Kreativ. Genial. The Google Job Experiment.
6. Juli 2010
Es war einmal ein New Yorker Werbetexter und Autor namens Alec Brownstein, der brauchte einen neuen Job. Weil er aber eine ziemlich coole Socke ist, pfiff er auf Nullachtfuffzehn-Bewerbungen. Lust auf Texten in einer kleinen Hinterhofagentur hatte er übrigens auch nicht. Viel lieber wollte er hoch hinaus und für die ganz Großen schreiben. Für die Agenturen eben, in die eine coole Socke wie er perfekt reinpasst.
Was also tat der liebe Alec? Er spekulierte auf die Eitelkeit der großen Bosse und buchte schnell ein paar Google AdWords auf ihre Namen. Denn natürlich tun Top-Kreativdirektoren es, genau wie du und ich manchmal: Sie googeln sich selbst (dafür gibt es sogar einen Fachbegriff, der fällt mir aber gerade nicht ein). Kaum klickten sie “Enter”, ploppte aber an erster Stelle der Link zu Mr Brownsteins Texter-Website auf, garniert mit dem Satz “Gooogling yourself is a lot of fun. Hiring me is fun, too.”
Wer würde da nicht grinsen und nachsehen, welcher freche Kerl einen da durchschaut hat? Na? Also ich schon.
Die Resonanz war überwältigend: Von den 5 via AdWords angesprochenen Top-CDs (David Droga, Tony Granger, Gerry Graf, Ian Reichenthal und Scott Vitrone) luden 4 unseren Alec zu einem Vorstellungsgespräch ein. 2 von ihnen boten ihm danach einen Job an. Einen davon schnappte er sich. Heute textet Alec Brownstein für Young & Rubicam New York (Y&R) – man könnte also sagen, er “hat es geschafft”.
Ach so … die Kosten für seine Kampagne? Exakt 6 $.
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6. Juli 2010 um 10:25
Lass das mal die Runde machen… und ich blicke in die verzweifelten Gesichter unzähliger Arbeitsvermittler, die – sich das schüttere Haar raufend – über der Frage brüten: “Äähm, wo, ja wo quetschen wir das bloß in den Antrag für Bewerbungskostenrückerstattung?”
Es grüßt die Jagentin
6. Juli 2010 um 11:31
Das fehlende Wort lautet »Egogoogling«.
11. Juli 2010 um 08:58
Lass das mal die Runde machen… und ich blicke in die verzweifelten Gesichter unzähliger Arbeitsvermittler, die – sich das schüttere Haar raufend – über der Frage brüten: “Äähm, wo, ja wo quetschen wir das bloß in den Antrag für Bewerbungskostenrückerstattung?”Es grüßt die Jagentin
+1
12. Juli 2010 um 14:55
Egogoogling? Vanity Search ist mir dafür bekannt.
Egal, coole Idee. Wenn wir alle das tun wird’s schnell unübersichtlich
pj
21. Oktober 2010 um 14:00
Unglaublich: genial simpel und frech. Aber da muß man erstmal drauf kommen. Respekt.
26. November 2010 um 20:50
Ertappt, ich google mich auch fast täglich selbst! Wie heist denn nun der Fachbegriff?
27. November 2010 um 13:13
@Chiptuning Freak: Es heißt “Egogoogling”. Irgendwie naheliegend.
6. Dezember 2010 um 12:22
Tolles Beispiel für ein extrem zielgruppen ausgerichtetes Angebot. Hier stimmt Selbstmarketing in der Konzeption plus die konkrete Umsetzung in der Selbstvermaktung.