Buch-Rückruf. Der Fehler wegen.

Ei, ei … da hat sich der US-amerikanische Verlag HarperCollins ein Ding geleistet. Satte 80.000 Exemplare des Romans „Freedom“ von Jonathan Franzen holte man hektisch wieder aus den Bücherregalen – weil schlicht zu viele Fehler drin sind! Angeblich hat der Schriftsetzer eine unkorrigierte Fassung gedruckt. Das könne mal passieren, sagten sie, obschon es peinlich sei, aber man möge nun bitteschön das Buch erst recht kaufen, denn es sei einfach total großartig. Der Autor selbst bat darum, die fehlerhafte Ausgabe nicht zu lesen und noch eben den Neudruck abzuwarten; die bereits verkauften 8.000 Mängelexemplare dürfen kostenlos umgetauscht werden. Mit der Auslieferung der korrekten Version rechnet der Buchhandel spätestens nächste Woche.

Hm. Bin ich die einzige, die hier aufgrund eines angeboren bösartigen und intriganten Charakters 🙂 einen Marketingstreich wittert? Naja, vielleicht bin ich auch nur paranoid.

Und lustig finde ich in diesem Zusammenhang, dass Jonathan Franzen mit einem Roman namens „Die Korrekturen“ bekannt geworden ist. Das Leben hat manchmal einen sehr feinsinnigen Humor. 😉

cover_freedom_jonathan_franzen

 

3 Comments

  • Antje

    Na, wie schön, dass ich das fehlerhafte Buch nicht lese, sondern höre – wie jetzt gleich beim mittaglichen Hundespaziergang am See :))

  • stricktier

    nur 8000 verkaufte kann ich nicht glauben. ich bin gestern auch über die meldung gestolpert. ja, das buch ist gut, ich bloggte vor kurzem darüber, hier ungefähr http://www.denkding.de/?p=2705 es hat allerdings auch unfassbare schwächen (etwa, die, dass es das einzige buch ist das ich kenne, worin sich ein paar für genau sechs jahre trennt, und dies nur deswegen macht, weil der autor unbedingt einen OBAMA aufkleber auf der stoßstange des einen ehepartners platzieren will, aber nicht auf die anderen politischen lagen (irakkrieg oder frau lewinsky) verzichten möchte).

  • Anja Heppelmann

    Wie ich hörte, sind auch in Ken Folletts neuem Schinken zwei derbe Klöpper drin – wurde aber trotzdem nicht zurückgerufen; es wird aber auf eine korrigierte Zweitausgabe spekuliert …

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