSJ) veröffentlicht wurde: „Schöner Schreiben über Schwule und Lesben“ (Download hier, Pressemitteilung zum Sprachleitfaden hier). Ein Beispiel: Warum sollte eine Frau „bekennend lesbisch sein“? Homosexualität ist kein Verbrechen nichts, dessen man sich schämen…

  • Freelancer,  Fun,  Text,  Werbung,  Wichtiges

    Warum man nicht kostenlos arbeiten sollte.

    Heute möchte ich mit Euch, liebe Leserinnen und Leser, über eine Frage nachdenken, die uns Freelancer immer wieder umtreibt: „Sollte ich unter irgendwelchen Umständen kostenlos arbeiten?“ Die Antwort, so wird mir der geneigte Leser zustimmen, lautet vernünftigerweise meist „Natürlich NICHT, hallo, geht’s noch?“. Trotzdem gerät man als Freelancer immer wieder in die Situation, den vermeintlichen guten Argumenten potenzieller Leistungserschleicher begegnen zu müssen. Auch mir ist es – vor allem in den ersten Jahren meiner Freiberuflichkeit – durchaus schon passiert, dass ich mich von blumigen Versprechen und dreisten Lügen einlullen ließ. Für diese Fälle hat die amerikanische Typo-Künstlerin und Illustratorin Jessica Hische die Mindmap „Should I work for free?“ erstellt. Schritt…

  • Rotstift,  Text

    Freund und Feind der Korrektorenzunft: der Apostroph.

    Kaum ein Satzzeichen wird derart stiefmütterlich behandelt wie der Apostroph. Den Deutschen fällt es nicht nur furchtbar schwer, ihn regelkonform einzusetzen; im Allgemeinen verwenden sie dafür auch noch völlig falsche Zeichen. Der Accent muss recht häufig herhalten (gern auch noch verkehrt herum), aber auch das Zoll-/Minuten-Zeichen oder das einfache öffnende Anführungszeichen werden als billige Apostroph-Surrogate verwendet. Mir als Lektorin tut das nicht nur in der Seele weh, es geht mir auch tierisch auf die Nerven. Weil es nämlich kaum ein Schriftstück gibt, das ich nicht – nebst galoppierender Gedankenstrichkrätze – von akuter Apostrophitis heilen muss. Ganz schlimm: Viele Grafiker wissen noch nicht mal, wie sie einen typographisch korrekten Apostroph erzeugen…

  • Fun,  Fundstücke,  Meisterwerke,  Text,  Verblüffendes,  Werbung

    Die Wahrheit über Websites. ALLE Websites.

    Das Verfassen dieses kurzen Textes bedarf äußerster Selbstbeherrschung. Warum? Weil ich seit einer Stunde alle paar Sekunden aufs Neue lachend zusammenbreche, ein paar Buchstaben tippe, wieder zusammenbreche, wieder tippe … Und warum nun dies? Weil ich die lustigste Website der Welt entdeckt habe. Nach dem Besuch derselben wissen Sie alles, was Sie über Websites je werden wissen müssen und, naja, noch etwas mehr. Vor allem wird sich Ihr englischer Wortschatz in Sachen Gossenslang … sagen wir … erweitert haben. Der folgende Link führt nun dorthin. DISCLAIMER: Bitte nur klicken, wenn Zeit und Ort für einen ausgiebigen Lachkrampf vorhanden sind!Ich ringe noch immer um Fassung.

  • Fundstücke,  Text,  Verblüffendes,  Werbung

    In Österreich ticken Staubsauger anders.

    Auf dem (äußerst empfehlenswerten!) Blog Comrecon stieß ich heute auf einen Artikel über Staubsauger – um genau zu sein, über die Slogans aus der Werbung für MIELE-Staubsauger und MIELE-Produkte allgemein. Moment … Slogans? Hat ein Unternehmen nicht immer nur einen Claim pro Sprachraum? Oh nein, absolut nicht! Was ich nämlich nicht wusste: Obwohl sich Deutschland und Österreich eine Sprache teilen, bewirbt MIELE seine Elektrogeräte in beiden Ländern völlig unterschiedlich. Während sich offenbar deutsche Kunden mit dem Slogan „Immer besser“ identifizieren, reagiert der durchschnittliche Österreicher eher auf „Verlässlichkeit für viele Jahre“. „Lokalisierung“ nennen wir Werber diese manchmal kleinkariert wirkende, aber sinnvolle Buchstabenreiterei. Doch bevor ich darob in die Tiefe gehe, schicke…

  • Text

    Ich wurde beblogwichtelt: Heide Liebmann wider den Zitate-Wahnsinn.

    Als wäre meine nunmehr 7 Jahre währende Mitgliedschaft im weltbesten Netzwerk Texttreff nicht schon Glück genug, habe ich darin auch noch unzählige tolle Frauen kennengelernt. Wie jedes Jahr haben wir auch 2012 wieder eine Blogwichtelei veranstaltet. Und wer zog das große Los, von der fabelhaften Heide Liebmann bewichtelt zu werden? ICH! Ätsch. Als Positionierungs-Coach und Autorin hat sich Heide längst einen Namen gemacht. Auf Twitter kennt man sie unter dem Titel ihres erfolgreichen Ratgebers @nasenfaktor. Menschlich ist sie nicht zu toppen. Und ihre Lache sollte sie sich patentieren lassen – die kann nämlich Tote aufwecken (womit ich ausdrücklich meine, dass die freiwillig aufstehen, weil sie Angst haben, den größten Spaß…