Flashmob mit Grieg. In der U-Bahn. <3
9. Mai 2012
Im April 2012 erlebten die Mitfahrer einer ganz bestimmten Kopenhagener Bahn eine wunderbare Überraschung: Das Sjællands Symfoniorkester (Sinfonieorchester Kopenhagen) stimmte, zunächst als normale Fahrgäste getarnt, zwischen zwei Haltestellen einfach mal eben das “Morgenstimmung”-Thema aus Edvard Griegs “Peer Gynt” an (Suite No. 1, op. 46 – für mich eines der schönsten Musikstücke der Welt.
Seht Ihr die Gesichter der Menschen? Wie glücklich es sie macht, so beschenkt zu werden? Wie bei 0:45 sogar der junge Coolboy seine Kopfhörer ablegt und lauscht? Die alte Dame bei 0:49? Die junge Frau bei 0:50? Und die ältere Frau bei 1:05, die fast weinen muss vor Freude? Der Mann, der bei 1:55 spontan anfängt zu dirigieren?
Musik macht das mit uns.
Danke, liebes Radio – denn hinter dieser wunderschönen Flashmob-Idee steckt der dänische Klassiksender Radio Klassisk. Gute Werbung. Hut ab!
Absurde Suchbegriffe, Teil 4.
7. Mai 2012
Uuuuund weiter geht’s mit Folge 4 der absurd-komüschsten Blog-Suchbegriffe. Als da wären:
Siri warum hau ich mir mein Handy ins Gesicht: Ja, äh, nun … “aus Gründen” vermutlich? Bleibt vielmehr die Frage: Hat’s denn geholfen?
Kunst Bilder mit echt Schamhaar: Kopfkino! Isch möschte das nischt! Aber schließlich trat bei “Supertalent” ja auch schon mal ein Typ auf, der mit seinem Penis Bilder malte. Die Welt ist, äh, “bunt”.
ne ne is nix passiert zicke zacka text: Hier auch alles okeh! Na gottseidank, was? Hahaha! (WTF?)
Oma Strumpfhose Fotograf: LAALAAAAALAAAAA!!!! [Hier fest auf die Ohren gepresste Hände und zugekniffene Augen imaginieren]
Tyrannentum in der Ehe, was tun?: Ich kenne da (leider) ein paar Leute, die Dir mit tollen Tipps weiterhelfen könnten! Also: aus “aktiver” Sicht. Weil die “Passiven” sich diese Frage nämlich auch täglich stellen, während sie versuchen, ihre Veilchen und Schrammen zu überschminken. :-/
zicke was bedeutet of türkei?: Ich glaube, die essen das da. Also: Zicklein. In der Türkei. Kommt mir allerdings nicht auf den Tisch. Die niedlichen Zicklein! Neenee.
FUCK THE DIET grammatikalisch falsch: Mein lieber Anfrager, das ist nicht nur grammatikalisch, sondern so richtig rundherum total und völlig falsch. Nämlich.
Steinbutt komischer Geschmack: Da mein letzter Kontakt mit Butt in einer Lebensmittelvergiftung beinahe tödlichen Ausgangs gipfelte, möchte ich das Thema bitte schnell beenden. Danke und bis zum nächsten Mal. Schüss.
To be continued …
Selbstbewusstsein: rockt.
27. April 2012
Schön, wenn Bewerber mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet sind. Für einen “Office Manager” ist das ja – neben all den anderen Superkräften, die dieser ominöse Roanald Dvorak besitzt – schon mal ne gute Voraussetzung. Ein bisschen Angst hätte ich vor ihm allerdings schon, wenn seine Bewerbung in mein Postfach geflattert wäre. Aber neugierig wäre ich in jedem Fall.
Dennoch: Mehr selbstbewusste Bewerbungen braucht die Welt! “Frech kommt weiter”, sagt man doch immer. TSCHAKKA!

