Wem diese Headline bekannt vorkommt, der hat vermutlich schon vorletztes Jahr an meiner Buchverlosung zur “Aktion Lesefreunde” am Welttag des Buches 2014 teilgenommen.
Auch 2014 ist es wieder soweit: Deutsche Buchverlage, der B├Ârsenverein des deutschen Buchhandels und die Deutsche Post stellen Zehnerpakete von Sonderdrucken ausgew├Ąhlter Titel zur Verf├╝gung, die registrierte Buchschenker dann frei – ├ťberraschung! – verschenken d├╝rfen.

WDB2014_Lesefreunde_23APRIL

Dieses Jahr habe ich mich als Schenker f├╝r das Buch “Die Korrekturen” von Jonathan Franzen beworben. Ich kenne das Buch selbst nicht, aber auf www.fuenfbuecher.de haben mittlerweile so viele Leute davon geschw├Ąrmt, dass ich blind danach griff. :)

Franzen_Korrekturen

Und was soll ich sagen: Weil ich ein Gl├╝ckspilz bin, w├Ąhlte man mich tats├Ąchlich aus und heute hole ich mein B├╝cherpaket in der Gautinger Gemeindeb├╝cherei ab, nur um die Franzens dann mit vollen H├Ąnden zu verschenken. Sinn der Sache ist, Menschen f├╝r Literatur zu begeistern, die vielleicht sonst nicht so auf die Idee kommen w├╝rden, zu lesen. In meiner direkten Umgebung fallen mir da gleich einige ein – aber 5 meiner 10 “Korrekturen” verlose ich dennoch, und zwar hier, unter allen Kommentaren zu diesem Blogpost, und da ist es mir wurscht, ob Ihr sowieso schon Leseratten seid oder nicht. Kommentiert also, was das Zeug h├Ąlt, Leute!

Die Deadline setze ich voller Willk├╝r zum 1. Mai fest. Alle Kommentare, die bis 1. Mai 2014, 20 Uhr, hier eingehen, kommen in einen Pott und ich ziehe daraus den Gewinner. Bitte sorgt daf├╝r, dass ich Euch irgendwie erreichen kann, falls Ihr gewinnt – das funktioniert am besten, wenn Ihr parallel zum Kommentar eine kurze eMail an mich schickt (Adresse siehe Impressum), in der Ihr mir Eure Postadresse verratet.

Ich freue mich auf Eure Kommentare und aufs B├╝cherverschenken!

 

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Wenn ich sage, dass ich mich bereits mehrmals durch alle meine B├╝cherregale gelesen habe, ist das nicht gelogen. Der j├╝ngste Internet-Fund erm├Âglicht es jedoch auch Nichtlesern, diesen Satz ohne lange L├╝gennase auszusprechen:┬á“ABC book case” der italienischen M├Âbeldesigner Eva Alessandrini und Roberto Saporiti ist ein B├╝cherregal, das man sogar im leeren Zustand lesen kann. (Und alle jetzt so: “H├ä├ä├ä├ä├ä├ä?”)

Okay, so sieht’s aus: Das B├╝cherregal besteht aus quadratischen Modulen, die jeweils einen Buchstaben bilden. Die Buchstaben werden gebildet aus vertikal und horizontal angebrachten halblangen Zwischenb├Âden, die auch noch als Buchst├╝tzen fungieren. Die urspr├╝ngliche “Satzbau”-Idee dahinter lautet “READ YOUR BOOK CASE”, aber nat├╝rlich kann man auch B├╝cherregale in anderen Formaten und mit ganz anderen, auch l├Ąngeren W├Ârtern zusammenstellen. Ich gr├╝ble noch, welchen Satz ich wohl bauen w├╝rde, h├Ątte ich eine weitere freie Wand und viel Geld ├╝brig. Macht doch mal ein paar Vorschl├Ąge! :-)

