Ehrlich, was würden wir ohne das Internet tun? Wir hätten zum Beispiel nie von diesen entzückenden Post-its in Form von Grashalmen erfahren. Wie grässlich! Denn hallo: Muss man die haben oder muss man die haben?! Ich jedenfalls klickte eine Zehntelsekunde nach Entdeckung auf den “Bestellen”-Button, um mich (und meine lieben Kunden in der Weihnachtspost) damit zu beglücken.

Nie wieder möchte ich ohne Bücher sein, aus deren interessantesten Seiten oben grünpapierenes Gras rauswächst. Danke, Lilli Green, dass Ihr diese völlig anderen Post-its aus dem Hause yuruliku in Euren Shop aufgenommen und damit dem deutschen Markt verfügbar gemacht habt!

(70 Grashalm-Post-its aus Recyclingpapier im Format “Mini” kosten bei Lilli Green gerade mal 3,50 €. Weniger als eine bescheuerte Schachtel Zigaretten. Denkt mal drüber nach!)

Allermeistens sind ja die einfachsten Ideen die genialsten. So wie beim “Buchhalter für die Wand” * – einem schlichten Eisenwinkel, der mit leichter Neigung nach oben an die Wand geschraubt wird. Er dient gleichzeitig als Lesezeichen und Aufbewahrung der aktuellen Lektüre. Wenn ich also eine Lesepause mache/machen muss, werfe ich SCHWUPP! meinen Schmöker mit dem Rücken nach oben auf den Buchhalter. Da kann er dann rumhängen, bis ich wieder Zeit zum Lesen habe. Wie ich das finde? Großartig. Deshalb steht das Dings auch schon auf meinem Weihnachts-Wunschzettel.

* gefunden bei connox, wo man sich natürlich auch in den anderen Kategorien dumm und dämlich kaufen kann. Internet, du Teufelszeug!

Und dann ist da dieses coole, ambitionierte, wunderbare Projekt von Melanie Voss und Philippe Wyssen, das www.fuenfbuecher.de heißt.

Das Projekt ist deshalb cool, weil es auf entzückende Weise Lust auf Bücher macht. Es ist deshalb ambitioniert, weil reichlich Herzblut* der beiden Initiatoren drinsteckt. Es ist deshalb wunderbar, weil Menschen wie Du und ich und er und sie und Ihr und wir ihre fünf Herzensbücher vorstellen und man sie (die Bücher, nicht die Menschen) danach dringend haben muss. Was wiederum deshalb – aber nicht nur deshalb – genial ist, weil alle über diese Seite generierten amazon-Käufe einem sozialen Zweck zu Gute kommen, hinter dem man stehen kann.

Ja, dieses fünfbücher-Dings ist eine großartige Sache. Dass man in einem Augenblick geistiger Umnachtung auch mich eingeladen hat, meine 5 Leib- und Magenbücher zu präsentieren, ändert daran auch nichts weiter.

Lilian Kura mit ihren 5 Lieblingsbüchern im Arm

* Isabel Bogdan schrub darüber, warum das so verdammt viel Arbeit macht. Ich finde, Ihr solltet das lesen.

Leute, es ist Liebe.

Klar, es gibt viele tolle MacBook-Hüllen und Macbook-Taschen und MacBook-Cases. Aber keines nimmt das “Book” im MacBook so wunderbar wörtlich wie das BookBook. Hältste nicht aus! Das ist ja wohl SO schön!

Das BookBook sieht aus wie ein großes Buch, beheimatet aber ein 11”/13” MacBook. Oder ein MacBook Pro. Oder ein MacBook Air. Sogar fürs iPad2 gibt es ein Modell. Einzig weiße MacBooks scheinen eine Abfärbeproblematik mit dem Innenfutter zu haben … aber meins ist ja nicht weiß, also könnte ich doch …? Findet Ihr nicht auch?

