Happy Bookmas!

11. Dezember 2017

Es gibt viele schöne Ideen mit BĂŒchern, aber manche sind noch schöner. So wie dieser Lasst-die-BĂ€ume-leben-ich-baue-meinen-eigenen-Weihnachtsbaum-aus-BĂŒchern-Clou, den @twolitter heute auf Twitter postete. Okay, auch die BĂŒcher waren mal BĂ€ume, aber sie waren ja nunmal schon da und aus dem Regal muss man sie auch nicht rausrĂ€umen.
ICH finde das praktisch. Und wenn mein eigenes BĂŒcherregal nicht 5 Meter lang und nur 1,50 Meter hoch wĂ€re, wĂŒrde ich die Idee vielleicht sogar klauen.

Netflix ist ein beliebtes Video-on-Demand-Portal. Und weil KundennĂ€he rockt, ist Netflix auf allen möglichen Social-Media-Plattformen unterwegs. Klar – das wĂŒrde einem heute jeder Marketingberater ans Herz legen, der halbwegs bei Verstand ist. Nun hat diese Art von Kommunikation mit Kunden bei Weitem nicht jeder drauf, bedient aber dennoch die entscheidenden Accounts seines Arbeitgebers. Schon viele Unternehmen haben dank unzureichend ausgebildeter, konfliktunfĂ€higer oder schlicht humorloser Mitarbeiter unfreiwillige Touren durch die FettnĂ€pfchen ihrer Leser angetreten.

twitterlogo

Von Humorlosigkeit kann bei Netflix allerdings nicht ansatzweise die Rede sein. Da sitzt am Twitter-Kanal ganz offensichtlich ein Mensch mit Humor und Köpfchen. Als sich Netflix- und Twitteruser @Bucksen ganz leutselig per Reply an @NetflixDE wandte und nach Filmtipps fĂŒrs Wochenende fragte – statt sich die MĂŒhe zu machen, selbst im Programm zu stöbern -, entspann sich ein absolut herrlicher Dialog. Well done, Netflix, well done! Ich hefte das dann mal unter „Social Media Best Practice“ ab, ok?

Netflix_Dialog_1

Netflix_Dialog_2Netflix_Dialog_3

Als ich mich heute in einer E-Mail an eine Kollegin vertippte, hat mir wohl mein Texterinnenherz die Feder gefĂŒhrt. Da stand dann nĂ€mlich das hier (klar, dass ich es sofort twittern musste):

Ja, ich bin Freuberuflerin, denn ich bin meine eigene Chefin in einem Job, der mich ausgesucht hat statt umgekehrt. Es trifft sich hierbei gut, dass ich eine so kinderfreundliche Chefin bin, denn so konnte ich vom ersten Atemzug meiner Kinder an immer genau so viel arbeiten, wie jeweils gerade möglich war. Was fĂŒr ein Luxus!*

Dass ich mal „was mit Schreiben“ machen wollte, war ĂŒbrigens klar, sobald Klein Lilian im Kindergarten die ersten Buchstaben krakelte. Dass in meiner Familie BĂŒcher schon immer allgegenwĂ€rtig waren (kein Wunder mit einem Lektoren-Opa), spielte dabei sicher eine wichtige Rolle. Okay, es ist nun Werbung und Lektorat/Korrektorat geworden und keine Schriftstellerei. Aber hey, das ist eben so. Und wer weiß, vielleicht habe ich ja doch plötzlich irgendwann ein Manuskript in der Schublade. Momentan bin ich aber sehr glĂŒcklich mit genau dem, was ich tue.

Nee, Moment, stimmt nicht ganz. Es gibt etwas, das ich gern viel hĂ€ufiger tĂ€te: brainstormen. In Agenturen oder Unternehmen gehen, die ideenmĂ€ĂŸig im TrĂŒben schippern. Die sich in Sachen Marketing neu ausrichten oder ihre bestehende Werbestrategie aufpolieren wollen. Denen – nicht nur rein textlich – ein frischer Wind fehlt. Denen es hĂŒlfe, wenn jemand von außen auf ihr Ding schaut und es schonungslos auf Tauglichkeit auseinandernimmt. Und Slogans. Ja, Slogans will ich in Zukunft viel mehr machen. Oder Produktnamen. Je kreativer, desto besser – das kann ich nĂ€mlich richtig gut.

