Okay, okay, okay, nat√ľrlich sind richtig gute Websites NICHT easy.*

Stattdessen¬†gibt eine ganze Menge zu beachten: Accessibility, Responsible Design, gut lesbare Fonts, Barrierefreiheit … und neben einer Fantastillion weiteren Details braucht sie nat√ľrlich verdammt guten Text. Auf den Google und seine Kumpels stehen, der Leser aber noch mehr. Den im Idealfall ich¬†geschrieben habe, aber das nur nebenbei. ūüėČ Content, Content, Content. Unique Content, um genau zu sein. Dann Keywords und so, logo, aber schon l√§ngst nicht mehr auf die Weise, die uns SEO-Gurus in den fr√ľhen 2000er-Jahren predigten. Auf all diesen Gebieten¬†arbeite ich mit echten Profis zusammen, die ich gern mit ins Boot hole, wenn ich eine Website betexte.

Aber was langweile ich Euch; es gibt eine Website, die alles das in *öhm* knackig-kurzen Worten beschreibt. A Motherfucking Website. THE Website.
Und die findet Ihr hier: www.motherfuckingwebsite.com Рhave fun!

This is a motherfucking website. And it's fucking perfect.

 

*Das war nämlich, ellabätsch!, nur eine schicke Headline, die den geneigten Leser anfixen sollte. Clickbaiting quasi.
„Wenn du liest, was dann geschah, wird dein Leben ver√§ndern!“
… so ungef√§hr, nur nicht ganz so bescheuert.
Hat doch funktioniert, oder? ūüėČ

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Mich w√ľrde mal Eure (werbeprofessionelle und private) Meinung zum neuen EDEKA-Weihnachtsspot interessieren.

Denn ich als Werberin sage:
… ein Geniestreich. Auch wenn ich bezweifle, dass dadurch direkt mehr Eink√§ufe generiert werden. Markenimagest√§rkung nat√ľrlich top.

Als Mensch hingegen sage ich:
… Gr√§sslich. Geht gar nicht. Wie k√∂nnen die nur?!
Und das nicht, weil ich solche (wahren, aber schlimmen) Botschaften nicht aushalte. Einfach weil es einen Step zu krass ist, mit den tiefsten inneren √Ąngsten zu „spielen“ und zu manipulieren.
W√§re ich eines der erwachsenen Kinder im Spot, ich w√§re auf den Vater sowas von stocksauer – auch wenn ich mich ertappt f√ľhlen w√ľrde, klar. So richtig funktioniert die Botschaft n√§mlich dann doch nicht – au√üer in moralischer Hinsicht. Und ich bin total hin- und hergerissen, ob ich das gut finden oder verurteilen soll.

Ein weiterer Punkt: Als Tochter, der es im Traum nicht einfallen w√ľrde, jemals die Eltern zu einer solchen Nebensache verkommen zu lassen, macht mich der Spot w√ľtend. Auf die, die es einfach nicht raffen. Weil es f√ľr mich pers√∂nlich eben total selbstverst√§ndlich ist, engen Kontakt mit den Eltern zu haben. Nun wohne ich ja quasi Wand an Wand mit den meinen (gottseidank) … aber ich schw√∂re: So weit weg k√∂nnte ich nicht wohnen, dass ich es nicht wenigstens zu Weihnachten m√∂glich machen w√ľrde, sie zu sehen.
[Hier wird gleich der – berechtigte – Einwand fallen „Aber wenn man im Streit mit den Eltern ist, was dann?“. Diesen m√∂chte ich hier au√üen vor lassen, denn im Spot scheint es nicht so, dass irgendwer mit irgendwem im Clinch ist. Hier geht es einfach um Priorit√§ten.]

Sollte der Spot allerdings dazu f√ľhren, dass nur ein erwachsener Sohn oder eine erwachsene Tochter dadurch endlich wieder auf die wichtigen Dinge um Weihnachten herum besinnt, n√§mlich die Familie ‚Ķ dann ist mir alle Werbepsychologie und alles „too much“ piepegal und ich sage: Danke, EDEKA. Saustark.

Was meint Ihr dazu?

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Backe, backe … B√ľcher?!

26. März 2015

Kathy Knaus backt gern. Wie man Teig √ľberhaupt und dann auch noch in solche Motive gebacken kriegen kann, ist mir als bekennender Nichtb√§ckerin ein v√∂lliges R√§tsel. Ich bewundere die Detailverliebtheit, die Ideen, die Geduld und das handwerkliche Geschick, die in jeder dieser Torten stecken.

Am meisten aber hat mich heute eine Torte geflasht, die erst k√ľrzlich ihrer K√ľche entsprungen ist: die Bibliotheks-Torte. Man muss dazu gar nicht viel sagen, aber schaut Euch die Bilder mal in Ruhe an. Ist das nicht einfach entz√ľckend? <3 ¬† Bibliothek_Kuchen

(Ich ver√∂ffentliche das Foto √ľbrigens mit ausdr√ľcklicher Genehmigung der B√§ckerin und Urheberin selbst. Danke, Kathy!)

