Der Sommer ist da und herrje, offenbar tut er nicht jedem unbedingt gut. Manche der seit dem letzten Mal aufgelaufenen Suchbegriffe, die Leser auf mein Blog schwuppsten, lassen jedenfalls mindestens eine hitzebedingte Hirnerweichung vermuten. Wolle gucke?

Langschwein-Metzger: Nachdem ich „Langschwein“ erstmal googeln musste, möchte ich jetzt bitte umgehend auf den Arm. AUS GRÜNDEN. Außerdem frage ich mich, warum ich das nicht wusste, wo doch in meinem BĂŒcherregal das mir als verstörend in Erinnerung gebliebene, goldgebundene (!)  Werk „Ich fraß die weiße Chinesin“ steht. VerdrĂ€ngung vermutlich.

bunte Intimhaare: Es wurde ja auch mal Zeit fĂŒr einen neuen Trend. Macht Ihr mit?

nackt auf Backtrainer: Diese Begriffskombi löst bei mir ein Kopfkino der Art aus, die ich Euch echt ersparen möchte. Schön ist das nÀmlich nicht. Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss das Brot *öhöhöhö* aus dem Ofen *hust* holen.

KrÀuter Lyrik: Jetzatle! Da kennt mich jemand. Schon lange gehe ich ja mit einer Ode an den Gundermann schwanger. Und mit einem Sonett auf den Giersch. Ganz zu schweigen von meinem Meisterwerk-to-be, der Ballade vom GÀnsefingerkraut!

Ist Bonnie Tyler eine Zicke?: Jedenfalls hat sie eine Zickenfrisur. Also: so Àhnlich wie die, mit der ich morgens aus dem Bett steige.

arsch fom dienst: [abgekĂŒrzt AfD = eigentlich Arschgeigen fom Dienst]: Partei mit ekelhaften, deutlich rechtslastigen und obendrein orthographisch fragwĂŒrdigen Zielen.

alles meins: Hier bitte Bild von mir, irre flackernden Blickes vor einer großen SchĂŒssel Peperonichips, imaginieren.

der langweiligste Font: Ganz klar: Helveti*gÀÀÀÀÀÀhnschnarch*.

habe seit Yoga weniger Lust auf Fleisch: Ich möchte bitte seit „Langschwein“ (siehe oben) nicht mehr ĂŒber Fleisch reden. Yoga hin oder her.

To be continued …

 

Absurde Suchbegriffe, Teil 14.

19. November 2013

Vierzehn Folgen. VIERZEHN! Ist es denn zu fassen. Aber ich kann ja auch nix dafĂŒr, dass die Menschen da draußen so komische Sachen suchen und dann, Ă€h, nun ja, bei mir finden. Na dann:

„Tattoo Korrektur“: Ein GeschĂ€ftsmodell, ĂŒber das ich tatsĂ€chlich nachdenken sollte – so oft, wie man ĂŒber diese Suche bei mir landet! Ich mĂŒsste dazu natĂŒrlich erst TĂ€towieren lernen. Aber ob es bei den Kunden dann so gut ankommt, wenn ich ihre Tattoos mit Randbemerkungen in roter Tinte …? Hm.

„Peperoni Texter“: Oh, das wĂ€re mein Traum! In der Kategorie „Peperonichips“ kann man nachlesen, warum. (Wobei Chio gerade etwas nachlĂ€ssig ist, was mein Catering angeht. Das muss ich jetzt schon mal bemĂ€keln.)

„Battle Rap Text gegen Zicken“: Also wer mir den ĂŒberzeugend vortrĂ€gt, wird geknutscht. FĂ€nde ich cool.

„haarige Eier“: Werden immer seltener. Sehr interessante Entwicklung. Oh, ein GĂ€nseblĂŒmchen!

„unterm Minirock“: Ich hoffe, das hat jetzt nichts mit dem Suchdingsi eins weiter oben zu tun, bitte? 😼

„Alle Conni-BĂŒcher die es gibt“: Was fĂŒr eine grauenhafte Vorstellung. Fast noch schlimmer als die haari… [LAAALALAAAA!] Ich will sofort auf’n Arm!

„Kann nur Tiere essen die ich nicht mag“: Altah, was fĂŒr eine Einstellung. Wenn ich alle Menschen essen wĂŒrde, die ich nicht mag, wĂ€re das Thema mit der Überbevölkerung fei lĂ€ngst erledigt. Und ich hĂ€tte einen BMI von siebentausenddrölfzehn.

„sei nicht so frech“: Ey, hallo, ich darf das! Außerdem hat Mama gesagt, ich soll mir von Fremden nix sagen lassen. So.

To be continued …

Wer ich bin.

24. November 2012

Vor einiger Zeit hat ein noch sehr junger, aber schon sehr weiser junger Mann einen Blogbeitrag veröffentlicht, der mich zu diesem hier inspirierte*. Den jungen Mann kenne ich unter dem Twitternamen @mitnichten, sein Artikel heißt „Autobiografie – Zusammenfassung meines bisherigen Lebens“ und er ist großartig. Zum einen, weil er auf eine schlichte Art gut geschrieben ist – und zum anderen, weil beim Lesen ein derart genaues Bild des Schreibenden entsteht, dass man fast ein bisschen verlegen wird vor so viel Offenheit.

Offenheit ist nun etwas, das ich extrem schĂ€tze. Zu verbergen habe ich nichts. Und deshalb öffne auch ich heute die TĂŒr zu meinem Backstagebereich ein wenig und stelle mich auf eine etwas andere Weise vor. Herzlich willkommen bei meinem Lebens-Striptease und prost.

