Homöopathie. Ein Plädoyer.

24. November 2009

Wer mich kennt, weiß: Ich bin eine ziemlich überzeugte Anhängerin der Naturmedizin, speziell aber der Homöopathie. Meine ganze Familie und mein großer Bekanntenkreis hat damit schon derartig tolle Erfahrungen gemacht, dass ich gar nicht anders kann – dazu gleich mehr.

Die Kritiker um mich herum jammern jedoch nach Statistiken, nach Beweisen. Sie wollen einfach nicht gern hören, dass verantwortungsvoll angewandte (!!!) Homöopathie bei mancher (!!!) Krankheit eine prima Alternative (!!!) sein kann. Auf Twitter entbrennen immer wieder interessante Diskussionen dazu, nicht unähnlich denen, die ich mit vielen Menschen im richtigen Leben führe. Ich mag Diskussionen und finde alle Aspekte einer Sache beleuchtenswert – aber eins finde ich beim Thema Homöopathie wirklich schade: Viele Menschen geben der Naturmedizin gar nicht erst eine Chance. Warum? Weil ein hochdekorierter Professor X oder ein idealerweise von der Pharmaindustrie gesponsertes Labor YZ wahnsinnig teure randomisierte Studien durchführt, die angeblich 100% beweisen, dass Homöopathie nix hilft. „Placebo!“ brüllen die einen, „Quacksalberei!“ die anderen – und alle vergessen sie, dass das richtige Leben nicht da draußen in der Statistik stattfindet.

Ein bisschen schmunzeln musste ich z.B. angesichts dieses Artikels, in dem eine wissenschaftliche, ergo ernst zu nehmende 😉 Laborstudie die Unwirksamkeit homöopathisch aufbereiteten Atropinsulfats (aus der Tollkirsche aka Atropa Belladonna) auf isolierten Rattendarm „bewiesen“ hat. Warum schmunzelte ich, fragt sich der Leser? Nun, weil ein Stück Rattendarm schlicht kein ganzer Organismus mit all seinen komplexen energetischen Verbindungen ist. Die braucht es aber, damit eine auf Selbstheilungsenergie abzielende Medizin helfen kann. „Tjahaaa, ein Stück Darm kann sich eben nix einbilden!“, hörte ich letztens als Argument. Stimmt. Aber das können Tiere, Pflanzen oder unbeeinflusste Neugeborene auch nicht – und bei denen wirkt verantwortungsvoll angewandte (!!!) Homöopathie eben sehr wohl.

An eben diesem Gedankenknick kranken leider viele – nicht alle – Studien, die um jeden Preis die Wirksamkeit der Homöopathie widerlegen wollen. By the way: Ich bin sehr für Studien, denn ein Mensch ist kein Versuchskaninchen und an jemandem monatelang hartnäckig naturmedizinisch „herumzudoktern“ zähle ich als fahrlässige Körperverletzung. Dass aber positive Erfahrungen aus dem hier und heute stattfindenden Leben so völlig außer Acht gelassen werden, möchte ich nicht einfach so hinnehmen. Auch dazu unten mehr – jetzt erstmal ein Exkurs dazu, wie mich die Homöopathie überzeugte. Here we go mit

Erfolgsgeschichte Nr. 1:

Im zarten Alter von 17 Jahren bekam ich von einem nicht wirklich frischen Steinbutt eine Fischvergiftung. Zuerst kotzte ich mir die Seele aus dem Leib, dann kam das Fieber. 39, 40, 41. Bei 41,5 – ich delirierte mittlerweile heftig – bekam meine Mutter es mit der Angst zu tun und rief den Arzt. Der kam, gab zunächst Aspirin, Aspirin und noch mehr Aspirin. Kein Effekt, 42 Grad Fieber. Wadenwickel, Ganzkörper-Wickel, Spritzen, noch mehr Aspirin: nichts senkte das Fieber. Ich glühte, ich phantasierte, ich dörrte aus. Das ging einen halben Tag lang so, bis der Arzt meinte: „Ab ins Krankenhaus. Die stirbt uns hier weg. Wir brauchen die Eisbadewanne und alles.“ Während meine Mutter heulend eine Tasche packte, kam ihre unsere Nachbarin – gelernte Hebamme und bewandert in Homöopathie & Co. – an mein Bett. Sie fragte meine Mutter komische Sachen, guckte mir in die verdrehten Augen und schob mir, die ich mich wild im Bett wälzte, zwei Kügelchen unter die Zunge. Man erzählte mir, was dann geschah: Kaum hatte ich die Dinger im Mund, lag ich plötzlich still. Innerhalb von 10 Sekunden schlief ich ein. Der Arzt war dabei und meinte „Huch, was ist das denn jetzt? Warten wir mal noch ein paar Minuten.“ Nun, ich schlief wie ein Baby eine Stunde lang, schlug danach die Augen auf, krächzte nach Wasser und bewies dem Thermometer, dass die Temperatur auf 38 runter war. Einen Tag später war ich komplett wieder auf den Beinen – ein bisschen wackelig und ziemlich dünn, aber fieberfrei und mit neuem Appetit. Die Beteiligung der Homöopathie an dieser Gesundung habe ich damals nur am Rande mitbekommen, mich aber Jahre später daran erinnert, als ich selbst schon Mutter war. Hier kommt Geschichte 2, mit der eigentlich alles erst richtig begann:

