“Suna”. Als Taschenbuch auf der Bestsellerliste. Endlich.
25. April 2013
Dass mich das Buch “Suna” von Pia Ziefle mehr als nur begeistert hat, kann man unschwer aus meiner ausführlichen Rezension herauslesen. Seit “Suna” vorletzte Woche endlich auch als Taschenbuch (9,99 €) erschienen ist, verschenke ich es noch häufiger als sonst. Ob ich so ein bisschen mit Schuld daran bin, dass es heute auf der SPIEGEL-Bestsellerliste auf Platz 50 eingestiegen ist?
Mehr als verdient ist dieser Erfolg ja – wobei ich prophezeie, dass es dabei nicht bleiben wird. Bis auf die vorderen 20 Plätze wird dieses berührende, großartige Buch es bestimmt noch schaffen. Ich empfehle es jedem; als Lektüre für wertvolle Stunden oder als Geschenk für Menschen, die gute Geschichten zu schätzen wissen. Die Hardcoverausgabe ist übrigens natürlich noch viel schöner als das Taschenbuch … und da “Suna” ein Buch ist, das man mehr als einmal lesen wird, fand ich für mich die Investition in 9 Euro mehr auch völlig angebracht.
Die Wahrheit über Websites. ALLE Websites.
5. März 2013
Das Verfassen dieses kurzen Textes bedarf äußerster Selbstbeherrschung. Warum? Weil ich seit einer Stunde alle paar Sekunden aufs Neue lachend zusammenbreche, ein paar Buchstaben tippe, wieder zusammenbreche, wieder tippe …
Und warum nun dies? Weil ich die lustigste Website der Welt entdeckt habe. Nach dem Besuch derselben wissen Sie alles, was Sie über Websites je werden wissen müssen und, naja, noch etwas mehr. Vor allem wird sich Ihr englischer Wortschatz in Sachen Gossenslang … sagen wir … erweitert haben.
Der folgende Link führt nun dorthin.
DISCLAIMER: Bitte nur klicken, wenn Zeit und Ort für einen ausgiebigen Lachkrampf vorhanden sind!Ich ringe noch immer um Fassung.
Die Evolution. Gesprayt.
13. Dezember 2012
Über einen Adventskalender-Artikel in Lars Fischers Wissenschafts-Blog scilogs.de stieß ich gestern auf ein Video, das mich sprachlos machte. Sprachlos über die Idee, die Umsetzung, den unfassbaren Aufwand, den die Macher betrieben haben.
Achso, um was es geht? BIG BANG BIG BOOM. Die Evolution. Vom Urknall über die Entstehung der Mikroben, Einzeller, Wasserlebewesen, Vögel, Dinosaurier, Säugetiere … bis hin zum Menschen. Gesprüht in Graffiti-Manier auf Wände, Rohre, Straßen, Türme. Animiert als Stopmotion-Film. Ein Happy End erwartet man vergeblich – wie auch, da wir ja unsere Erde mit aller Kraft zugrunde richten. Der Schluss mit der Rakete, die am Turm hochsteigt, hat mir Angstschauder über den Rücken gejagt. Aber seht selbst. Der Film ist echt beeindruckend!
Ein gutes Herz.
1. Dezember 2012
Heute sortierte ich alte Kinderzeichnungen und -basteleien aus, denn man kann ja nicht alles behalten, stimmt’s? Herzerwärmende “Liebesbriefchen” beider Kinder kamen da zum Vorschein, viele niedliche Buntstiftbilder und einige recht kryptische Klebe-Installationen. Ich bin sehr froh, die Kunstwerke jeweils rückseitig mit Namen, Datum und teils Erläuterungen versehen zu haben – denn nicht bei jedem Stück erschließt sich die Bedeutung auf Anhieb. ![]()
Ein Klebe-, nun … -dings fiel mir besonders auf. So sieht es aus:

Sieht eher … unspektakulär aus, ich weiß. Das ist aber ein riesiges Missverständnis! Denn was man hier sieht, hat Zauberkräfte, die die Welt verändern können. Gefragt, was er denn da gebastelt habe, erklärte der damals Dreijährige nämlich dies:
“Das ist doch eine Zaubermaschine! Wenn man die irgendwo hinlegt und ‘Simsalabim!’ sagt … dann kriegen alle armen Kinder Pizza.”
So schlicht, so wunderbar denken Kinder. Und deshalb sollten wir unsere Augen und Ohren weit aufsperren und jeden Tag von ihnen lernen.
Besser lesen. Mit einer Spezialschrift für Legastheniker.
23. Oktober 2012
Legasthenie ist weit verbreitet und, ich sage es jetz mal so frank und frei, Legasthenie ist ein Arschloch. Natürlich gibt es weit schlimmere Teilleistungsstörungen und manches ist für Legastheniker heute einfacher als vor 20 Jahren … aber hallo? Auch im Jahr 2012 laufen Betroffene noch Gefahr, als “dumm” oder “unambitioniert” angesehen zu werden. Weil sie eben nicht korrekt lesen und schreiben können, so sehr sie sich auch bemühen! Und das ist doch zum Kotzen.
