Als wĂ€re meine nunmehr 7 Jahre wĂ€hrende Mitgliedschaft im weltbesten Netzwerk Texttreff nicht schon GlĂŒck genug, habe ich darin auch noch unzĂ€hlige tolle Frauen kennengelernt. Wie jedes Jahr haben wir auch 2012 wieder eine Blogwichtelei veranstaltet. Und wer zog das große Los, von der fabelhaften Heide Liebmann bewichtelt zu werden? ICH! Ätsch.

Als Positionierungs-Coach und Autorin hat sich Heide lĂ€ngst einen Namen gemacht. Auf Twitter kennt man sie unter dem Titel ihres erfolgreichen Ratgebers @nasenfaktor. Menschlich ist sie nicht zu toppen. Und ihre Lache sollte sie sich patentieren lassen – die kann nĂ€mlich Tote aufwecken (womit ich ausdrĂŒcklich meine, dass die freiwillig aufstehen, weil sie Angst haben, den grĂ¶ĂŸten Spaß der Welt zu verpassen). 😉

Die gute Heide also hat sich Gedanken zum Thema „Zitierwahnsinn“ gemacht. Und die copypaste ich jetzt feierlich hier hin: –>

Wider den Zitate-Wahnsinn! [von Heide Liebmann]

Erst gestern wieder auf Facebook: Der inzwischen gefĂŒhlt tausend Mal gelesene Spruch von Galileo Galilei „Man kann einen Menschen nichts ‹lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ (Noch schlimmer wird es, wenn die Zitierer den Spruch grammatisch verunstalten Ă  la „Man kann einem Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selber zu entdecken.“ *grusel*).

Waaah! Wenn ich das noch einmal auf irgendeiner x-beliebigen Berater-Homepage lese, bekomme ich ganz sicher einen ĂŒblen Schreikrampf. Vor 10 Jahren waren solche SinnsprĂŒche auf der Homepage vielleicht noch modern, heute sind sie meist nur noch peinlich. Wer selbst nichts Originelles beizutragen hat, versucht eben, sich mit den weisen Worten anderer zu profilieren. Leider geht das oft nach hinten los.

Dabei habe ich grundsĂ€tzlich gar nichts dagegen, hin und wieder einen klugen Aphorismus zu lesen – die Betonung liegt auf „klug“! Auch ein interessantes Zitat, das ich nicht schon unzĂ€hlige Male gelesen habe, dazu gefĂ€llig bebildert, dulde ich durchaus auf meiner Facebook-Timeline. Aber Zitate-Spam, meine tĂ€glich Dosis Weisheit gib mir heute, darauf verzichte ich gerne.

Obwohl ich gestehe, dass ich schon manchmal ĂŒberlegt habe, ob ich nicht auch 
 Denn noch immer gibt es jede Menge Leute da draußen, die das anscheinend schick finden und weiter teilen und teilen und so möglicherweise fĂŒr eine höhere Bekanntheit der Zitate-Verteiler sorgen. WĂ€re es also aus Marketingsicht vielleicht sogar angebracht, selbst zum Instant-Guru zu werden und wohlfeile Zwei-Zeilen-Impulse zu verbreiten?

Eine Anfrage in mein Netzwerk ergab da eine eindeutige Antwort: Bloß nicht! Könnte sein, dass ich da mit Menschen verbandelt bin, die eher gute eigene Ideen zu schĂ€tzen wissen statt wiedergekĂ€uter SprĂŒche. Gut so.

Denn wie sagte bereits Pablo Picasso? „Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale.“ QED.

😉

2 Kommentare zu “Ich wurde beblogwichtelt: Heide Liebmann wider den Zitate-Wahnsinn.”

  1. Mein JahresrĂŒckblick 2012 | Heide Liebmann sagt:

    […] Sie sich ein Strategisches Netzwerk aufbauen und darf mich auf dem Blog der Textzicke Lilian Kura Wider den Zitatewahnsinn austoben. Und zu guter Letzt nehme ich auch teil an der Adventsaktion meiner sehr geschätzten […]

  2. Textzicke. Das Blog. » Archiv » “Twitter rockt!”. Ein Twinterview mit der @Textzicke. Also mit mir. sagt:

    […] Rahmen der Blogwichtelei des Texttreff wurde nicht nur mein Blog reich beschenkt. Nein, auch ich durfte/sollte/wollte meine Wichtelpartnerin Daniela Wochnik (bzw. ihr Blog) […]

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