Warum man nicht kostenlos arbeiten sollte.
19. April 2013
Die grandiose Martina Bloch aka @akquisefachfrau schrieb bereits 2011 auf ihrem Akquiseblog über eine Frage, die uns Freelancer immer wieder umtreibt:
“Sollte ich unter irgendwelchen Umständen kostenlos arbeiten?”
Die Antwort, so wird mir der geneigte Leser zustimmen, lautet vernünftigerweise meist “Natürlich NICHT, hallo, geht’s noch?”. Trotzdem gerät man als Freelancer immer wieder in die Situation, den vermeintlichen guten Argumenten potenzieller Leistungserschleicher begegnen zu müssen. Auch mir ist es – vor allem in den ersten Jahren meiner Freiberuflichkeit – durchaus schon passiert, dass ich mich von blumigen Versprechen und dreisten Lügen einlullen ließ. Für diese Fälle hat die amerikanische Typo-Künstlerin und Illustratorin Jessica Hische die Mindmap “Should I work for free?” erstellt. Schritt für Schritt führt sie den gezwickmühlten Freelancer durch die Entscheidungsfindung, ob man angeblich ruhmreiche, folgeauftragsschwere und karmafördernde Projekte ohne Honorar bearbeiten sollte. Fazit: Solange der/die Anfragende nicht Deine Mutter, Dein bester Freund oder eine coole Band oder Non-profit-Organisation ist, mit deren Zielen Du Dich 100% identifizierst: lass es!
Die Mindmap gibt es jetzt auch auf Deutsch (übersetzt von Patrick G. Stoesser) und hier ist sie:
Nichts davon ist wirklich völlig neu, aber mir gefällt die humorvolle Herangehensweise an schwierige Gedanken. Für mich habe ich daraus mitgenommen, dass ich Anfragen nach “Arbeiten für lau” noch kritischer beäugen … und noch selbstbewusster ablehnen werde. Gute Arbeit kostet eben. Punkt.
Die Wahrheit über Websites. ALLE Websites.
5. März 2013
Das Verfassen dieses kurzen Textes bedarf äußerster Selbstbeherrschung. Warum? Weil ich seit einer Stunde alle paar Sekunden aufs Neue lachend zusammenbreche, ein paar Buchstaben tippe, wieder zusammenbreche, wieder tippe …
Und warum nun dies? Weil ich die lustigste Website der Welt entdeckt habe. Nach dem Besuch derselben wissen Sie alles, was Sie über Websites je werden wissen müssen und, naja, noch etwas mehr. Vor allem wird sich Ihr englischer Wortschatz in Sachen Gossenslang … sagen wir … erweitert haben.
Der folgende Link führt nun dorthin.
DISCLAIMER: Bitte nur klicken, wenn Zeit und Ort für einen ausgiebigen Lachkrampf vorhanden sind!Ich ringe noch immer um Fassung.
In Österreich ticken Staubsauger anders.
4. März 2013
Auf dem (äußerst empfehlenswerten!) Blog Comrecon stieß ich heute auf einen Artikel über Staubsauger – um genau zu sein, über die Slogans aus der Werbung für MIELE-Staubsauger und MIELE-Produkte allgemein.
Moment … Slogans?
Hat ein Unternehmen nicht immer nur einen Claim pro Sprachraum?
Oh nein, absolut nicht!
Was ich nämlich nicht wusste: Obwohl sich Deutschland und Österreich eine Sprache teilen, bewirbt MIELE seine Elektrogeräte in beiden Ländern völlig unterschiedlich. Während sich offenbar deutsche Kunden mit dem Slogan “Immer besser” identifizieren, reagiert der durchschnittliche Österreicher eher auf “Verlässlichkeit für viele Jahre”.
“Lokalisierung” nennen wir Werber diese manchmal kleinkariert wirkende, aber sinnvolle Buchstabenreiterei.