Mit modernen Therapiemethoden kann man der Legasthenie zwar ein Stück weit ein Schnippchen schlagen. Das flüssige Lesen etwa kann damit recht gut trainiert werden und hey, die Rechtschreibfehler werden auch weniger. Trotzdem bleibt beides, das Lesen und das Schreiben, für Menschen mit Legasthenie ein Leben lang wahnsinnig anstrengend.
Umso besser, dass man inzwischen an vielen kleinen Baustellen daran arbeitet, ihnen das Leseleben zu erleichtern!
Ein kluger und netter Mensch namens Abelardo Gonzalez etwa hat jetzt eine Spezialschrift entwickelt, die das in besonderem Maße tut: OpenDyslexic.
Der Font packt durch seine besonders “bodenschwere” Gestaltung die gängigsten Legasthenie-Mechanismen beim Schopfe (Verdrehen und Verwechseln von Buchstaben, Verrutschen in der Zeile) und lacht ihnen so einfach ins Gesicht. Die begeisterten Kommentare von OpenDyslexic-Usern sprechen für sich – das Lesen scheint damit tatsächlich um Klassen einfacher zu sein.
Aber es kommt noch besser: Immer mehr Dienste integrieren den OpenDsylexic-Font in ihre Nutzeroberfläche und ermöglichen Legasthenikern damit, ihr “Lesefutter” entspannt zu genießen!
- So erlaubt zum Beispiel InstaPaper in seiner neuen Version die Einstellung auf die Leichtlese-Schrift.
- Erweiterungen für Safari und Google Chrome stellen die Leseschrift im Browser auf OpenDyslexic um.
- Für das Surfen am iPhone und iPad (Safari ist dort leider nicht anpassbar) hat Herr Gonzalez sogar einen eigenen Browser entwickelt: openWeb.
- Firefox-User installieren den Font einfach auf ihrem Computer und setzen ihn in den Einstellungen unter “Inhalt” –> “Schriftarten & Farben” als Standard.
- Bei iPhones mit Jailbreak kann die Standardschrift in Cydia auf OpenDyslexic gewechselt werden (fragt mich hier bloß nicht nach technischen Details; ich kenne diese Cydia nicht und gebe das nur so weiter! *g*)
- Mehrere eBooks sind inzwischen in OpenDyslexic erschienen. Ein Trend, den ich befürworte!
Alles in allem hört sich das doch ziemlich gut an, finde ich. Danke, Mr. Gonzalez!
(Und danke an Elke Fleing von www.berufung-selbststaendig.de, die diesen Tipp kürzlich auf Twitter postete!)
63,75. Und ich mittendrin.
18. Oktober 2012
Naja, “mittendrin” stimmt nur bedingt. Aber Seite 192 ist doch gar nicht sooo schlecht. Auf der steht nämlich, eingekeilt zwischen illustren Schreibern wie Sibylle Berg, Alexandra Tobor und Peter Breuer, meine hanebüchene Geschichte. Über einen impotenten Frustgrafen, zum kollektiven Menstruieren verdammte Hofdamen und eine Wiesbadener Burg, in der das Grauen seinen Lauf nahm. Mehr wird nicht verraten und gelogen ist die Story sowieso.
Von was ich da um Himmels Willen fasle? Achso, klar, können Sie ja nicht wissen: 63,75. Das ist die neueste Ausgabe eines coolen Heimatmagazins aus dem Hause Stijlroyal. Diesmal erscheint es in SCHAU-WIE-GROSS-ICH-BIN-DIN-A3-Buchform, auf dass es bloß nicht in handelsübliche Bücherregale passt. Das hat er sich fein ausgedacht, der Herr Haas. Und dann bis ins Detail wunderschänn designt, wie man es von den Stijlroyalern eben gewohnt ist (weswegen man die Vorgänger-Ausgaben ja auch schon mit dem red dot Award schmückte und so weiter).
Kurz gesagt, geht es in dem Buch um 75 Plätze, Dinge und Geschehnisse in und um Wiesbaden. Wir 63 Autoren wussten darüber nix weiter als das, was wir auf einem freundlicherweise frei Haus gelieferten Foto sahen. Der Rest entsprang unserer mehr oder minder schmutzigen Fantasie, die echten Fakten zum Bild lieferte der Huck.
Ich für meinen Teil werde Wiesbaden zum ersten Mal im Leben am 2. November betreten – zur Buch-Release-Party nämlich. Dem Schreibspaß tat diese selige Unwissenheit übrigens keinerlei Abbruch.
Bis zum 2. November kostet übrigens das sensationelle Riesenbuch nur 29,90 € statt später 39,90 €. Wer also auch nur ein bisschen Grips im Kopf hat, bestellt sofort heute!