Erfolgsgeschichte Nr. 2:

Mein Sohn, 5 Wochen zu früh geboren und ein zwar topfittes, aber unbestreitbar winziges Kerlchen, fing sich mit 13 Monaten einen gemeinen Magen-Darm-Virus ein. Das Kind kackte, das Kind spuckte, das Kind glühte; es ging ihm wirklich sehr schlecht. Der Kinderarzt wies das Söhnchen nur deshalb nicht ein, weil ich es noch teilweise stillte und so nährstoffmäßig einigermaßen über Wasser hielt. An Tag 3 der Erkrankung konnte der Kleine dann trotzdem nicht mehr stehen, er war zu schwach. Nun wollte ich doch mit ihm ins Krankenhaus und sagte der besagten Nachbarin (die seine Patentante wurde) Bescheid. Sie meinte „Komm, versuch es ein einziges Mal vorher mit Homöopathie. Ruf die Frau Dr. XY an, sie ist einfach spitze. Wenn das Mittel nicht hilft, das sie Dir empfiehlt, fährst Du aber gleich los, ja?“ So machte ich es. Sehr zweifelnd, ich gebe es zu, denn mit einem derart kranken Kind über der Schulter ist auch die entspannteste Mutter irgendwann mal unentspannt. Frau Dr. XY – eine mir bis dahin wildfremde Person – fragte mich am Telefon komische Dinge über das Kind an sich: wie seine Schlafgewohnheiten seien und wie sein Charakter, was es gern aß, wie die Geburt gelaufen sei und lauter Zeug, das ich beim bsten Willen nicht mit dem Virus in Verbindung bringen konnte. Der Krankheitsverlauf kam erst ganz am Schluss dran, nachdem wir 10 Minuten über Dinge geredet hatten, die ich als Laie völlig irrelevant fand. Die Ärztin wies mich schließlich an, bei der homöopathisch gut ausgestatteten Nachbarin 2 Kügelchen eines bestimmten homöopathischen Medikaments zu holen und dem Kind unter die Zunge zu legen. Ich möge mich dann gleich nochmal melden. Das tat ich. Kaum hatte, noch bei der Nachbarin in der Küche, der kleine Schlappsack die Globuli unter der Zunge, zappelte er auf meiner Schulter herum, strebte zu Boden und quengelte furchtbar. Ich stellte ihn sehr, sehr vorsichtig hin, weil ich dachte, er kippt eh gleich wieder um. Von wegen! Das Kind watschelte direkt auf die Patentante zu, forderte „eine Beze“ und trollte sich mit seiner Beute auf die Couch. Dort mümmelte es vergnügt an der Breze herum, behielt sie bei sich und war ab sofort gesund. Das Ganze dauerte keine Minute. Und wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, würde ich’s bestimmt heute noch nicht glauben.

Erfolgsgeschichte Nr. 3:

Letztes Jahr rutschte ich, bingo!, mit dem Baby einer Freundin auf dem Arm, auf einem verflixten Legostein aus. Was tut der Mutterinstinkt? Reißt das Kind nach oben und versucht so zu fallen, dass es auf dem eigenen Körper zu liegen kommt. An so alberne Dinge wie Abfangen denkste in dem Moment nicht. Ich knallte also richtig schön mit dem Knie auf den Legostein – ungebremst, weil ja das Baby geschützt werden musste. Der Schmerz im Knie war ungeheuerlich. Trotzdem war die Schwellung nur marginal und ich konnte es bewegen, also ignorierte ich es und vergaß sogar, gleich danach Arnica  zu nehmen, was ich sonst bei jeder Verletzung tue. Unterschwellig begleitete mich der Schmerz dann wochenlang. Ich salbte, bandagierte und stellte das Knie einem Orthopäden vor, der nichts fand. „Böse geprellt, das kann jetzt einfach dauern“ meinte er. Einen Tag später, ich konnte das Knie kaum mehr bewegen, schnitt ich mich beim Kochen in den Finger und nahm nach dem Verpflastern, der schnelleren Heilung zuliebe, eine Dosis Arnica. Weil D12 und C30 leer waren, schnappte ich das nächste greifbare in der homöopathischen Potenz C200. „Besser als nix“, dachte ich wohl. Schon am Abend vermisste ich was: den Knieschmerz. Weg war er. Kam nie wieder. Später erfuhr ich, dass man diese hohe Potenz des Mittels auch bei lange zurückliegenden Verletzungen einsetzt, während ja die D- und die niedrigen C-Potenzen für eher akute Fälle verwendet werden. (PENG! Diesen Fall, liebe Zweifler, habe ich jetzt extra mit aufgeschrieben, damit Sie wenigstens irgendetwas haben, das Sie hier dem Zufall in den Rachen werfen können. Wenn ich’s auch nicht glaube … aber man muss ja alles in Betracht ziehen, nicht?) 😀

