Du darfst. (Also: gute Slogans machen.)

„Fuck the diet“ lautet der neue Slogan der Magermarke du darfst. Er tritt damit die Nachfolge des Claims „Ich will so bleiben, wie ich bin“ an, der zwar angeblich zu den nachhaltigsten Werbesprüchen zählt, auf mich aber immer einen eher … sagen wir’s mal diplomatisch … ironischen Eindruck machte. Anders konnte ich mir die Botschaft jedenfalls bislang nicht erklären.

Denn hallo, natürlich wollen sich die Käuferinnen und Käufer von Light-Zeugs eben nicht so bleiben, wie sie sind! Sonst würden sie die großteils geschmacksneutralen Produkte wohl kaum in den Einkaufskorb packen. Sag ich jetzt mal so. Von der Sinnhaftigkeit einer fettreduzierten und süßstoffgepimpten „Ernährung“ wollen wir jetzt mal gar nicht reden. Und von der daraus resultierenden Geschmacksknospen-Dürre erst recht nicht.

Aber hey, Ihr da von du darfst: Rettung naht! Eine wonneröllchenbewehrte Texterin ohne Spocht und Radl, dafür aber mit umso mehr Hunger auf echtes, leckeres Essen, eilt Euch zur Hilfe in der Not! Hier ist mein Slogan-Vorschlag, der wenigstens ehrlich ist und keine falschen Erwartungen nährt (höhö, „nährt“):

[Für meine sehbehinderten Leser: Man sieht einen Tweet von mir mit dem Text „Hallo, Ihr da von „du darfst“. Viel ehrlicher als „Fuck the diet“ wäre doch „Ich will so bleiben wie ich bin – du darbst!“ #Textercontent]

One Comment

  • Sarah

    Fuck the diet ist viel zu hart – die können doch auch anders werbung machen… Wenn die sagen: Fick die Diät – geht das dann auch?

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