Quelle: www.uselesshumor.com
Kette. Mit Blindtext.
26. April 2012
Gesehen, gewollt, gekauft – so einfach geht das manchmal. Aktuell passiert mit dieser Kette, an der, aus schwarzem Acrylzeugs gesägt, zwei kleine Worte hängen: “LOREM IPSUM”. Menschen außerhalb von Texterei oder Designgewerbe werden das zwar nicht kapieren, aber mein Herzchen pochte laut, sobald ich das Schmuckstück mit dem Blindtext erblickte. Hach!
Zum Welttag des Buches: Mascha Kaléko. Von mir. Für Euch.
19. April 2012
Dass Lesen bildet, neue Welten eröffnet und den intellektuellen Horizont erweitert, steht ja unbestritten fest. Dass leider viel zu wenige Menschen diese wertvolle Reise in die Welt der Bücher machen, leider auch. Deshalb feiern am 23.04.2012 die Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und deutsche Buchverlage den “Welttag des Buches 2012″. Bereits zum 16. Mal wird es im Rahmen des Aktionstages in Buchhandlungen, Schulen, Verlagen und Bibliotheken ein wahres Lesefest der “Lesefreunde” geben, das am Abend des 23. April in Hamburg mit der “Weltnacht des Buches” abschließt. Die Initiatoren hoffen, durch die ganze Aktion die Freude am Lesen weiterzutragen … bestimmt mit Erfolg.

Auch ich habe mich seinerzeit als Lesefreund registriert und aus einer Liste von 25 Titeln den Gedichtband “In meinen Träumen läutet es Sturm” von Mascha Kaléko ausgewählt. Heute holte ich aus der Starnberger Bücherei ein Paket mit 30 Sonderdrucken dieser großartig feinsinnigen Lyrik ab – die ich jetzt einfach so (!) verschenken darf und soll.

Und da habe ich an Euch gedacht, meine lieben Leser. Denn meine Liebe zu Büchern und Mascha Kaléko möchte ich am liebsten in die ganze Welt hinausschreien. Je mehr Menschen lesen, desto besser!
Alles, was Ihr tun müsst, ist dies: Schreibt bis zum 27.4. (!) einen Kommentar unter diesen Artikel und parallel eine eMail mit Eurer Anschrift - die Adresse findet Ihr im Impressum. Ich werfe alle Namen in einen Hut und ziehe am Abend des 27. April 15 Gewinner. Dann tüte ich 15 der 30 Mascha-Kaléko-Bücher als Büchersendung ein (Porto geht auf mich) und hoffe, Euch damit ein Stück wirklich gute deutsche Lyrik nahe zu bringen.
Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer!
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UPDATE: And the winner is … IHR ALLE! Denn ich habe hier 16 Kommentare auf 15 zu verlosende Bücher – und wegen eines Exemplars “außer der Reihe” werde ich sicher nicht einen einzelnen Leser leer ausgehen lassen. Ich lege also einfach noch eins drauf und versuche, die Sendungen noch vor meiner Abreise zur re:publica am Mittwoch auf den Weg zu bringen. Wer mir seine Adresse noch nicht zukommen ließ (und das waren – ts, ts! – einige!), möge dies bitte schnellstmöglich nachholen. Denn ohne Adresse kein Päckchen. Klar, ne?
Viel Spaß Euch allen beim Lesen!
Regielogik à la “Titanic”.
18. April 2012
Irgendwas hatte mich doch immer gestört an dieser zwar waaahnsinnig romantischen, aber furchtbar traurigen Szene aus “Titanic”. Ihr wisst schon: Die, in welcher der schöne Jack Dawson *schmacht* im Eiswasser erfriert/ertrinkt, weil Rose (auch schön, wenn auch etwas derangiert) im Abendkleid das schwimmende Wrackteil okkupiert. Irgendwas war doch faul an der ganzen Katastrophenromantik. Aber was?
Na das:

Quelle: http://lolsnaps.com/news/21594/0/
[Für meine sehbehinderten Leser und alle anderen, denen Jacks Tod schon immer so unnötig vorkam wie mir: Es handelt sich hier um eine Serie aus 6 Bildern. Oben links: Original-Screenshot aus "Titanic" (Jack klammert sich, im Eiswasser paddelnd, sterbend an die Schranktür, auf der Rose zwar nass, aber sicher liegt). Oben rechts: Die Schranktür ist mit Tatort-Klebeband als Umriss maßstabsgetreu auf den Fußboden geklebt. Darin/darauf liegt eine junge Frau in Rose-Pose, ein junger Mann baumelt außerhalb des Umrisses - also im Wasser - herum. Alle anderen Bilder: Derselbe Umriss ... und 4 Beweise, dass durchaus 2 Personen auf der bescheuerten Tür hätten überleben können: a) auf dem Rücken liegend mit den Köpfen in verschiedene Richtungen zeigend, b) in - öhm - "eindeutiger" Pose (das wäre auch noch schön warm gewesen!), c) Karten spielend im Schneidersitz (gnihihi!) und d) sofaähnlich lümmelnd.]
