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    Google goes Telefonmarketing-Fail.

    Wir alle kennen die nervigen Anrufe irgendwelcher angeblichen Branchenbuch-, IT- oder Anwaltsbüros, die angeblich unsere Daten checken, unseren Rechner von Schadsoftware befreien oder uns von einem überraschenden Geldregen aus Nigeria in Kenntnis setzen wollen. Gern gesehen sind auch vorgebliche Gewinn-Benachrichtigungen (weshalb ich 2016 zunächst kein Wort glaubte, als mich eine Dame von National Geographic anrief und mir mitteilte, dass ich eine 6-tägige Trekkingtour durchs wilde Norwegen gewonnen habe. Nun: DAS stimmte und ich hatte eine unfassbar coole Zeit … aber ich schweife ab.) Mich erreichen die nervigen Anrufe also trotz Eintrags in Robinsonliste & Co. mehrmals wöchentlich; ich lege dann meist entweder direkt auf oder bitte um Löschung meiner Nummer. Es ist also eine…

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    Ein Boot für die Rettungsschwimmer der Insel Chios. BITTE SPENDET!

    Liebe Leser, Ihr werdet gebraucht. Natürlich auch hier von Euren Familien und Chefs und Freunden und Ehrenämtern … aber jetzt ganz akut als Unterstützer für ein im wahrsten Wortsinne lebenswichtiges Projekt. Der bewundernswert nimmermüde Verein Kinder auf der Flucht e.V., in dem meine guten Freunde Petra und Tilman Tag und Nacht im Einsatz sind, möchte ganz, ganz am Anfang der schrecklichen Schicksalskette zahlloser Flüchtlinge* ansetzen. Geplant ist die Anschaffung eines zweiten, gebrauchten Rettungsbootes, mit dem ehrenamtliche Rettungsschwimmer nun auch vor der Insel Chios Ertrinkende hoffentlich rechtzeitig erreichen können. Ein Boot für das „Team Lesbos“ konnte kürzlich mithilfe von Spenden bereits finanziert werden und ist unablässig im Einsatz. Leider sieht es…

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    Der EDEKA-Weihnachtsspot. Genial oder daneben?

    Mich würde mal Eure (werbeprofessionelle und private) Meinung zum neuen EDEKA-Weihnachtsspot interessieren. Denn ich als Werberin sage: … ein Geniestreich. Auch wenn ich bezweifle, dass dadurch direkt mehr Einkäufe generiert werden. Markenimagestärkung natürlich top. Als Mensch hingegen sage ich: … Grässlich. Geht gar nicht. Wie können die nur?! Und das nicht, weil ich solche (wahren, aber schlimmen) Botschaften nicht aushalte. Einfach weil es einen Step zu krass ist, mit den tiefsten inneren Ängsten zu „spielen“ und zu manipulieren. Wäre ich eines der erwachsenen Kinder im Spot, ich wäre auf den Vater sowas von stocksauer – auch wenn ich mich ertappt fühlen würde, klar. So richtig funktioniert die Botschaft nämlich dann…

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    Über Missgunst, Neid und Häme.

    Schon lange treiben mich Gedanken rund um Missgunst, Neid und Häme um und nun ist es aus bestimmten Gründen Zeit, endlich darüber zu schreiben. Zunächst ein bisschen Etymologie: Das Wörterbuch bezeichnet Missgunst als „Haltung, in der man jemandem etwas nicht gönnt“ – einleuchtend, wenn man bedenkt, dass die Gunst nichts weiter ist als das Substantiv (genauer: Verbalabstraktum) des Verbs Gönnen. Im Vergleich zu ihrem ebenso unsympathischen Bruder, dem Neid, grenzt sich Missgunst vor allem durch Aspekte der Hierarchie und des Ziels ab: Neidisch ist man auf etwas, das einer meist höher gestellten Person oder Gruppe gehört und das man selbst gern hätte. Das können materielle Dinge sein, aber auch andere Werte…

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    Witwenschütteln. Berichterstattung in Zeiten von BILD-„Intelligenz“.

    Der Absturz der Germanwings-Passagiermaschine 4U9525 am 24. März 2015 hat die Welt aufgewühlt. Vorherrschend sind Gefühle von Trauer, fassungslosem Entsetzen, Hilflosigkeit, Angst und Wut auf den eventuellen Verursacher der Tragödie. Doch als wäre der Flugsteugabsturz, der 150 Menschen das Leben kostete, nicht schrecklich genug, offenbaren sich in der Berichterstattung die tiefsten stinkenden Sümpfe menschlichen Seins. Da wurden „Experten“ bereits zu einem Zeitpunkt befragt, zu dem sie noch keinerlei Aussagen machen konnten, nur damit irgendjemand irgendwas sagt. Die Folge: wilde Mutmaßungen ohne jeden Rückhalt, die man sich ebenso sparen kann. Nutzen für den Fortgang der Ermittlungen oder den Trost Hinterbliebener: null. Da werden, pietätlos wie immer, Bilder von weinenden Angehörigen gezeigt,…

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    Willkommen im Jahr 1950 … ach nee, 2015. Die ALTE LEIPZIGER lädt ein zur Zeitreise.

    Dass das Versicherungsunternehmen ALTE LEIPZIGER nicht umsonst ein Adjektiv im Namen trägt, das pure Verstaubung impliziert, zeigt sein neuester „Geniestreich“: zwei Erklärvideos zu den Themen Berufsunfähigkeit und Privathaftpflicht. Wir möchten vor dem Lesen des hervorragenden Blogposts meiner Kollegin Birte Vogel kurz innehalten, auf den Kalender schauen und uns versichern (gnihi! „versichern!“), dass wir tatsächlich das Jahr 2015 schreiben. Und nun stelle ich Euch kurz die Hauptdarsteller der zwei Filmchen vor, an denen sich gerade zu Recht die Gemüter erhitzen: – DER VATER (selbstverständlich !!! Alleinverdiener, respektabel schnauzbärtig und pullundertragend, anpackend, alleswissend, an alles denkend, streng-aber-gerecht, in Erziehungsdingen DIE INSTANZ, wie sich das eben für einen deutschen Familienvater gehört) – DIE…