Flashmob mit Grieg. In der U-Bahn. <3

Im April 2012 erlebten die Mitfahrer einer ganz bestimmten Kopenhagener Bahn eine wunderbare Überraschung: Das Sjællands Symfoniorkester (Sinfonieorchester Kopenhagen) stimmte, zunächst als normale Fahrgäste getarnt, zwischen zwei Haltestellen einfach mal eben das „Morgenstimmung“-Thema aus Edvard Griegs „Peer Gynt“ an (Suite No. 1, op. 46 – für mich eines der schönsten Musikstücke der Welt.

Seht Ihr die Gesichter der Menschen? Wie glücklich es sie macht, so beschenkt zu werden? Wie bei 0:45 sogar der junge Coolboy seine Kopfhörer ablegt und lauscht? Die alte Dame bei 0:49? Die junge Frau bei 0:50? Und die ältere Frau bei 1:05, die fast weinen muss vor Freude? Der Mann, der bei 1:55 spontan anfängt zu dirigieren?

Musik macht das mit uns.

Danke, liebes Radio – denn hinter dieser wunderschönen Flashmob-Idee steckt der dänische Klassiksender Radio Klassisk. Gute Werbung. Hut ab!

5 Comments

  • Jens Arne Männig

    Die unter dem Stichwort Flashmob in die Social-Media-Kanäle gestreuten Werbefilmchen des Sjællands Symfoniorkester scheinen wohl als Teil des festen Marketingprogramms zu etablieren. Die im Bahnhof im letzten Jahr hat allerdings weit mehr Echo gefunden als dieses Mal. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die bereits im Herbst 2010 veröffentlichte Probe zur aktuellen Aktion in der U-Bahn. Die Werbefilme sind ordentlich inszeniert und sauber produziert. Ein glaubwürdiger Flashmob ist meines Erachtens allerdings etwas anderes.

  • textzicke

    Hej Jens,
    Du hast Recht – ein richtiger „Flashmob“ ist sicher etwas anderes, Nichtkommerzielles. Das hier ist eher „Guerilla Marketing“, oder? *kopfkratz*
    Hier habe ich den Begriff aber bewusst aus SEO-Gründen gewählt, weil die breite Masse (muah! DEINE MUDDER!) für diese Art von Werbung den Begriff „Flashmob“ wählen würde. Gewieft, gell? 😉

  • Andrea

    Schön. 🙂 So was dürfte mir ruhig auch mal unterkommen, aber dann müsste hier erst noch ne U-Bahn gebaut werden. 😉

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