Doch bevor ich darob in die Tiefe gehe, schicke ich meine Leser ein Häuschen weiter direkt zu dem besagten Artikel. Denn was andere schon prima geschrieben haben, muss man ja nicht unnötig frisch aufbügeln, stümmt’s?
Die Sache mit dem “Mengenrabatt”. Beim Texten.
28. Januar 2013
Wie man dem Namen meines Blogs mit etwas Fantasie entnehmen kann, bin ich Werbetexterin und Lektorin. Ich arbeite zu einem gewissen Stundensatz und schaffe eine gewisse Menge an Textarbeit pro Stunde. Multipliziere ich meinen Stundensatz X mit dem Zeitaufwand Y, erhalte ich das zu kalkulierende Honorar Z. Wenn Sie diese kleine Formel kurz memorieren möchten? Danke.
Nun begibt es sich regelmäßig, dass mich potenzielle Kunden mit der Erstellung oder der Korrektur von Texten beauftragen möchten. Das ist eine feine Sache, weil von mir perfide so geplant. Nicht geplant ist hingegen, dass ich ob der winkenden Aufgabe munter drauflos kalkuliere – wir erinnern uns: Der Stundensatz! Der Aufwand! Die Multiplikation! – und dann der Kommentar kommt:
“Öha, ganz schön teuer. Aber hey, es muss ja nicht nur die Broschüre … auch unsere Website braucht neue Texte. Und ein Mailing wollen wir auch machen. Und überhaupt kommt da sicher immer wieder was! Können Sie uns da nicht einen Mengenrabatt geben?”
Dass ich Sätze wie diese in knapp 15 Jahren Selbstständigkeit gefühlte drölf Milliarden Mal gehört habe, macht sie nicht besser. Denn derlei Verhandlungsgebaren ist vielleicht beim Erwerb von Kreuzschlitzschrauben, Herrensocken oder Streusalz nachvollziehbar. Aber niemals! bei! Dienstleistungen! Den Rest des Beitrags lesen »
Diese Empfehlung für die beste Shiatsu-Massage und Osteopathie-Behandlung, die ich je erleben durfte, kommt von Herzen. Angesprochen fühlen sollten sich alle Patienten im Raum Starnberg/Herrsching/Weßling. (Starnberg, Herrsching & Co. ist dabei nur eine Hausnummer – die Anreise lohnt sich absolut auch für Patienten aus München, FFB, Weilheim oder sonstwo! Außerdem behandelt Nadja regelmäßig auch in einer Partner-Praxis in Starnberg, recht gut erreichbar vom Bahnhof See aus. Auch hier sind also Termine möglich.)

Nadja Neumüller ist Heilpraktikerin mit Schwerpunkt prozessorientierte Homöopathie, ausgebildete Shiatsu-Therapeutin und demnächst zertifizierte Osteopathin*. Wir kennen uns seit 25 Jahren, aber das ist nicht der Grund, warum ich heute für sie die Werbetrommel rühre. Den Rest des Beitrags lesen »
Handgeschriebener Fax-Spam. Seriously?!
23. Oktober 2012
Gerade bimmelte mein Fax. Das schockte mich voll aus dem Sessel, denn hey, wer verschickt schon heute noch Faxe? Was ich dann aus dem verwaisten Gerät älteren Semesters holte, made allerdings my day. Weil: handgeschrieben. Adressiert an “Patrick”, der ich natürlich nicht bin. Absender: “Hans”, der Patrick, na klar, vergeblich versucht hatte anzurufen. Hans, müsst Ihr wissen, ist nun offenbar Inhaber von topgeheimen Insider-Infos über ecuadorianische Aktien, die ganz sicher (!) sofort morgen (!) in ungeahnte Höhen schießen werden. Daher: NOCH HEUTE KAUFEN und morgen schon auf den Caymans chillen! Seht selbst:

Keine Absendernummer natürlich. Was schade ist. Denn sonst wäre mein erster Reflex gewesen, dort anzurufen und schallend ins Telefon zu gackern. Für wie blöd HALTEN manche Menschen uns? Es ist doch nicht zu fassen.

