Subversive Häkelkunst.

Man hört ja jetzt überall davon: „Guerilla knitting“ * (öffentliches Be-Stricken von Objekten) und „Guerilla crocheting“ (dasselbe mit Häkeln) sind voll im Trend. Man nennt diese Form der Straßenkunst auch „gehäkeltes Graffiti“, und das trifft es doch ziemlich genau. Ich finde das ja prima, denn unsere Städte können weiß Gott ein bisschen Farbe und Frechheit vertragen! So wie hier in Oldenburg, gefunden von der Betreiberin des Blogs „Strickmasche“:

Die Chicagoer Künstlerin Crystal Gregory hat nun mit Häkelnadel und Garn eine besonders schöne Botschaft gesetzt. Ihre Installation „Invasive Crochet“ hält der kalten Brutalität von Stacheldrahtrollen und Maschendrahtzaun zarteste Häkelspitze entgegen.

Quelle: www.crystalgregory.org

Trostlose Zäune um Wohnsilos findet die Künstlerin auch scheiße und verpasst ihnen kurzerhand bunte Häkelklamotten:

Quelle: www.crystalgregory.org

Das Ergebnis ist – jedenfalls bei mir – irgendwas zwischen Lächeln, Staunen und sehr großer Nachdenklichkeit. Und damit hat Crystal Gregory ihr erklärtes Ziel ja auch schon erreicht:

„I am invested in the history and traditions of craft, subversively using functional object to explore and question social systems.“

* Weitere dolle Links zu Urban-Knitting- und Urban-Crocheting-Projekten sind übrigens gern gesehen! Also postet in den Kommentaren, was das Zeug hält, okay?

One Comment

  • Cemal

    Ich finde, dass das eine Stadt noch viel besonderer macht, wenn Guerilla Knitting Anhänger unterwegs sind!
    Ich freu mich jedesmal, wenn ich nur das kleinste bunte gehäkelte Etwas in der Stadt erblicke 🙂
    Liebe Grüße!

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