Szenen wie diese – manche ebenso spektakulär, andere weniger – sind uns und vielen Bekannten seither oft passiert. Mindestens die Hälfte der Gesundungsfälle betreffen Babys und Kleinkinder, manche sogar Tiere. Für den Placebo-Gedanken bin ich hier also nicht zugänglich, sorry. Können das alles Zufälle sein? Bei der Rasantheit der Heilreaktion und der Fülle von Erfolgen? Zweifel galore. Auch ich habe nämlich ein paar Zahlen in der Tasche. Total unwissenschaftlich, dafür aus Fleisch und Blut. Sozusagen. Auch wenn die Studienhörigen jetzt wieder „Irrelevant! Zu wenige! Nicht randomisiert! Keine Laborbedingungen!“ blöken werden: Setzen wir der Einfachheit halber meinen Bekanntenkreis auf 200 Personen fest. Maximal 50 davon sind beinharte Anhänger der Schulmedizin, von mir liebevoll „pathologische Zweifler“ genannt. Sie würden, wenn’s der Onkel Doktor verschreibt, eher allabendlich ein Uran-Bonbon lutschen als jemals ein weißes Kügelchen zu sich zu nehmen. Bleiben 150, die der Homöopathie wenigstens mal eine Chance gegeben haben. Und leider, liebe Zweifler, sieht es so aus: Die meisten wenden Homöopathie regelmäßig und mit fast ausschließlich großem Erfolg an. Alle sind homöopathisch in guten, verantwortungsvollen ärztlichen Händen. Das will jetzt keiner hören, gell? Ist aber so. 😉

Meine eigene Familie ist gottlob ziemlich gesund und wir brauchen nicht oft medizinische Hilfe. Trotzdem kommt auch das vor. Nun sind wir in der glücklichen Lage, eine ganz und gar hervorragende Homöopathin gefunden zu haben. Die perfekte Kombination: Allgemeinärztin mit klassischer Homöopathie-Ausbildung, 30 Jahre Praxiserfahrung und kann gut mit Kindern. Sie weiß haargenau, wo Schluss ist mit Kügelchen. Wo sie an Fachärzte übergeben oder eben doch schulmedizinisch reingrätschen muss.

Womit wir beim Punkt wären:

Sicher 50% der Zweifler haben sich einen GU-Homöopathie-Ratgeber gekauft, beim letzten grippalen Infekt darin geblättert und daraufhin Aconitum- oder Belladonna-Kügelchen genommen (das sind die am häufigsten empfohlenen). Auch immer gern gesehen: „Du hast Husten? Also ich nehm da immer die XYZ-Globuli. Hier, bittesehr, probier mal.“ Komisch, dass es dann nicht half, nicht wahr, aber die Zweifler triumphierten: „Siehste! Hab ich’s doch gleich gesagt! Alles Mist mit diesen Kügelchen!“ … DAS ist ihnen, quasi als persönlicher Beleg aller gelesenen Statistiken, Beweis genug. Dass aber – Sie müssen jetzt sehr stark sein, lieber zweifelnder Leser – Homöopathie ausschließlich mit einer fachlich fundierten Anamnese durch einen versierten Homöopathen funktioniert, lassen leidenschaftliche Zweifler gern außer Acht. Wer das abstreitet, hat das Prinzip der Homöopathie nicht verstanden.

Und jetzt kommt’s: Wer sagt, dass in den viel besungenen Studien, von denen manche sicher aussagekräftig gewesen wären – auch wirklich fähige Homöopathen am Werk waren? Ich meine nicht die mit einer Latte von Professorentiteln oder einem Meter Veröffentlichungen im Regal, sondern Ärzte/Heilpraktiker mit Erfahrung und Menschenkenntnis und allem Pipapo? Genau wie unter Schulmedizinern viel Möchtegern am Werk ist, gibt es (und wahrscheinlich noch weit mehr) viele komplett unfähige Homöopathen und Heilpraktiker. Wer die, zugegeben heftige, Ausbildung zum Heilpraktiker oder ein medizinisches Studium absolviert, muss noch längst kein guter Homöopath werden! (Andersrum kenne ich Laien, die ein derart ausgeprägtes Gespür für Homöopathie haben, dass ich mich durchaus von ihnen behandeln ließe, obwohl sie’s offiziell gar nicht dürfen.) Und ich kenne leider einige Ärzte mit homöopathischer Zusatzausbildung, die immer noch im GU-Ratgeber blättern, wenn sie „es mal ohne Chemie versuchen“ wollen. Erwarten Sie da Heilerfolge? Ich nicht.

Noch schlimmer finde ich das Argument (und hier suche man sich bitte das passende schulmedizinische Inventar aus): „Sie hat jahrelang alles versucht – Chemo/Antihistaminika/Psychopharmaka – und nix hat geholfen. Dann versprach ihr jemand, die Homöopathie könnte es richten. Aber Pustekuchen!“ … Ja. Klar. Da hat jemand jahrelang seinem Körper Massen von Chemie, radioaktiven Strahlen & Co. zugemutet und wundert sich dann, dass die Kügelchen in einem zerstörten Immunsystem nichts mehr ausrichten können?! Andersrum wird ein Schuh daraus! Warum denn eigentlich nicht erst sanft einsteigen – natürlich immer in verantwortungsvollem Rahmen, also z.B. Tumor-OP first – und nur bei den wirklich lebensbedrohlichen Aspekten einer Krankheit auf die chemische Keule zurückgreifen? Warum zudem nicht die Nebenwirkungen notwendiger schulmedizinischer Therapien homöopathisch lindern? Genau hier liegt doch der Hund begraben! (Gell, man merkt, dass ich heute auf Wortspiele stehe; aber da müssen Sie jetzt leider durch, liebe Leser.)