So. Und jetzt gehe ich mit einem fetten Grinsen im Gesicht zurĂŒck an meinen aktuellen Text. Es geht um vegetarisches Catering; danach ist medizinisches Fachsprech ĂŒber MikronĂ€hrstoffe dran.
(ErwĂ€hnte ich dass ich meinen Job liebe? Ich liebe meinen Job. Danke, dass das so sein darf – und danke an die vielen treuen Kunden, die meine Arbeit zu schĂ€tzen wissen.)

Herz

* Jaaa, klar hat die Freiberuflickeit auch Nachteile. Die manchmal unsichere Auftragslage etwa, oder dass man sich in Ermangelung von Vorgesetzten selbst disziplinieren muss. Mir ist es das aber alles wert. Nichts ersetzt mir die Freiheit, meine Zeit selbst einzuteilen und AuftrĂ€ge abzulehnen/weiterzuleiten, die nicht „meins“ sind. Das wird von Jahr zu Jahr besser, weil ich inzwischen fest auf meinen TextersfĂŒĂŸen stehe. Ich wĂŒnsche allen Freelancerkollegen in egal welchen Berufen, dass sie in ihrer Arbeit ebenso froh sind wie ich mit meiner.

Aus China kommen immer die schrulligsten Trends, richtig?
Die sind manchmal drölfundneunzig Prozent schrullig, richtig?
Muss man nicht haben, richtig?

Richtig. Trotzdem sind sie immer wieder zumindest fĂŒr einen Lacher gut. So wie die „hairy stockings“ – behaarte Leggings, die unterm Minirock zwar ganz klar alle Blicke auf sich ziehen, aber nicht die ĂŒblichen anerkennend-lechzenden, sondern eher die von der „WTF?!“-Fraktion.

haarige_Leegings

Genau dazu sind sie ĂŒbrigens erfunden worden, die haarigen Dinger. Damit frau mal wieder unbehelligt mit kurzen Röckchen durch die Straßen spazieren kann. Du liebe GĂŒte, so weit ist es schon. ABER: HĂ€tte ich das vor ein paar Tagen gewusst, hĂ€tte ich die anziehen können, als ich auf Twitter mit diesem Bild

Beine

um das Bereitlegen von KĂŒhlkompressen und StĂŒtzbandagen bat, weil ich jetzt mal dieses „hohe Schuhe“ ausprobieren wollte. Was ich erntete, waren nĂ€mlich keine anfeuernden Rufe, sondern vor allem ein umfĂ€ngliches, wenn auch virtuelles „Bauarbeiterpfeifen“* bezĂŒglich der in den hohen Schuhen steckenden Beine. Ich bin mir fast sicher, dass das nicht passiert wĂ€re, hĂ€tte ich diese, Ă€h, sexy „hairy stockings“ getragen. Gnihihi!

* Nicht dass mich das ĂŒbrigens wahnsinnig stören wĂŒrde. Ist doch nett, wenn jemandem meine Beine gefallen, obwohl sie stets zerschrammt und behĂ€matomt sind. Ich kenne zwar das „Spießrutenlaufen“ durch stark y-lastige Gesellschaften und ja, manche Kommentare sind nervig. Aber schlimm, nein, schlimm ist anders. Gorillabeine zum Beispiel. 😉

Vizify my Twitter life.

