Ich koche gern. Manchmal vor Wut, meist aber aus Hunger und Lust an frischen Zutaten. Nun bin ich in der glücklichen Lage, in meiner Bürogemeinschaft über eine voll ausgestattete Küche und zwei mir in Verfressenheit ebenbürtige Kolleginnen zu verfügen … aber was, wenn dem nicht so wäre?

Dann würde ich die absolut großartige Idee des Kleinen Kuriositätenladens klauen (denn deren Betreiberin klaute sie einst selbst, höhö). Fortan würde ich mir täglich wechselnde 10-Minuten-Terrinen zu Hause vorbereiten und am Arbeitsplatz nur fix mit kochendem Wasser übergießen. Beim Öffnen des Glasdeckels würde ich genießerisch schnuppern und mir den Neid der unbesuppten Kolleginnen und Kollegen einfangen. Und dann würde ich ihnen raten, es mir einfach nachzutun. Und dann würden wir den Club der Suppenkasper gründen. Genau so würde das laufen. :)

Foto © Kleiner Kuriositätenladen

Soll heißen: Kampf dem langweiligen Büro-Fraß und ungesunden Fast Food! Vorhang auf für leckere, gesunde und dabei auch noch schnelle Pausensnacks! Tschakka!

(und vielen Dank an foodfreak für diesen tollen Tipp auf Twitter!)

Die bayrischen Pfingstferien stehen vor der Tür und damit eine freie Woche für mich samt Familie. Wir werden die hoffentlich erholsamen Tage am Gardasee verbringen. Den Kopf freikriegen, Sie verstehen.

Nun ist aber leider das “frei” in “Kopf freikriegen” & “Freiberufler” nicht immer wörtlich zu nehmen. Spätestens seit iPhone, Roaming und Surfstick ist nämlich die Versuchung groß, doch mal eben in dem Mail-Eingang zu linsen (alternativ auch auf die Schnelle ein paar Blog-Statistiken abzufragen oder flugs die Lieblingsnetzwerke querzulesen), während sich die Brut am Strand tummelt. Dass das nicht gerade der Sinn eines Urlaubs ist, wissen wir Freelancer durchaus … aber hey, es könnte doch gerade heute dieser wahnsinnig lukrative Auftrag per eMail reingekommen sein! Man stelle sich vor, auf genau diese Mail nicht zu reagieren! Was denkt denn der potenzielle Kunde von mir, wenn ich nicht gleich antworte!? Panik galore.

ClipArt-Bild "Frau im Bikini auf dem Liegestuhl mit Laptop"

Das Geheimrezept dafür, aus dem Freelancer-Urlaub doch die maximale Erholung rauszupressen, heißt Abwesenheitsnotiz* (am effektivsten mit den Add-ons “Egal2.1″ und “EntspannDich.BETA”). Fast jeder eMail-Client bietet diese fabelhafte Möglichkeit, automatische Antworten auf eingehende Mails zu generieren. Theoretisch wusste ich das natürlich schon immer. Aber heute habe ich einen Artikel gelesen, der das Thema akut wieder auf den Tisch holt. Den Rest des Beitrags lesen »

So wahr: The Mom Song.

15. Februar 2010

Nicht mehr neu, aber immer wieder ein Staunen, betroffenes Seufzen und schließlich lautes Losgackern wert: “The Mom Song” von Anita Renfroe.

Alle Wahrheiten über das Mutterdasein in einem Song. Die ganze Litanei. Alle Mahnungen, Aufforderungen, Zum-hundertsten-Mal-Phrasen. Kurz: das gesamte Hamsterrad, das wir gemeinhin unter dem heroischen Begriff “Mutterschaft” führen. Dass wir nicht längst verrückt geworden sind, liegt wohl an dieser wie Kaugummi dehnbaren, grenzenlosen Liebe, die wir unserer Brut gegenüber empfinden – was auch immer sie uns antut. Das hat die Natur schon ganz gut gemacht, oder? ;)

Die ganz Harten können sich den Song sogar als Klingelton herunterladen und den Text auswendig lernen: hier!

(Ich danke meinem Twitter-Follower @kopfkinoexperte dafür, dass er mich heute daran erinnerte, wie lange ich diesen Song schon bloggen wollte!)

Schreibbegabung.

1. Oktober 2009

Mütter sind ja fast immer stolz auf ihre Kinder. Ich natürlich auch, selbst wenn mich hie und da der Drang befällt, die Brut an der Autobahnraststätte … aber lassen wir das, sonst kriege ich nur Ärger.
Töchterchen Liebreiz zum Beispiel erquickt das Textersmutterherz, indem sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann. Das kenne ich von mir, wie man hier nachlesen kann. Den Rest des Beitrags lesen »

Nein, ich bin kein allzu großer Fan von Conni. Wirklich nicht. Das heißt – ich habe nicht pauschal etwas gegen das Gör mit der roten Schleife, aber zu viel ist zu viel. Mitte 2009 hatte ich das große Glück, für den Carlsen Verlag (Herausgeber der Conni-Bücher) eine Glosse genau zu diesem Thema schreiben zu dürfen. Sie erschien in einem Sonderheft, das seit Kurzem in den Buchhandlungen zum Mitnehmen ausliegt.
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Glosse: Melkfett.

20. Mai 2009

Neulich bei der Rückenmassage. Ich liege mehr oder weniger entspannt auf dem Bauch, den Kopf ein wenig zur Seite gedreht, um nicht zu ersticken. Der auf Nasenhöhe angebrachte Schlitz in der Massageliege ist ja nett gemeint, doch außer vielleicht für Möwenschnäbel anatomisch fehlkonstruiert: Leider werden beim Hineinstecken des Riechorgans dessen Flügel auf brutale Weise zusammengepresst und die Luft entsprechend knapp. Von tiefer Bauchatmung keine Spur! Dann doch lieber die der Symmetrie unförderliche Seitwärts-Stellung eingenommen, einmal tief geseufzt und auf den Masseur gewartet.

melkfettdoseDer kommt auch, greift zuerst in den obligaten roten Topf mit Creme und dann herzhaft in meinen gepeinigten Schultergürtel. O seliger Schmerz! Als meine Muskeln endlich den Kampf gegen die knetenden Hände aufgeben, schlage ich die bis dahin zusammengekniffenen Augen wieder auf. Mein waidwunder Blick fällt auf die eben schon genannte rote Dose, platziert auf einem Regal in der Ecke der Kabine. Den Rest des Beitrags lesen »