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Domino ist faszinierend. Am „Domino Day“ h√§ngt bei uns die gesamte Familie gebannt vor dem Fernseher. Noch heute holen meine Kinder, 13 und 15 Jahre alt, manchmal die Kisten mit den bunten Holzsteinen raus – und wir haben derer viele! -, um treppauf, treppab eine m√∂glichst geniale Kettenreaktion auszul√∂sen. Ich freue mich jedes Mal dar√ľber.

Nun sind bunte Kl√∂tzchen das eine, B√ľcher das andere. Bis zwei amerikanische College-Studenten sich 2013 dachten „Hey, eigentlich hat so ein Buch doch fast das Format eines Dominosteins, nur gr√∂√üer. Da kann man was draus machen“. Gedacht, getan: Zum Start des Lesesommers 2013 bauten sie in der B√ľcherei von Seattle die l√§ngste Domino-Kettenreaktion der Welt auf – aus B√ľchern!

book_domino_Zahlen

Mit 2.131 B√ľchern stellten sie damit gleichzeitig einen neuen Weltrekord f√ľr die l√§ngste Buch-Dominoreihe auf. 27 Freiwillige halfen mit und verzehrten dabei 112 St√ľcke Pizza. Well done, Leute, very well.

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Als mich vor einiger Zeit Christiane Frohmann vom Frohmann Verlag via Twitter fragte, ob ich zu ihrem neuesten Projekt etwas beitragen möchte, war ich sofort dabei.
„Tausend Tode schreiben“ sollte das eBook hei√üen, in dem an die 1.000 Autoren in v√∂llig freier Form irgendeinen Text zum Thema Tod und Sterben schreiben. Eine pers√∂nliche Erfahrung oder auch H√∂rensagen, als Fiction, Lyrik, Worthaufen, Kurzgeschichte … jeder so, wie es zu seiner Idee vom Tod am besten passt. In loser Aneinanderreihung dieser Beitr√§ge entstand so ein ganz besonderes Buch, sehr pers√∂nlich, sehr nah, sehr bewegend, manchmal augenzwinkernd, meistens optimistisch-positiv, oft abgrundtief traurig – wie der Tod und alles drumherum eben so spielt.

Alle Autoren haben auf Honorar verzichtet und auch der Verlag erhebt keinen Anspruch auf seinen Anteil. Die Erlöse gehen stattdessen an das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin-Pankow.

Stand heute (Version 2/4) sind es 247 Texte; Nummer 217 stammt von mir. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wer mich kennt, wei√ü, dass ich im Stra√üenverkehr ein Sicherheitsfanatiker bin – aus Gr√ľnden. Speziell das Thema „Anschnallen“ bewegt mich seit meinem Unfall sehr, und Nichtanschnaller bekommen meine Hartn√§ckigkeit im Einfach-nicht-Losfahren-bis-alle-angeschnallt-sind schnell zu sp√ľren.

Seitdem aber fast jeder Erwachsene ein Smartphone besitzt, ist eine weitere, nicht minder große Gefahr entstanden: Lesen oder Tippen von Nachrichten auf dem Handy während des Fahrens.
Handynutzung am Steuer ist heute tats√§chlich eine der Top-Ursachen f√ľr ablenkungsbedingte Unf√§lle! Ich darf mich da nicht ausklammern; auch ich habe schon aufs Display gelinst, wenn w√§hrend der Fahrt das iPhone plingte. Ja, ich habe sogar schonmal, wenn ich gerade sehr langsam fuhr, eine Antwort getippt. Das ist schei√üe. Schon 30 km/h reichen bei geringer Aufmerksamkeit aus, um einen potenziell t√∂dlichen Unfall zu provozieren.

Volkswagen hat sich zu dieser Thematik eine großartige interaktive Schocker-Sache ausgedacht.
Schauplatz: ein Kino in Hongkong.
„Opfer“: Kinobesucher, die einen ganz normalen Film sehen wollten.
Technik: eine Anlage, die allen Besuchern zeitgleich eine Nachricht aufs Handy schickte (was nat√ľrlich den sofortigen Griff zum Telefon nach sich zieht).
Und dann … aber seht selbst:

[F√ľr meine sehbehinderten Leser: Kinobesucher f√ľllen nach und nach den Saal, allgemeines Popcornrascheln, das Licht geht aus. Auf der Leinwand startet ein Spot, man sieht ca. 10 Sekunden lang aus Sicht eines Autofahrers eine m√§√üig kurvige Stra√üe mit B√§umen links und rechts, das Auto bewegt sich flott. Blick hinter die Kulissen, ein Techniker dr√ľckt auf „Senden“ an einem Rechner. Pl√∂tzlich bekommen alle Kinobesucher die SMS, unz√§hlige leise Brumm- und Piep-Signalt√∂ne erschallen. Jeder kramt hektisch das Telefon raus und ruft die omin√∂se Nachricht ab. Im selben Moment, als alle aufs Display starren, crasht das Auto auf der Leinwand scheinbar ohne Grund gegen einen Baum. Bremsger√§usch, Stillstand, gesplitterte Scheiben. Auf der Leinwand erscheint der Schriftzug „Mobile use is now the leading cause of death behind the wheel. A reminder to keep yor eyes on the road.“, gefolgt vom VW-Logo und -Slogan. Im Saal betretenes Schweigen, alle sind ganz still und denken offensichtlich nach. Sehr eindr√ľcklich.]¬†

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