Quelle: http://www.saporiti.net/abc-bookcase/

Quelle: http://www.saporiti.net/abc-bookcase/

Hier sieht man, wie die einzelnen Buchstaben-Module gestaltet sind:

Quelle: http://www.saporiti.net/abc-bookcase/

Quelle: http://www.saporiti.net/abc-bookcase/

 

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Aber ob ich mich in diesem Gautinger Friseursalon* gut aufgehoben f├╝hlte? Ich bin mir nicht GANZ sicher. ;) Foto-17 (Nun gut, wir haben hier in Starnberg auch einen Zahnarzt namens Dr. Henker und die urologische Klinik in Planegg geh├Ârt einem Dr. Castringius, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erz├Ąhlt werden.)

*Service-Info: Die eingedeutsche Schreibweise “Fris├Âr” ist laut DUDEN jetzt auch erlaubt, ich finde sie aber ebenso gruselig wie die Zweitschreibweisen “Majon├Ąse” und “Portmonee” und boykottiere sie weitgehend. Wisster Bescheid.

 

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Lange wurde ein Geheimnis drum gemacht, p├╝nktlich zum geplanten Launch am Montag rauchte der Server ab, gestern ging es endlich online: das Twitter-Postkarten-Projekt #Analogbotschaft.

Die Idee ist so einfach wie prima und bedient den schlichten Fakt, dass viele Tweets quasi automatisch Postkartenspruch-Niveau haben. Obendrein ist kein Tweet l├Ąnger als 140 Zeichen. Hallo, optimal f├╝r Spruch-Postkarten? #Analogbotschaft hat die besten Tweets von derzeit 60 Tweet-”Autoren” gesammelt, in eine Handvoll gut durchdachte Grunddesigns gepackt und kategorisiert: Du, Ich, Wir, Ihr, Das Leben, Die Liebe, Der Tod, Grober Unfug, Dialoge und So traurig hei├čen die Schubladen, in denen der geneigte Spruchpostkarten-Fan die passende Karte finden und bestellen kann. Auch die Suche nach Autoren ist m├Âglich – mich findet man zum Beispiel hier. Die Karten sind absolut hochwertig gedruckt und mindestens genauso repr├Ąsentabel wie die Karten, die man aus den allseits bekannten Drehst├Ąndern jeder x-beliebigen Bahnhofsbuchhandlung pfl├╝ckt.
Hier ein paar Beispiele, die mich nat├╝rlich als Hybriden aus “total meschugge” und “Voll-Emo” enttarnen, aber das wussten die meisten vermutlich auch vorher schon, also so what:

Postkarte_Jesus_liebt_Dich

Postkarte_Herzschei├č

Postkarte_CarpeDiem

Ja, ├Ąh, das sind also drei von meinen, aber es gibt noch einige mehr und die kann man hier zum sensationell g├╝nstigen Einf├╝hrungspreis von 0,99ÔéČ/St├╝ck kaufen. Ab 15. Februar 2014 sind es auch blo├č 1,10ÔéČ,aber hey, warum nicht jetzt auf Halde legen f├╝r alle m├Âglichen und unm├Âglichen Gelegenheiten? ;-) Und schaut Euch bitte auch bei allen anderen Autoren um! Es ist wirklich sensationell, welches kreative Potenzial in 140 Zeichen steckt.

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Wer h├Ątte gedacht, dass ich (!) einmal freiwillig auf eine HELVETICA (!) zeigen, hopsen und “Haben! Haben!” quengeln w├╝rde?
Ich meine: HELVETICA. Der langweiligste Font auf unserem Planeten. Wie habe ich mich in 17 Jahren Texterdasein jedesmal diebisch gefreut, wenn ich einen Grafiker zu einer anderen Schriftart missionieren konnte!

Heute hingegen w├╝rde ich mir die gute alte Helvetica ohne Z├Âgern sofort auf die Nase setzen. In schwarz light, bittedanke.
Der japanische Brillenhersteller TYPE n├Ąmlich geht mit einer coolen Idee auf Fontfanatiker- und Hipsterfang und ZACK! wer ist wieder voll drauf reingefallen? Genau.