Außerdem möchte ich wiederholt und ganz energisch auf die Grenzen der Homöopathie hinweisen. Dass diese erschreckend oft von den anwendenden Medizinern nicht respektiert werden, schürt berechtigterweise das Misstrauen der Menschen. Wer etwa einem schwer Krebs- oder AIDSkranken in Aussicht stellt, durch eine rein homöopathische Konstitutionsbehandlung gesunden zu können, gehört an den Pranger gestellt. Ebenso sollte seine Zulassung verlieren, wer Blutvergiftung, eitrige Wunden & Co. rein homöopathisch therapiert. Gleiches gilt für einen Arzt, der schwer depressive Patienten mit 100% Kügelchen statt Ursachenforschung „helfen“ will. Solche Mediziner handeln verantwortungslos und sind gefährlich!

Ich will mit diesem Artikel niemanden bloßstellen und niemanden missionieren. Ich plädiere aber bei allem Respekt der Schulmedizin gegenüber für eine ehrliche Besichtigung der tatsächlich im Leben nebenan stattfindenden Heilerfolge … selbst wenn Statistik und Studien anderes besagen. „Ich hab das einmal probiert und es hat nix geholfen, ergo ist Homöopathie Bullshit“ lasse ich außerdem nicht gelten. Warum nicht, siehe oben.

Meinen Lesern wünsche ich, dass sie – vielleicht einfach bei einer „kleineren“ Erkrankung wie Husten oder Hautproblemen – mal probehalber einen guten Homöopathen aufsuchen (in Starnberg habe ich mehrere Empfehlungen für Euch, auch Homöopathie Frankfurt soll gut sein, ansonsten bitte lieber im Bekanntenkreis herumfragen, als die Gelben Seiten zu befragen). Ich wünsche ihnen, dass dieser das richtige Mittel wählt, damit sie ein ähnlich beeindruckendes Heilerlebnis haben wie ich seinerzeit. Und ich wünsche mir, dass die Homöopathie den Stellenwert erhält, der ihr meines Erachtens zusteht: als mittlerweile gut erprobte alternative Heilmethode mit großem Potenzial – in friedlicher Koexistenz mit der Schulmedizin, die natürlich genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger ist. Amen.

(Disclaimer: Ich zitiere absichtlich außer einem einzigen Beispiel keine Quellen. Dieser Artikel stellt nämlich meine ureigene Meinung dar, die ich mitsamt meinen eigenen Erfahrungen einfach mal aufgeschrieben haben wollte. Kommentare sind aber natürlich, solange sie nicht die Regeln des Anstands verletzen, gern gesehen.)

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81 Kommentare zu “Homöopathie. Ein Plädoyer.”

  1. Henning sagt:

    Du „leidest“ an selektiver Wahrnehmung…
    Ich habe Dir nicht unterstellt, Du hättest Dein krankes Baby ohne Flüssigkeit und Elektrolyte (im üÜbrigen meinte ich explizit Traubenzucker) darben lassen, ich habe nur behauptet, dass diese Dinge Deinem Kind am ehesten geholfen hätten – da Du nun beschreibst, dass Du ihm das alles gegeben hast und ein vernünftiger Arzt das Kind betreut hat, dann weißt Du auch, warum es wieder so schnell genesen ist. Schon komisch, dass die meisten Homöopathie nur zusätzlich zu den Standardtherapien einsetzen, den Heilerfolg dann aber ganz klar der Homöopathie zuschreiben…
    Und ich bin voll bei Dir, dass Du seiner Zeit ein Mittel verordnet bekommen hast, dass bei gesunden Menschen Fieber auslösen kann – ich hab das schon alles richtig verstanden – aber deshalb hat Dich DAS auch sicher nicht geheilt. Mit großer Wahrscheinlichkeit hast Du von dem Mittel nämlich gar nix bekommen – außer Zucker…
    …und was DU siehst sind keine Beweise, sondern Koinzidenzen, die Du Dir so zurechtlegst – widde-widde-wie sie Dir gefallen… echte Beweise sind objektiv und prüfbar.
    Hier eine gelungene Erklärung der Homöopathie:
    http://www.youtube.com/watch?v=aSKxz1BNU6s

  2. Roland K. sagt:

    Machen wir doch gemeinsam folgendes Gedankenexperiment: Ein Kinderarzt behandelt mit homöopathischen Mitteln, die er auch direkt an die Patienten weiter gibt. Der Arzt und der Großteil der Eltern ist zufrieden und hat das Gefühl, dass die homöopathische Behandlung hilfreich ist. Nun werden statt „echter“ Homöopathika nur Placebos (also nur Zuckerkugeln ohne verdünnten Substanzen) geliefert. Diese werden jedoch als echte Homöopathika ausgegeben (mit entsprechendem Etikett). Weder Arzt noch Patienten können den Unterschied äußerlich erkennen. Was wird passieren?

    1) Der Arzt und die Patienten merken, dass die Behandlungserfolge geringer werden oder sogar gar kein Heilerfolg eintritt.

    2) Weder Arzt noch Patienten merken den Unterschied. Beide haben weiterhin das Gefühl, dass die homöopathische Behandlung hilfreich ist.

