Netflix ist ein beliebtes Video-on-Demand-Portal. Und weil KundennĂ€he rockt, ist Netflix auf allen möglichen Social-Media-Plattformen unterwegs. Klar – das wĂŒrde einem heute jeder Marketingberater ans Herz legen, der halbwegs bei Verstand ist. Nun hat diese Art von Kommunikation mit Kunden bei Weitem nicht jeder drauf, bedient aber dennoch die entscheidenden Accounts seines Arbeitgebers. Schon viele Unternehmen haben dank unzureichend ausgebildeter, konfliktunfĂ€higer oder schlicht humorloser Mitarbeiter unfreiwillige Touren durch die FettnĂ€pfchen ihrer Leser angetreten.

twitterlogo

Von Humorlosigkeit kann bei Netflix allerdings nicht ansatzweise die Rede sein. Da sitzt am Twitter-Kanal ganz offensichtlich ein Mensch mit Humor und Köpfchen. Als sich Netflix- und Twitteruser @Bucksen ganz leutselig per Reply an @NetflixDE wandte und nach Filmtipps fĂŒrs Wochenende fragte – statt sich die MĂŒhe zu machen, selbst im Programm zu stöbern -, entspann sich ein absolut herrlicher Dialog. Well done, Netflix, well done! Ich hefte das dann mal unter „Social Media Best Practice“ ab, ok?

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Die Montagsinterviews von texterella sind legendĂ€r. Kein Wunder: Bloggerin und Allround-Wonderwoman* Susi Ackstaller gestaltet die Interviews mit so viel Herzblut, Achtsamkeit und Geschmack, dass man nicht anders kann, als sich hochgradig geschmeichelt zu fĂŒhlen, wenn sie einen fragt, ob man nicht die NĂ€chste sein möchte. So geschehen nun auch bei mir – da ich nun endlich auch dieses Dingsda mit der 4 vorne dran geknackt habe, unter der Rubrik „Frauen ab 40“.

Susi, ich knickse artig und danke sehr. Es hat Spaß gemacht (allein die WĂŒhlerei in alten Fotos! Geeez!) und offenbar bin ich ganz gut getroffen. Das sagen jedenfalls alle, die das Interview gelesen haben und mich kennen. And here we go:

Texterella_Montagsinterview

*Es kann einfach nicht unerwĂ€hnt bleiben, dass Susi unter anderem die GrĂŒnderin meines Herzens-Netzwerks texttreff ist, ohne das mein Leben garantiert andere Bahnen genommen hĂ€tte. UnĂŒbertrieben! <3

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Als mich vor einiger Zeit Christiane Frohmann vom Frohmann Verlag via Twitter fragte, ob ich zu ihrem neuesten Projekt etwas beitragen möchte, war ich sofort dabei.
„Tausend Tode schreiben“ sollte das eBook heißen, in dem an die 1.000 Autoren in völlig freier Form irgendeinen Text zum Thema Tod und Sterben schreiben. Eine persönliche Erfahrung oder auch Hörensagen, als Fiction, Lyrik, Worthaufen, Kurzgeschichte … jeder so, wie es zu seiner Idee vom Tod am besten passt. In loser Aneinanderreihung dieser BeitrĂ€ge entstand so ein ganz besonderes Buch, sehr persönlich, sehr nah, sehr bewegend, manchmal augenzwinkernd, meistens optimistisch-positiv, oft abgrundtief traurig – wie der Tod und alles drumherum eben so spielt.

Alle Autoren haben auf Honorar verzichtet und auch der Verlag erhebt keinen Anspruch auf seinen Anteil. Die Erlöse gehen stattdessen an das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin-Pankow.

Stand heute (Version 2/4) sind es 247 Texte; Nummer 217 stammt von mir. Den Rest des Beitrags lesen »

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Genau mein Humor.

9. Mai 2014

Aufkleber

(gesehen auf der Toilette des entzĂŒckenden veganen CafĂ©s „Die kleine Chaostheorie“ in Berlin.)

 

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Imagefilme! Kennste einen, kennste alle.
Von Synergien, Wertschöpfung und Kompetenz ist da die Rede. IMMER.
Die AnsprĂŒche des Marktes werden innovativ bedient, man ist zukunftsorientiert und ein Vorreiter in der Branche. IMMER.
Nicht zu vergessen, dass es die Menschen sind, die zĂ€hlen, man fĂŒr Tradition und Leidenschaft steht und Nachhaltigkeit lebt. IMMER.

Kurz gesagt: Die meisten Imagefilme sind Bullshit-Bingo vom Feinsten.