Die Idee ist so einfach wie cool: TYPE interpretiert die Haupteigenschaften von Schriften in Brillenform um. So besticht Helvetica, wie wir alle wissen, vor allem durch die Abwesenheit jeglicher Verspieltheit, w├Ąhrend Garamond mit Serifen, unterschiedlichen Strichst├Ąrken und altert├╝mlichen Rundungen aufwartet. Hier, guckstu (Bild gro├čklicken und Details in den Kreisen beachten):

(Quelle: type.gs)

Wir sind uns dar├╝ber einig, ja, dass das eine wirklich, wirklich geniale Idee ist? Klar, den Tankwart oder die Biologin wird das Konzept vermutlich nicht erreichen, aber ich glaube, dass man hier tats├Ąchlich passgenau auf “uns Medienmenschen” zielt – und trifft. Das ist ein legitimer werberischer Anspruch.
Und das Henne-Ei-Thema lassen wir jetzt einfach mal beiseite, denn nat├╝rlich sind diese Brillengestelle keine Weltwunder an Design und ich habe beide Formen schon vor Jahren auf fremden Nasen gesehen. Sogar meine eigene aktuelle Brille ist recht helvetesk. Vermutlich hatten die bei TYPE einfach Berge genau dieser Brillen ├╝berproduziert und ein zweifellos kreativer Werbehannes reibt sich gerade die H├Ąnde dar├╝ber, dass seine Resterampen-Vermarktungsidee so sch├Ân viral geht, h├Âh├Â. :-)

(Quelle: theverge.com)

Ab 30. Januar gehen die Font-Brillen zum Preis von umgerechnet ca. 150 ÔéČ in den Verkauf – in je 3 Farben (schwarz, dunkelbraun meliert, transparent) und je 3 Schriftschnitten bzw. Materialst├Ąrken (Light/Regular/Bold). Auch als Sonnenbrille sind sie erh├Ąltlich; man klicke dazu schlicht das K├Ąstchen “shade” an.

Unbedingt lesenswert (zum Kringeln!) sind ├╝brigens auch die Kommentare unter dem Artikel des Webmagazins The Verge zum selben Thema. Es existieren sogar schon Entw├╝rfe in Comic Sans! Ich pers├Ânlich warte ja noch auf das Modell in meinem Lieblingsfont Franklin Gothic Book.

(Bildquelle: allesamt type.gs)

 

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Mein einziger wirklicher Vorsatz f├╝r 2014 ist ja, mich nach Trennung & Co. neu sortiert zu kriegen. Von Neujahrs-Vors├Ątzen ├á la “5 Kilo abnehmen”, “ein Buch schreiben* oder “am Wochenende nicht twittern” halte ich bekanntlich nicht viel. Es scheint allerdings, als ob ich mit dieser Vorsatzlosigkeit ziemlich allein dastehe. Fast jeder, den ich kenne, hat sich f├╝r das neue Jahr irgendwas vorgenommen und wird sich ├╝ber Kurz oder Lang doof finden, weil er das Ding nicht wie geplant gewuppt kriegt.

F├╝r alle, denen spontan kein guter Vorsatz einf├Ąllt (etwa weil man sowieso nicht raucht, also auch nicht aufh├Âren kann), gibt es jetzt den Vorsatz-O-Maten.
Der Vorsatz-O-Mat generiert mit einem Klick tolle und vor allem einfach zu erreichende Neujahrs-Vors├Ątze f├╝r Jedermann. In meinem Fall – denn ausprobieren musste ich es nat├╝rlich! – w├Ąren das “Nie mehr flauschige Yoga-Gurus anschreien“, “In den Pausen himmlische Babies knutschen” und “Freitags knusprige Bratw├╝rste lobpreisen”.
Ich finde, das klingt doch alles recht machbar. :)

Vorsatz_O_Mat

 

 

 

 

*Affiliate-Link

 

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