    Wenn hier jemand wirklich Interesse hat sich sachlich mit der Thematik auseinanderzusetzen, dann lade ich ein, eine Vermutung anzustellen was passieren würde (1 oder 2), und was das dann bedeuten würde.

    Die Auflösung folgt…

  3. Roland K. sagt:

    Hier nun die „Auflösung“: Es passiert 2). Weder Arzt noch Patienten merken den Unterschied. Beide haben weiterhin das Gefühl, dass die homöopathische Behandlung hilfreich ist.

    Warum kann ich das behaupten? Weil (etwas vereinfacht gesagt) genau das mit placebo kontrollierten Doppelblindstudien schon oft untersucht wurde. Bei einer solchen Studie wissen Arzt und Patient nicht ob sie ein „echtes“ Homöopathika verwenden oder ein sicher „wirkungsloses“. Und das Ergebis ist dabei:

    Es ist schlicht EGAL ob man das eine oder andere (bzw. wirkungslose) Mittel nimmt. Die positive Erfahrung hängt von anderen Dingen ab: Erwartungshaltung, psycho-sozialer Kontext etc.

    Ist die „Wirkung“ also nur Einbildung? Teilweise ja, teilweise nein. Ja, weil sich viele Symptome nach ein paar Tagen sowieso verbessern (auch ohne homöopathische Mittel); Nein, weil es für die Person ev. einen Unterschied im psychologischen Sinn bedeuten kann, der wiederum eine echte Auswirkung haben kann (Placebo-Effekt).

    Wenn beispielsweise eine Person krank ist und ihre innere „Unsicherheit“ durch ein homöopathisches Medikament dem sie „vertraut“ sich in ein Gefühl der „Sicherheit“ umwandelt, so kann das durchaus einen realen Einfluss auf das Immunsystem haben. Durch den Abfall des Stresspegels, kann das eigene Immunsystem ev. besser arbeiten und die Krankheit schneller besiegen.

    Der eigentliche Nutzen liegt also nicht beim homöopathischen Mittel selbst, sondern ganz wo anders. Nicht das MITTEL an sich ist hilfreich, sondern der psycho-soziale Kontext. Wenn man sich das einmal wirklich bewusst macht, dann kann man gleichwertige „Alternativen“ zur Homöopathie finden.

    Statt bei Schnupfen Globuli zu schlucken, kann man z.B. mehrmals pro Tag eine Tasse Tee trinken (im Bewusstsein, dass das mein Immunssystem unterstützt, da Schleimhäute befeuchtet werden, und im Vertrauen, dass mein Körper mit so einer Krankheit selbst zurande kommt wenn ich unnötigen Stress vermeide) Wenn man das macht, werden sehr viele die äußerst positve Erfahrung machen, dass nach wenigen Tagen der Schnupfen bereits viel besser oder sogar weg ist. Wozu noch Globuli? Nur damit die Herstellerfirmen von Globuli mehr Umsatz machen können?

    Das größte Problem liegt aber darin, dass die Wirkung des Placeboeffekts „begrenzt“ ist. Er ist bei vielen Krankheiten sehr hilfreich, aber reicht oft nicht aus, wenn man sich NUR darauf verlässt (wie der Fall der Patientin mit Leberproblem zeigt). Und das passiert leider zu oft – speziell weil die Homöopathen nicht wahrhaben wollen, dass sie den Placebo-Effekt nutzen. Und so kommt es immer wieder zu maßlosen Selbstüberschätzungen bzgl. der „Heilkraft“ von Homöopathika.

  4. textzicke sagt:

    Hey yeRaibow,
    warum nur wundert es mich nicht die Bohne, dass Du genau diesen Anti-Homöopathie-Erste-Hilfe-Spot ausgegraben hast? Dass er zwar lustig, aber völlig absurd ist, weißt Du selbst. Aber wie gesagt: Gewundert hab ich mich nicht :-)

  5. Roland K. sagt:

    hallo textzicke, ich finde deine Einstellung „Schulmedizin“ und Homöopathie ergänzend einzusetzen (und dabei auch die Grenzen der Homöopathie zu berücksichtigen) sympathisch und sinnvoll.

    Ich hatte am Wochenende zwei längere Postings hier geschrieben, in denen die Position der Homöopathie-Gegner gut herauskommt und wundere mich jetzt, dass sie anscheinend gelöscht wurden? Warum?

  6. textzicke sagt:

    Liebe Leser und Kommentatoren,

    ich habe im Moment schrecklich viel um die Ohren und komme gar nicht mehr dazu, die vielen Kommentare hier zu beantworten. Zu Roland K.s und Akrons letzten Kommentaren etwa habe ich natürlich viel zu sagen, aber das kommt noch; bis dahin könnt Ihr ja „ran“! 😉

    Die Kommentare von yeRainbow hingegen ringen mir – und das nicht nur hier – mittlerweile nur noch ein müdes Grinsen ab, deshalb schalte ich die einfach frei und beantworte sie nur, wenn mir unerwarteterweise danach sein sollte.

    Und natürlich habe ich keinen einzigen Kommentar gelöscht … die lagen nur „auf Halde“ in der Moderationsschleife. Jeder soll hier gehört werden, solange er sich oberhalb der Gürtellinie bewegt!