14. Juni 2013

Ach, wie ist das nett! Ein neues, in meinen Augen hochkreatives (und technisch echt cooles) Tool wabert aktuell durch Twitter. Vizify analysiert Tweets, getwitterte Fotos und Tweetverhalten – Twitter“hochzeiten“, hĂ€ufigste GesprĂ€chspartner, typische Schlagworte – und bastelt daraus ein Video. Man kann, muss aber nicht, einzelne Szenen nachtrĂ€glich löschen, austauschen oder neue hinzufĂŒgen. Auch die Musikauswahl ist verĂ€nderbar. Bei mir kam ein Filmchen dabei heraus, das mein Alter Ego Textzicke gar prĂ€chtig umschreibt. Finde ich. 🙂

Und hier ist es:

vizify_Twitter_Video_Textzicke

Gnihihi! Mir gefĂ€llt’s. Wenn Ihr auch ein Vizify-Video erstellen wollt, bitte hier entlang.

Dank Britta Freith bin ich gerade auf diese nette Aktion aufmerksam geworden – und nun dabei, obwohl ich mich nicht mehr „offiziell“ anmelden konnte. Nun ja, dann eben nur hier, ohne facebook. 😉

Ich habe mich entschieden, das Buch „Was ich liebte“ von Siri Hustvedt zu verlosen. Es ist eine dicke, schöne Hardcoverausgabe von 2003, der man ansieht, dass sie auch, bevor ich sie in die Finger bekam, schon ein paarmal gelesen wurde (ich erwarb sie auf einem Flohmarkt).

Warum ich ausgerechnet  dieses Buch ausgesucht habe? Weil es mich gleichermaßen genervt, gefordert und völlig fasziniert hat. Gelesen habe ich es letztes Jahr im Herbsturlaub auf Sardinien. Da saß ich nĂ€mlich eine Woche lang mit Anorak und Schal in einem StrandcafĂ© an der Surfstation, wĂ€hrend meine MĂ€nner wie die VerrĂŒckten – Überraschung! – surften. Um mich herum: Surfer. Ich fand die nett, konnte aber zu ihren Themen (Surfen) und ihrer Begeisterung (Surfen) nicht viel beitragen. Deshalb las ich.

„Was ich liebte“ ist vielschichtig, intellektuell, psychologisch dicht und manchmal ziemlich verstörend.  Es geht um Kunst, Liebe, Freundschaft, Mord, Geschlechterrollen, Abschied und Kontrollverlust. Siri Hustvedts ErzĂ€hlweise ist mit Sicherheit grandios, durch ihre Kleinteiligkeit aber manchmal enervierend … wobei ich mich frage, ob nicht gerade die Kleinteiligkeit so genial …? Ach, ich weiß doch auch nicht. Selbst nach dem Lesen bin ich mir noch nicht zu 100% sicher, wie ich das Buch eigentlich wirklich fand. Und deshalb verlose ich es. Weil ich viele Menschen kenne, die davon schwĂ€rmen, und manche, die es verabscheuten (ein paar amazon-Rezensionen gibt es hier).
Ich sitze zwischen den StĂŒhlen und wĂ€re auf die Meinung des Gewinners gespannt. 🙂

Also los! Jeder Kommentar kommt in den Lostopf und am 30. April ziehe ich die Gewinnerin oder den Gewinner. Ich freue mich auf Eure Teilnahme und jedes Weitersagen, z.B. auf Twitter.

UPDATE vom Update:

07.06.2013: Leider hat sich der Gewinner auf meine drei Mails hin nicht gemeldet, ich finde ihn nirgendwo und eine Adresse habe ich nicht. Ich finde, jetzt habe ich lange genug gewartet. Deshalb haben wir nochmals gelost und gewonnen hat diesmal … *Trommelwirbel* … Kommentar Nummer 36!!! Das ist die liebe Ellen, die ich lustigerweise sogar von Twitter kenne (@Barfussprinzess) und deren Blog kleine-wunder-ĂŒberall ich ĂŒber alle Maßen wundervoll finde. Viel Spaß mit dem Buch, Ellen!

30.04.2013: Um Punkt 18 Uhr zog eine GlĂŒcksfee namens Turbosohn ein Los aus dem Topf und es trÀÀÀgt … *Trommelwirbel* … die Nummer 4!

Das bedeutet, der Gewinner heißt Oliver SchĂŒssler (Kommentar Nummer 4). Herzlichen GlĂŒckwunsch und viel Spaß beim Lesen!