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Street Art? I like.

Street und Guerilla Art sind ja Kunstrichtungen, die mir voll in den Kram passen. Gerade heute stieß ich wieder auf eine Seite, die besonders coole Street-Art-Projekte auflistet. Meine Bewunderung für die Kreativität dieser Künstler ist grenzenlos, denn wer bitte kommt schon auf die Idee, eine kaputte Mauer mal eben mit Lego-Steinen zu ergänzen?

Wer “spitzt” herumliegende Baumstämme und färbt sie so ein, dass sie wie riesige Buntstifte aussehen?

Wer schnappt sich bunte Wolle und Stricknadeln und umstrickt mal eben den nächsten Baum?

Wunderbar der Blick für die kleinen Dinge – wie hier, wo ein wellenförmiger, vom Wasserschaden verfärbter Riss in einer Mauer als Düne interpretiert wurde. Und wo Dünen sind, sind Kamel-Karawanen … logisch, oder?

Ein Grasbüchel kann durchaus mal als Schamhaar durchgehen, findet dieser anonyme Künstler. Warum auch nicht?

Bewegend wird es überall dort, wo Street Art nicht nur rein unterhaltsam ist, sondern eine Aussage transportiert. So wie dieser Mülleimer vor einer Burger-King-Filiale, aus dessen Einwurfschlitz die traurigen Augen eines offenbar hungrigen Kindes blicken. Da kann einem der Hunger schon mal vergehen:

A propos “Kinder”, “Hunger” und “gutes Herz”: Diese Themen inspirierten auch das Wandbild einer Mutter, die genervt ihr Kind an einem Bettler vorbeizieht – während das Kind sich nochmal umwendet und dem Bettler seinen Lolli anbietet.

Und dann sind da Kleinigkeiten für den Comic-Fan. Ich zum Beispiel kicherte entzückt beim Anblick dieses Calvin-und-Hobbes-Gespanns, das mit seinem Rollwägelchen ein Treppengeländer runtersaust:

Lasst uns zum Schluss ein bisschen über den Sinn des Lebens philosophieren:

Jedes einzelne dieser Bilder hat eine eigene Geschichte und einen ganz eigenen Charme. Jedes ist auf seine Art meisterlich ausgeführt. Man bestaunt die kleinen und großen Kunstwerke, findet immer wieder neue Details darin und genießt sie in einem Umfeld, wo man sie nicht erwartet. Die Künstler bleiben meist anonym – was ebenso schade wie spannend ist. Das macht Street Art für mich so besonders.

Quelle: Alle Bilder stammen von der Seite tout-bon.com aus dem Artikel “Best of street art 2011”, der manche Motive wiederum von www.streetartutopia.com bezieht.

5 Comments

  • Frau Frosch

    Wunderschön! Davon sollte es viel mehr geben- und man sollte die Künstler definitiv mal auf deutsche Spielplätze loslassen, denn selbst da, wo es fröhlich und bunt sein sollte, herrscht viel zu viel Tristesse…

  • Fantasy

    Calvin und Hobbes rutschen das Geländer runter? Fantastisch! Ohnehin gut graue Städte mal ein wenig zu verschönern 😉

  • albertosaurus

    Hallo Fr. Textzicke;)
    bin durch twitter auf diese Seite gestossen.
    Ein sehr schöner Beitrag, der Lust auf mehr macht.
    Danke

  • Thomas

    Das ist ne klasse Fotoserie, hab ich so noch nie gesehen. Und auch noch gut kommentiert! *g*
    Vielen Dank fürs Zeigen!

    Internette Grüße
    Thomas

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