    Bis ganz bald! Wünscht mir Zeit!

  7. YeRainbow sagt:

    Danke, liebe Textzicke.
    Das finde ich außerordentlich ehrenvoll.

    ansonsten gilt natürlich, nicht erst seit lafontaine, die Trauben sind zu sauer.
    so isses halt.

    Seh ich immer wieder, man kann am unbeschwertesten fabulieren, je weniger Grundwissen einen belastet.

    Plumbum D 200.
    Hilft garantiert!
    (ich hab den kompletten hahnemann… frag mich, woher IHR Eure Weiheit habt…)

    breitgrins…

    Bin weg.

  8. Robert sagt:

    LoL! Auf Fritz haben sie gerade erst darüber Diskutiert und sich über den Blödsinn totgelacht. Bei Eltern die das betreiben frag ich mich echt, ob die in der Lage sind, ein Kind zu erziehen.

  9. textzicke sagt:

    Lieber Robert,

    wooohooo, was für ein „konstruktiver“ Kommentar! Vielleicht täte Dir ein bisschen mehr Weitblick ganz gut. Aber der Chemo-Hammer gegen diese ebenso armselige wie offenbar unheilbare Sichtweise muss leider erst gefunden werden.

    Mitleidige Grüße!

  10. YeRainbow sagt:

    ach, gottchen.. Chemo-Hammer.
    chemie also auch abgewählt in der SChule…

    Dabei ist alles chemie… (und Physik).
    Ein stück Zucker in den Mund nehmen – Chemie. Mit chemischen Folgen.

    Übrigens gab es so einen Fall, leider hat der Veröffentlicher den Beitrag aus dem Netz genommen (Nachtigall, ick hör dir trapsen…)

    Mutter und Heiler – und eine tote jugendlcihe Diabetikerin in folge.

    die kann sich nicht mehr beklagen.
    Nun, das BGB gibt es durchaus her, solchen Eltern das Sorgerecht zu entziehen.
    Aber ich wette, auch das BGB hat hier keiner so richtig gelesen, wozu auch…
    tja, dann…

    spart euch Euer Mitleid.
    iss eh unecht, und bösartigen Hohn zu erkennen ist da ganz leicht (mein Fachgebiet). Ist halt so üblich, „mit Liebe killen“ nenn ich das, bösartige Sprüche in hübscher Verkleidung.

    Ihc bin aber immer wieder überrascht, wie freigiebig Menschen ihre Dummheit zum ausdruck bringen wollen. Nicht nur Unwissenheit (denk an Russel).

    Wie immer schlage ich vor, die Original-Literatur zu lesen.
    Wie immer wird es verpuffen.
    Iss halt so.
    Arme Kinder, die lernen dabei auch was.
    Obs auch sinnvoll ist?

  11. YeRainbow sagt:

    Noch ein klitzekleiner HInweis.

    Wissenschaftler schreien nicht nach Beweisen. Das tun immer nur die Alternativen, weil sie nicht verstehen, wie Wissenschaft funktioniert.
    Wissenschaft ist die Kunst, Irrtümer zu erkennen und zu korrigieren…

    wer letztendliche Beweise sucht, ist an dem Portal eh falsch… Da gibts andere, die besser passen.

  12. Robert sagt:

    „Wie die Wissenschaftler von der Universität Bern im renommierten Medizin-Fachjournal The Lancet berichten, kamen sie in einer Vergleichsstudie zu dem Ergebnis, dass in keiner ernstzunehmenden Untersuchung die Homöopathie-Präparate über die Wirkung von Scheinmedikamenten (Placebos) hinausgehen. Die Wirkung von Homöopathie basiert demnach auf nichts anderem als Einbildung“

    http://www.science-at-home.de/news/kurios/kurios_det_20050830105706.php

  13. Oliver sagt:

    Hier noch ein Link zu einem Artikel über eine Vergleichsstudie zwischen zwei verschiedenen „klassischen“ und einer homöapatischen Behandlung aus der Frauenheilkunde: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/?p=854

    Ist nicht ganz seriös, weil der Vergleich mit einem Placebo fehlt, aber dennoch aufschlußreich.

  14. textzicke sagt:

    Lieber Oliver,
    danke für den Linktipp!
    Meine Meinung dazu: Eine (Haut-)Pilzerkrankung rein homöopathisch zu behandeln, KONNTE nur schiefgehen. Einen Pilz sollte man stets auch, nein vor allem lokal mitbehandeln! Die homöopathische Behandlung ist allerdings eine wunderbare Begleitung, um die Konstitution für einen eventuellen Wiederbefall zu stärken. Speziell bei Vaginalpilzen – und das weiß ich aus einem fabelhaften Frauenkräuter-Seminar bei der ebenso fabelhaften Margret Madejsky – muss IMMER vor allem lokal behandelt werden, etwa mit Spülungen und/oder Zäpfchen aus Alchemilla, Myrrhe, Majoran und Rose. Außerdem krankt auch diese Studie, wie so viele andere, letztlich an der Frage „wie gut ist der an der Studie teilnehmende Homöopath?“ – wie alle anderen auch. :)
    Dennoch: danke!