Ich wurde am 6.6., um 18 Uhr 12, in Zimmer Nummer 6 und als 6. Kind des Tages in einer Schwandorfer Klinik geboren, weshalb, und das ist nicht gelogen, die 80-jĂ€hrige Nonne/Hebamme zu meiner Mutter sagte: „Höhö, das wird mal ne Sexbombe!“. Ich bin RechtshĂ€nderin, spiele aber mit links Federball. Ich liebe den Duft von frisch gemĂ€htem Gras, feuchtem Beton (!) und geraspelten Salatgurken. Ich hatte eine glĂŒckliche Kindheit und es macht mich traurig, dass das eine Ausnahme zu sein scheint. Ich habe als Teenager ein Jahr lang in einer Can-Can-Truppe getanzt. Ich vertrage Unmengen klaren Schnapses, aber nur ganz wenig Bier oder Wein. Softdrinks jeder Art lasse ich als GetrĂ€nke nicht gelten, Karotten- oder Rote-Bete-Saft hingegen schon. Ich bin unglaublich ungeduldig. In meiner Hosentasche trage ich stets irgendeinen glatten Stein herum, den ich in der Hand halte, wann immer es geht. Das beruhigt mich. Ich kann keine Menschen respektieren, die stinken, weil ich ihnen unterstelle, dass ihnen andere egal sind. Ich bin so sĂŒchtig nach Lesen, dass ich in Abwesenheit von BĂŒchern auch Packungsbeilagen oder Texte auf MilchtĂŒten verschlinge. Ich finde, dass MĂ€nner Helden sein sollten, weil Zivilcourage sexy ist. WĂ€hrend meiner beiden Schwangerschaften war mir nicht ein einziges Mal ĂŒbel. Unser Sohn kam 5 Wochen zu frĂŒh auf die Welt, aber obwohl er nicht mal zwei Kilo wog, machte ich mir keine Sekunde lang Sorgen um ihn, weil ich wusste, dass er okay ist. Vielleicht liegt das daran, dass ich ihn quasi rauslachte, denn die Wehen kamen vor lauter Lachen ĂŒber den Film „VerrĂŒckt nach Mary“. Alles – medizinisch wie systemisch – weist darauf hin, dass er ein ĂŒberlebender Zwilling ist. Sein Bruder hat sich in der 9. Schwangerschaftswoche verabschiedet und ich fĂŒhle mich schlecht dabei, dass ich darĂŒber sogar ein bisschen froh bin, weil ich mir nĂ€mlich Zwillinge absolut nicht zugetraut hĂ€tte. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Kölner Journalistenschule hat eine neue Spielwiese entdeckt: Twitter. Das verwundert mich nicht weiter – schließlich tummeln sich auf Twitter viele erstaunliche Persönlichkeiten. Was mich ehrt, ist der Fakt, dass man offenbar auch mich zu den „kuriosen, lustigen und interessanten“ Twitterati zĂ€hlt. Zumindest interessant genug, um mich im Rahmen des Projekts 140z.de zu portrĂ€tieren.

Patrick Schwarz heißt der Student, der mein Alter Ego Textzicke unter die journalistische Lupe nahm und, wie ich finde, recht passend beschrub. Ich prangere lediglich an, dass weder meine fatale Sucht nach Chio Peperonichips noch mein penetrant allmorgendlicher „ERWACHET“!-Ruf drin vorkommen. Aber ansonsten ist mein PortrĂ€t doch recht gelungen – was meinen meine lieben Leser? 🙂

Ich wurde beblogwichtelt!

15. Dezember 2011

Hach, Texttreff! Heiß geliebtes Lieblings-Netzwerk, voll von klugen Frauen, die mit Worten umzugehen wissen! Mannigfaltig sind Deine Freuden, doch manchmal bist Du noch toller als sonst. Zum Beispiel jetzt gerade. NĂ€mlich: Es gibt da das weihnachtliche Blogwichteln. Wer mitwichteln will, macht einmal piep, kommt in einen Topf (also: der Name) und wird gezogen (also: aus dem Topf). Jedem teilnehmenden Blog wird eine Wichteline zugelost, und von dieser bekommt man dann einen Gastbeitrag geschenkt. Tolle Sache!

Ich wurde dieses Jahr von der fabelhaften Tina Pruschmann beblogwichtelt. Dieses engelsgleiche Wesen ist nicht nur Texterin und freie Journalistin, sondern „nebenbei“ auch noch Soziologin und Verhaltenswissenschaftlerin. Als solche machte sich sich in folgendem Gastbeitrag Gedanken zum Spagat zwischen jugendlicher Rebellion und der so genannten „BĂŒrgerlichkeit“, die ungefĂ€hr so erstrebenswert ist wie eine Warze mitten auf der Nase. Peperonichips kommen auch vor – und das alles nur wegen mir! <3

Tina Pruschmann von sophia|text

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Chio antik.

19. April 2010

Mein lieber Twitter-Follower @the_boomerang fand heute dies hier fĂŒr mich. Ist es nicht aller-, allerliebst? Das Foto von einer fast schon antiken Chio-Reklame irgendwo in RĂŒsselsheim stammt aus dem lexikaliker-Blog, dessen Betreiber ich debil grinsend dafĂŒr danken möchte. Hach. Was wĂŒrde ich dafĂŒr geben, wenn genau dieser Schriftzug auf meinem Haus … naja, man wird ja noch trĂ€umen dĂŒrfen. A propos: Ich muss weg! Peperonichips sind alle! 

chio-reklame