Wunderbar, wunderbar, wunderbar. Überfällig, heilsam, großartig. Diese Adjektive fallen mir zu dem Fotoprojekt “Touching Strangers” des amerikanischen Fotografen Richard Renaldi ein. Die Bilder kommen zustande, indem Renaldi fremde Menschen auf der Straße anspricht und sie bittet, für ein Foto miteinander irgendwie in Kontakt zu treten. Diese teils herzlichen, viel häufiger aber schüchternen oder sogar peinlich berührten Annäherungen hält er dann im Bild fest.

Ich finde: Das braucht die Welt. Wir fassen uns nämlich viel zu selten gegenseitig an – dabei weiß doch jeder, dass wir ohne Berührung nicht leben können!

touching_strangers

“Wichtige soziale Fotografie” wird Richard Renaldis Werk irgendwo im Internet genannt. Das trifft es auf den Punkt. Renaldi fotografiert Jugendliche in einem wirtschaftlich benachteiligten Landstrich, Menschen im Bus oder homosexuelle ältere Paare – und öffnet dem Betrachter damit die Augen für das, was eben nun mal da ist und das wir uns ruhig auch mal ansehen sollten, weil es nämlich zum Leben gehört.

gay_and_lesbian_elderly

Danke, Mr Renaldi, Sie haben hiermit einen neuen Fan!

(Und danke für Philippe von Blog mit Speck, durch dessen Artikel ich erst über diese tollen Bilder gestolpert bin)

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Ein Kommentar zu “Gegen Berührungsängste: Touching Strangers.”

  1. Ute sagt:

    Tja, ich weiß nicht. Klar braucht man Berührungen, aber in der Psychologie ist ja eigentlich bekannt, daß es einen Dunstkreis gibt, den Fremde instinktiv nicht durchbrechen. Tun sie es doch, entsteht daraus zumindest bei mir Nähe, die mir überhaupt nicht gut tut, sondern mich aggressiv macht. Wirklich von “brauchen” sprechen kann ich nur bei Körperkontakt mit Menschen, die mir etwas bedeuten. Das ist nicht einfach durch jeden X-Beliebigen zu ersetzen.

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