Als mich vor einiger Zeit Christiane Frohmann vom Frohmann Verlag via Twitter fragte, ob ich zu ihrem neuesten Projekt etwas beitragen möchte, war ich sofort dabei.
„Tausend Tode schreiben“ sollte das eBook heißen, in dem an die 1.000 Autoren in völlig freier Form irgendeinen Text zum Thema Tod und Sterben schreiben. Eine persönliche Erfahrung oder auch Hörensagen, als Fiction, Lyrik, Worthaufen, Kurzgeschichte … jeder so, wie es zu seiner Idee vom Tod am besten passt. In loser Aneinanderreihung dieser BeitrĂ€ge entstand so ein ganz besonderes Buch, sehr persönlich, sehr nah, sehr bewegend, manchmal augenzwinkernd, meistens optimistisch-positiv, oft abgrundtief traurig – wie der Tod und alles drumherum eben so spielt.

Alle Autoren haben auf Honorar verzichtet und auch der Verlag erhebt keinen Anspruch auf seinen Anteil. Die Erlöse gehen stattdessen an das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin-Pankow.

Stand heute (Version 2/4) sind es 247 Texte; Nummer 217 stammt von mir. Den Rest des Beitrags lesen »

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Lange wurde ein Geheimnis drum gemacht, pĂŒnktlich zum geplanten Launch am Montag rauchte der Server ab, gestern ging es endlich online: das Twitter-Postkarten-Projekt #Analogbotschaft.

Die Idee ist so einfach wie prima und bedient den schlichten Fakt, dass viele Tweets quasi automatisch Postkartenspruch-Niveau haben. Obendrein ist kein Tweet lĂ€nger als 140 Zeichen. Hallo, optimal fĂŒr Spruch-Postkarten? #Analogbotschaft hat die besten Tweets von derzeit 60 Tweet-„Autoren“ gesammelt, in eine Handvoll gut durchdachte Grunddesigns gepackt und kategorisiert: Du, Ich, Wir, Ihr, Das Leben, Die Liebe, Der Tod, Grober Unfug, Dialoge und So traurig heißen die Schubladen, in denen der geneigte Spruchpostkarten-Fan die passende Karte finden und bestellen kann. Auch die Suche nach Autoren ist möglich – mich findet man zum Beispiel hier. Die Karten sind absolut hochwertig gedruckt und mindestens genauso reprĂ€sentabel wie die Karten, die man aus den allseits bekannten DrehstĂ€ndern jeder x-beliebigen Bahnhofsbuchhandlung pflĂŒckt.
Hier ein paar Beispiele, die mich natĂŒrlich als Hybriden aus „total meschugge“ und „Voll-Emo“ enttarnen, aber das wussten die meisten vermutlich auch vorher schon, also so what:

Postkarte_Jesus_liebt_Dich

Postkarte_Herzscheiß

Postkarte_CarpeDiem

Ja, Ă€h, das sind also drei von meinen, aber es gibt noch einige mehr und die kann man hier zum sensationell gĂŒnstigen EinfĂŒhrungspreis von 0,99€/StĂŒck kaufen. Ab 15. Februar 2014 sind es auch bloß 1,10€,aber hey, warum nicht jetzt auf Halde legen fĂŒr alle möglichen und unmöglichen Gelegenheiten? 😉 Und schaut Euch bitte auch bei allen anderen Autoren um! Es ist wirklich sensationell, welches kreative Potenzial in 140 Zeichen steckt.

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Dass Lesen bildet, neue Welten eröffnet und den intellektuellen Horizont erweitert, steht ja unbestritten fest. Dass leider viel zu wenige Menschen diese wertvolle Reise in die Welt der BĂŒcher machen, leider auch. Deshalb feiern am 23.04.2012 die Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und deutsche Buchverlage den „Welttag des Buches 2012“. Bereits zum 16. Mal wird es im Rahmen des Aktionstages in Buchhandlungen, Schulen, Verlagen und Bibliotheken ein wahres Lesefest der „Lesefreunde“ geben, das am Abend des 23. April in Hamburg mit der „Weltnacht des Buches“ abschließt. Die Initiatoren hoffen, durch die ganze Aktion die Freude am Lesen weiterzutragen … bestimmt mit Erfolg.

Auch ich habe mich seinerzeit als Lesefreund registriert und aus einer Liste von 25 Titeln den Gedichtband „In meinen TrĂ€umen lĂ€utet es Sturm“ von Mascha KalĂ©ko ausgewĂ€hlt. Heute holte ich aus der Starnberger BĂŒcherei ein Paket mit 30 Sonderdrucken dieser großartig feinsinnigen Lyrik ab – die ich jetzt einfach so (!) verschenken darf und soll.

Und da habe ich an Euch gedacht, meine lieben Leser. Denn meine Liebe zu BĂŒchern und Mascha KalĂ©ko möchte ich am liebsten in die ganze Welt hinausschreien. Je mehr Menschen lesen, desto besser!