Genau wie dieser hier, vom Obststandl Didi in MĂŒnchen: „‚S Lebn is a Freid“. Mit dem kleinen Unterschied, dass er exakt dieses Bullshit-Bingo komplett auf die Spitze treibt – mit unschlagbarer Ironie und einem Augenzwinkern, das geradezu knirscht. :-)

Mein Fazit: Eine großartige, superkreative Leistung aus der MĂŒnchner Ideenschmiede* al Dente Entertainment. Respekt!
(Pssst: Braucht Ihr alDentinos gerade Texter? Hier! Ich! *schnipsundhops* ;-))


 

*auch so’n schönes Bullshit-Bingo-Wort. Gnihi!

 

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Jochen Mai, Betreiber des ziemlich fabelhaften karrierebibel-Blogs, hat zur Blogparade getrötet und ich habe den Ruf vernommen. Das Thema: „Bewerbungs-Ghostwriter: Darf man das Anschreiben von Profis pimpen lassen?

Ich finde: ja. Allerdings innerhalb sehr, sehr eng gesteckter Grenzen, auf die ich gleich nÀher eingehe.
Als Werbetexterin biete ich durchaus meine Hilfe bei der Erstellung aussagekrĂ€ftiger Bewerbungen an – unter der Vorgabe (!), dass bereits etwas vorliegen muss. Und zwar ein vollstĂ€ndig selbst verfasstes Anschreiben, in dem der Bewerber alles verwurstet, was eben in ein Bewerbungs-Anschreiben so hineingehört:

  • Warum bewerbe ich mich ausgerechnet um diese Stelle?
  • Welchen Nutzen hat der potenzielle neue Arbeitgeber davon, wenn er ausgerechnet mich einstellt?
  • Welche berufliche/schulische Laufbahen habe ich bisher vorzuweisen?
  • Wie sehen meine Gehaltsvorstellungen aus (wenn das in der Stellenanzeige so gewĂŒnscht ist)?

Dazu gebe ich auf Wunsch vorher natĂŒrlich Tipps fĂŒr Reihenfolge, Gewichtung, Dos/Don’ts und dergleichen. Liegt mir diese Rohfassung vor, geht sie meist noch einmal zurĂŒck an den Verfasser, versehen mit Anmerkungen, an welchen Stellen es hapert, was zu ergĂ€nzen ist usw. Erst diese zweite, manchmal auch dritte Fassung lektoriere und korrigiere ich, achte aber weiterhin penibel darauf, keinesfalls mich bzw. meinen Stil einzubringen. Was also durchaus bedeuten kann, dass am Schluss eine zwar fehlerfreie, aber nicht perfekte Bewerbung dabei herauskommt – ein Risiko, dessen sich mein Auftraggeber bewusst sein muss.

Warum? Darum:
Bei Bewerbungs-Anschreiben ist es wichtig, dass die Persönlichkeit des Bewerbers maximal erhalten bleibt! Eine komplett fremdverfasste Bewerbung wĂ€re ihrer Vorsilbe nicht wert und wĂŒrde ihren Urheber als etwas verkaufen, das er nicht ist. EnttĂ€uschungen beim EmpfĂ€nger wĂ€ren dann vorprogrammiert. Deshalb ĂŒbernehme ich hier das Schreiben „von Grund auf“ niemals völlig, sondern fungiere eher als eine Art Schreib-Coach mit anschließendem Lektorat/Korrektorat. AuthentizitĂ€t rulez!

Bredouillös wird die Sache dann, wenn es sich um eine Stelle mit schreibenden Aufgaben handelt (Sekretariat, Onlineredaktion, LehrtĂ€tigkeit & Co.), der mir vorgelegte Text aber von vorne bis hinten davon zeugt, dass der Verfasser des Schreibens schlicht nicht mĂ€chtig ist. In diesen gottlob seltenen FĂ€llen bekommt er von mir schon mal zu hören, dass er seine Berufswahl eventuell ĂŒberdenken sollte. Schön ist das nicht – fĂŒr keine der beiden Seiten.

Wie handhaben meine Texter-Kolleginnen und -kollegen das? Pimpt Ihr Bewerbungen im Kundenauftrag Ă€hnlich vorsichtig wie ich oder geht Ihr bewusst ans Eingemachte? Lehnt Ihr Anfragen fĂŒr „Bewerbungs-Ghostwriting“ vielleicht grundsĂ€tzlich ab und wenn ja, aus welchen GrĂŒnden? WĂŒrde mich mal interessieren.

 

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