  15. und schon wieder weg sagt:

    Schade drumm, heute abend bei YuccaTree gefunden, von heute an rückwärts gelesen, alles sehr charmant gefunden und dann auf das hier gestoßen. Esoterisches Geblubber der übelsten Sorte. Ein Blog mehr auf der „vergessen“ Liste.

  16. textzicke sagt:

    Erstaunlich, dass man sich bei Charmantfindung des gesamten Rests wegen EINER nicht gefallenden persönlichen Meinung von einem Blog abwenden muss. Anonym, versteht sich. Ich empfehle hier das Mittel „Tunnelblick C30“, gefolgt von „Anonymus D200“. Gute Besserung!

  17. Sonja sagt:

    „…vielmehr liegt unsichtbarer Weise in dem so befeuchteten Kügelchen oder in seiner Auflösung eine aus der Arzneisubstanz möglichst enthüllte und frei gewordene, spezifische Arzneikraft…“ Als Pharmazeut muss ich dazu sagen, dass die „Arzneikraft“ auch auf nichts anderem als bloßer Chemie beruht, allerdings im Falle der Homöopathie soll dies in einer bis ins Unendliche verdünnten Lösung (oder Trituration, Globuli oder was auch immer)vorliegen… Und warum, frage ich mich, liegen keine Studien mit statistisch signifikanten Ergebnissen der Homöopathie-Hersteller vor? Die sollten ja das größte Interesse daran haben, positive Ergebnisse vorzulegen.
    Grundsätzlich habe ich NICHTS gegen pflanzliche Arzneimittel. Nur weiß ich auch, dass der Placeboeffekt Wunder bewirken kann (auch bei den chemischen Arzneimitteln!) sowie der Glaube an die Wirksamkeit eines Produktes. Sollte mich jemand mit begründeten Nachweisen (und keinen „Erfahrungsberichten“) eines Besseren belehren, bin ich gerne bereit, meine Meinung zu ändern, aber bis dahin vertraue ich liebe auf überteuerte, randomisierte Studien, die ich wenigstens bis ins kleinste Statistikdetail nachvollziehen kann.

  18. textzicke sagt:

    Ich weiß ja nicht, wie oft ich noch darauf hinweisen muss, dass dieser mein Artikel, der haargenau meine eigene kleine Meinung darstellt und sonst nix, bitte AUFMERKSAM gelesen werden soll. Auch Du hast die Aussage dieses Artikels nicht erfasst, wie eigentlich alle anderen Zweifler hier auch. (Wundert Euch also bitte nicht, wenn ich Euch als verbohrt bezeichne)

    Dass Studien jeder Couleur bisher nichts beweisen konnten, TANGIERT MICH NICHT und tut für meine Einstellung der Homöopathie gegenüber nichts zur Sache – weil mir die so stark überwiegend POSITIVEN ERFAHRUNGEN aus meinem direkten Umfeld nunmal da sind und mich völlig überzeugen! Ganz ehrlich: Würde jemand feststellen und viele mir bekannte Menschen bestätigen, dass ein in Schluck Isarwasser Asthma heilt – aber nur, wenn vorher ein Altöttinger Gänseblümchenblatt darin geschwenkt wurde, welches wiederum mit Puderzucker bestäubt und dreimal mit der Titelmelodie von „Pumuckl“ besungen wurde – ich würde es nehmen. Schrübe ein bis an die Nasenspitze mit Diplomen zertifizierter Professor ein böses Dokument dagegen, würde mich das nicht interessieren. Denn ES HÜLFE MIR JA.
    Echt schade, dass das bei Euch nicht ankommt.

  19. Robert sagt:

    Ich hab mich jetzt sehr lange mit dem Thema auseinandergesetzt, wäre beinah mal von einem Homöpathiker & Holocaust Leugner vermöbelt worden, weil ich Sachlich diskutierte (nein keine sorge, weil beide sachen nicht in eine ecke schieben, aber 2 homöopathen bisher haben den auch geleugnet und imr was von ufos erzählt).

    Nunja, nachdem ich sehr viel gelsen habe kann ich nur weiterhin den Kopf über soviel Blödsinn schütteln. Textzicke, du bist ja vielleicht sonst ein netter Mensch, aber das du weiterhin an globoli glaubst… traurig.

    Schönen Tag!

  20. Andrea Beer sagt:

    Ich habe momentan akute Probleme mit der Bauchspeicheldrüse. Zwei homöopathische Mittel fand ich zur engeren Auswahl, habe mich aber für Belladonna (Tollkirsche) entschieden. Ich weiss sehr wohl, dass bei akuten Fällen der Gang zum Arzt oft unumgänglich ist, aber ich versuche es zuerst mal mit meinen Globulis. LG

  21. W. Rehkind sagt:

    Ich finde auch spannend, wenn mein Kind auf Homöopathie anspricht, muss aber sagen, dass selbst meine Ärztin (Homöopathin und praktische Medizinerin) bei bestimmten Krankheiten durchaus von Homöopathie auch abrät. Nicht, weil sie nicht helfen würde, sondern weil bestimmte Krankheiten, vor allem bei Kindern, das Immunsystem stärken, wenn man sich dem Krankheitsverlauf „hingibt“. Das Drei-Tage-Fieber bei kindern oder Babies etwa… Bisher jedenfalls auch nur gute Erfahrungen gemacht.