Alles, was Ihr tun mĂŒsst, ist dies: Schreibt bis zum 27.4. (!) einen Kommentar unter diesen Artikel und parallel eine eMail mit Eurer Anschrift – die Adresse findet Ihr im Impressum. Ich werfe alle Namen in einen Hut und ziehe am Abend des 27. April 15 Gewinner. Dann tĂŒte ich 15 der 30 Mascha-KalĂ©ko-BĂŒcher als BĂŒchersendung ein (Porto geht auf mich) und hoffe, Euch damit ein StĂŒck wirklich gute deutsche Lyrik nahe zu bringen.

Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

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UPDATE: And the winner is … IHR ALLE! Denn ich habe hier 16 Kommentare auf 15 zu verlosende BĂŒcher – und wegen eines Exemplars „außer der Reihe“ werde ich sicher nicht einen einzelnen Leser leer ausgehen lassen. Ich lege also einfach noch eins drauf und versuche, die Sendungen noch vor meiner Abreise zur re:publica am Mittwoch auf den Weg zu bringen. Wer mir seine Adresse noch nicht zukommen ließ (und das waren – ts, ts! – einige!), möge dies bitte schnellstmöglich nachholen. Denn ohne Adresse kein PĂ€ckchen. Klar, ne? 😉 Viel Spaß Euch allen beim Lesen!

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Gerade kichere ich mal wieder wie verrĂŒckt ĂŒber das linguistische FundstĂŒck des Jahrhunderts: Die Gesellschaft zur StĂ€rkung der Verben nĂ€mlich hat sich auf die Fahnen geschruben, den armen schwachen Verben den RĂŒcken zu stirken und damit einer Verödung der Grammatik zu entgegenwarken.

Sie so: „HĂ€h?“ Ich so: Guckstu.

Ab sofort wird mit gezunkenen Karten gespielt, verwolkene Blumen werden weggeschmissen, Geiger gagen, Vergleiche hanken, man hat sich mit weniger Geld begnogen, der Lehrer schak den SchĂŒler zum Direktor, wir verwandten den verborßenen Algorithmus.

Überhaupt haben die Initiatoren auffallend Recht mit ihrer Feststellung:

Warum heißt es: ich sterbe, ich starb, ich bin gestorben, aber nicht ich erbe, ich arb, ich habe georben?

Und hey: Warum sollte man das Verb „verabscheuen“ nicht wie folgt beugen: verscheut ab, verschund ab, verschĂŒnde ab, verscheue ab, abverschunden? Denkbar wĂ€re auch, dass ich mich mit einem peinlichen Kommentar in die Nesseln gesotzen oder das Kind in der Musikschule angemolden habe. Und was ist so abwegig daran, hĂ€ssliche Substantiv-Endungen wie „-igkeit, -lichkeit, -ikation oder -ilitĂ€t“ zu eliminieren und z.B. aus der unattraktiven „Möglichkeit“ ein heroisches Mögnis zu machen?

Hach. Was fĂŒr eine tolle Sache fĂŒr Sprachspieler wie mich. Aber Vorsicht: Festlese-Gefahr! 😉

(Und vielen Dank an die liebe Sandra Vogel vom piepmatz Verlag, die den Link auf Twitter postete!)

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Was Astrid Lindgren sagt, stimmt ja meistens. Zum Beispiel hat sie ja wohl sowas von Recht hiermit:

Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.

Jawoll, so ist es! Noch viel jawoller ist aber dieses Zitat, das die fabelhafte @manomama heute auf Twitter postete. Schaut, lest, tut … es ist zu Eurem Besten. :)

frei_und_wild

[FĂŒr meine sehbehinderten Leser – da steht: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ Astrid Lindgren]

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So wahr: The Mom Song.

15. Februar 2010

Nicht mehr neu, aber immer wieder ein Staunen, betroffenes Seufzen und schließlich lautes Losgackern wert: „The Mom Song“ von Anita Renfroe.

Alle Wahrheiten ĂŒber das Mutterdasein in einem Song. Die ganze Litanei. Alle Mahnungen, Aufforderungen, Zum-hundertsten-Mal-Phrasen. Kurz: das gesamte Hamsterrad, das wir gemeinhin unter dem heroischen Begriff „Mutterschaft“ fĂŒhren. Dass wir nicht lĂ€ngst verrĂŒckt geworden sind, liegt wohl an dieser wie Kaugummi dehnbaren, grenzenlosen Liebe, die wir unserer Brut gegenĂŒber empfinden – was auch immer sie uns antut. Das hat die Natur schon ganz gut gemacht, oder? 😉

Die ganz Harten können sich den Song sogar als Klingelton herunterladen und den Text auswendig lernen: hier!

(Ich danke meinem Twitter-Follower @kopfkinoexperte dafĂŒr, dass er mich heute daran erinnerte, wie lange ich diesen Song schon bloggen wollte!)

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