Glosse: Telefonierverhalten mit Kindern.
20. Mai 2009
Ich bin Freiberuflerin. Werbetexterin, um genau zu sein. Und ich habe Kinder, zwei an der Zahl. Die ich sehr liebe, wohlgemerkt – was mich aber nicht im Geringsten daran hindert, sie manchmal herzhaft zu verfluchen! Zum Beispiel dann, wenn ich eigentlich mit einem Kunden telefonieren müsste. So geschehen, als Töchterchen Liebreiz süße vier Jahre alt war:
Mit den Kindern im Schlepptau betrete ich soeben den Flur, lasse Taschen, Rucksäcke & Co. fallen und winde mich mit einem Arm aus der Jacke. Töchterlein Liebreiz, 4 Jahre, zickt wie immer und wegen allem. Da klingelt das Telefon. Ich eile, die Jacke noch an einem Ärmel am Boden nachschleifend, mit dem „Schnurlosen“ ins Büro, um eine Tür hinter mir schließen zu können. Denn auf dem Display – hurra! – sehe ich die Nummer meines derzeit zahlungskräftigsten Kunden, auf dessen Rückruf ich dringend warte. Ziemlich dringend, um genau zu sein, denn es geht um die Honorarabstimmung für ein neues, großes, sehr lukratives und obendrein prestigeträchtiges Projekt. Den Rest des Beitrags lesen »
Ferien. Arbeit.
9. April 2009
Arbeiten mit Ferienkindern ist normalerweise keine sooo entspannte Angelegenheit. Schließlich soll die Brut ordentlich betreut sein, während Muttern schuftet.
Manchmal – und das ist prima – kann man Jobtermine verschieben und hat dann plötzlich Zeit für so tolle Dinge wie Radfahren oder Im-Garten-Herumgammeln. Leider passiert das nicht allzu häufig.
Meistens ist Verschieben nämlich unmöglich oder ein Auftrag ist so wahnsinnig prestigeträchtig, dass man ihn unbedingt haben möchte. In diesen Fällen singe ich ein Loblied auf den Erfinder des Laptops und des Wireless LAN. Weitere wichtige Accessoires: ein Balkon, ein Sonnenschirm, ein bequemer Stuhl, ein Milchkaffee. Gerne ein Schüsselchen Peperonichips, danke sehr.
Auf diese angenehme Weise habe ich die letzten Tage ebenso produktiv wie angenehm verbracht und finde es einmal mehr grandios, Freiberuflerin zu sein. Arbeiten auf Balkonien – was für ein Luxus!