  22. Sandro Rodriguez sagt:

    Eine ergänzende Info, weil hier ab und an der Zahn samt Zahnarzt ins Spiel kam und es einmal auch hieß „Und natürlich kann Homöopathie keinen kaputten Zahn heilen“. Homöopathie ist durchaus ein Thema in der Zahheilkunde und ich bin heilfroh, dass mein Doc damit umgehen kann und weiß, wo die Vorteile, aber auch die Grenzen der alternativen Zahheilkunde sind.

    Im Ansatz beschreibt er es selbst so: http://www.praxis-boeger.de/zahnmedizin_1.htm

    CU
    Sandro

  23. Textzicke. Das Blog. » Archiv » Wer ich bin. sagt:

    […] Schuhgröße wie meine Großmutter, die Nase meines Vaters und die Lachbäckchen meiner Mutter. Homöopathie hat mir einmal das Leben gerettet (und entsprechende abfällige Kommentare werde ich nicht […]

  24. Marie sagt:

    @ Sandro, genau so ist es. Homöopathie ist eine unterstützende Heilmethode. Man sollte trotzdem einen Facharzt aufsuchen und deren Hilfe annehmen. LG Marie

  25. Lisa sagt:

    Ich habe deinen Blog erst vor ein paar Tagen gefunden und ein bisschen quergelesen, daher moechte ich jetzt hier etwas schreiben, auch wenn die urspruengliche Diskussion schon eine Weile her ist.

    Ein von dir, textzicke, in der Diskussion haeufig genanntes Argument fuer die Wirksamkeit von Homoeopathie ueber einen Placeboeffekt hinaus sei, dass Homoeopathie auch bei Kindern, Tieren und Pflanzen wirkt. Von Pflanzen weiss ich leider nichts, Kinder und Tiere haben jedoch einen nachweisbaren Placeboeffekt. Erste (neuere) Studien deuten sogar auf einen erhoehten Placeboeffekt bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen an! Nachzulesen kann man das zum Beispiel hier fuer Tiere http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2133.1975.tb03058.x/abstract und hier fuer Kinder http://www.plosmedicine.org/article/info:doi/10.1371/journal.pmed.0050166

  26. Lisa Maria sagt:

    Schöner Artikel! Ich bin ebenso sehr stark von Homöopathie überzeugt. Ich denke sogar, dass man mit Homöopathie weit mehr erreichen könnte als „herkömmlicher“ Medizin und ich denke auch, dass es nicht so viele Krankheiten gebe.

  27. textzicke sagt:

    Naja, die Krankheiten an sich werden deshalb wohl kaum weniger werden … aber wir könnten uns einigen von ihnen entspannter nähern, weil wir sie mit Homöopathie entweder lindern oder sogar heilen können. Oder die reguläre Schulmedizin damit unterstützen (denn ERSETZEN können wir diese nicht! Jedenfalls nicht bei allen Erkrankungen. Diesen essenziellen Unterschied zu erkennen, macht einen guten Homöopathen ja u.a. aus.).

  28. textzicke sagt:

    Genau dieses verantwortliche Handeln („Wir gehen das homöopathisch an“ vs. „Sofort ab zum konservativen Mediziner!“) ist ja das, was einen guten Homöopathen von einem Scharlatan unterscheidet. Gerade u.a. homöopathisch arbeitende Kinderärzte können in der Homöopathie eine starke Verbündete finden, aber auch eklatanten Fehleinschätzungen unterliegen. Augenmaß und eine sichere schulmedizinische Untermauerung sind hier unverzichtbar.

  29. textzicke sagt:

    Puh, also ohne entsprechendes Vorwissen, nur durch „Reinlesen“, würde ich da aber nicht allein an mir herumdoktern. Es braucht schon eine regelrechte homöopathische Anamnese, damit das richtige Mittel eine Chance hat. Und alles, was Drüsen etc. angeht (ich weiß ja nicht, welcher Gestalt Dein Problem ist), kann schnell mal verschleppt werden. Hast Du keine*n gute*n Homöopathin/Homöopathen in Deiner Umgebung? Ansonsten lass das lieber zusätzlich beim Endokrinologen absichern.

  30. textzicke sagt:

    Read again. Von „dran glauben“ kann bei mir nicht die Rede sein. Ich spreche einzig und allein aus stetiger positiver persönlicher ERFAHRUNG. Und da sind mir Studien et al. herzlich egal. Zumal im Hause Kura an nichts so lange homöopathisch herumgedoktert wird, bis Schlimmeres eintritt wegen Verschleppung oder so. Wir (= die Homöopathin und ich selbst) achten haargenau auf alles, beobachten insofern Krankheitsverläufe vermutlich aufmerksamer als Otto Normalpatient – und gehen übrigens selbstverständlich trotzdem weiterhin zum Facharzt, wenn es angezeigt ist.

  31. Franz Heidenreich sagt:

    Hallo und vielen Dank für den informativen Artikel. Ich habe schon oft über das Thema Homöopathie nachgedacht. Mein Onkel bekam durch einen Zeckenbiss Borreliose und landete dadurch im Rollstuhl. Niemand konnte ihm helfen. Erst als er zu einem Homöopathen ging, wurde es besser und heute kann er wieder putz munter laufen und sich voll und ganz bewegen. VG Franz

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