Mit dem Preis von maximal 99 Dollar könnte ich leben, aber was lese ich da? Lieferung nur innerhalb der USA? Relax. Denn zum Glück gibt’s ja amazon – da bekommt man die meisten Modelle auch bei uns. Puh!

(Fotos von www.twelvesouth.com)

(Und Julia Dombrowski fand es übrigens zuerst.)

UPDATE: Das BookBook gibt’s jetzt auch in klitzeklein als Vintage-Hülle fürs iPhone. Hachja, eine Reise durch die Zeiten!


Nicht jeder Mensch wird mit einem perfekten Chromosomensatz geboren. Einer der häufigsten Chromosomendefekte ist die Trisomie 21, auch Down-Syndrom (früher: Mongoloismus) genannt. Die Diagnose ist für werdende Eltern meist ein Schock; nicht jeder kann sich das Leben mit einem Kind vorstellen, das sowohl im Aussehen als auch in der Entwicklung aus der Reihe tanzt. Fakt ist aber: “Downies” sind zu einem überwältigenden Teil echte Sonnenscheine, die das Leben aller Beteiligten, trotz mancher Einschränkungen, bereichern und mit ihrer positiven Lebensfreude viele Herzen im Sturm erobern.

Auch ich, wie wahrscheinlich die meisten, hatte trotzdem immer irgendwie Angst, uns “könnte das passieren”. Auch Mitleid mit mir bekannten “Betroffenen” war schon mal drin (Seite an Seite mit Ehrfurcht vor ihrer elterlichen Leistung). Ein Down-Kind haben, uh, wie heftig – ob ich das wohl könnte?

So dachte ich bis gerade eben. Bis ich über das Blog der Stuttgarter Fotografin Conny Wenk stolperte. Sie ist selbst Mutter einer Tochter mit Trisomie 21, und sie hat ihr großartiges Fotografie-Projekt nicht umsonst “A little extra” getauft. Das überzählige Chromosom als Zusatzfeature, nicht als Fehler … was für ein wundervoller Gedanke! Nicht vorstellbar, dass auch nur eines dieser Kinder abgetrieben worden wäre. Was für ein Geschenk sie doch sind.

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Ich verehre Mark Twain. Und das nicht nur wegen Tom Sawyer und Huckleberry Finn, nein – spätestens nach dem Lesen seines wundervollen pointiert-witzigen Essays “Die schreckliche deutsche Sprache” (hier nochmal im englischen Original, kaufbar z.B. in einer tollen zweisprachigen Ausgabe) hänge ich an jedem seiner Worte. Mark Twain hat einen Schreibstil, der ungemein mitreißend ist, intelligent und schlichtweg wundervoll. Neben Ephraim Kishon und (herrjeh, dazu muss ich auch irgendwann noch bloggen!) Stephen King ist Mark Twain für mich ein Quell unerschöpflicher Schreibkunst und ein großes Vorbild.

Das Genie Mark Twain ist seit 100 Jahren tot. Trotzdem stürmt er in den USA gerade die Bestsellerlisten – mit dem ersten Teil seiner Autobiographie, die als Dreiteiler geplant ist.

marktwain

Rund 5000 Seiten Leben hatte Mark Twain vor seinem Tod einem Freund übergeben mit der Auflage, frühestens nach 100 Jahren (yeah, das ist heute!) damit an die Öffentlichkeit zu gehen.  760 unzensierte Seiten davon liegen nun vor, weitere werden folgen. Endlich kann man nachlesen, was Mark Twain selbst über vieles dachte, wie er wirklich lebte und was ihn inspirierte! Derzeit muss man dazu noch des Englischen mächtig sein, denn die deutsche Ausgabe der Mark-Twain-Autobiographie ist noch nicht erschienen. Mich persönlich stört das aber nicht die Bohne, denn Mark Twain ist auf Englisch und Deutsch gleichermaßen die helle Lesefreude.

Und bevor ich’s vergesse: das Ganze gibt es auch als Hörbuch, oho!

Wenn das mal nix für den Wunschzettel ist … bei mir steht’s jedenfalls drauf. ;)