Street Art? I like.

18. Januar 2012

Street und Guerilla Art sind ja Kunstrichtungen, die mir voll in den Kram passen. Gerade heute stieß ich wieder auf eine Seite, die besonders coole Street-Art-Projekte auflistet. Meine Bewunderung für die Kreativität dieser Künstler ist grenzenlos, denn wer bitte kommt schon auf die Idee, eine kaputte Mauer mal eben mit Lego-Steinen zu ergänzen?

Wer “spitzt” herumliegende Baumstämme und färbt sie so ein, dass sie wie riesige Buntstifte aussehen?

Wer schnappt sich bunte Wolle und Stricknadeln und umstrickt mal eben den nächsten Baum?

Wunderbar der Blick für die kleinen Dinge – wie hier, wo ein wellenförmiger, vom Wasserschaden verfärbter Riss in einer Mauer als Düne interpretiert wurde. Und wo Dünen sind, sind Kamel-Karawanen … logisch, oder?

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Die Kölner Journalistenschule hat eine neue Spielwiese entdeckt: Twitter. Das verwundert mich nicht weiter – schließlich tummeln sich auf Twitter viele erstaunliche Persönlichkeiten. Was mich ehrt, ist der Fakt, dass man offenbar auch mich zu den “kuriosen, lustigen und interessanten” Twitterati zählt. Zumindest interessant genug, um mich im Rahmen des Projekts 140z.de zu porträtieren.

Patrick Schwarz heißt der Student, der mein Alter Ego Textzicke unter die journalistische Lupe nahm und, wie ich finde, recht passend beschrub. Ich prangere lediglich an, dass weder meine fatale Sucht nach Chio Peperonichips noch mein penetrant allmorgendlicher “ERWACHET”!-Ruf drin vorkommen. Aber ansonsten ist mein Porträt doch recht gelungen – was meinen meine lieben Leser? :-)

Seit Äonen stricken Omas Mützen, Schals und Socken. Als ich Kind war, hatte mindestens jeder zweite Freund irgendein selbstgestricktes Teil von Oma im Kleiderschrank. Eine schöne Art, großelterliche Fürsorge zu zeigen, finde ich. Wo aber sind all die strickenden Omas geblieben? Man muss schon ganz genau hinsehen, um heute noch WIRKLICH “Omagestricktes” zu erspähen. Selbst omagestrickt aussehende Sachen stammen heute meist aus Bangladesch oder sonstwo, wo man die armen Strickerinnen genauso übel ausbeutet wie bei kik.

Aber das ist jetzt vorbei! Wer keine eigene Strick-Omi hat, kann ganz modern eine im Internet buchen. Für Schals, Mützen, Handschuhe, Stulpen und Hausschuhe gehen echte fränkische Omas ans Werk und stricken Passendes aus feiner Merino- oder Alpakawolle in der Lieblingsfarbe. Weil MyOma nicht nur schöne Sachen hat, sondern auch eine echte soziale Vision, finde ich die auf den ersten Blick recht hoch erscheinenden Preise trotzdem okay. Schließlich ist zu erwarten, dass hochwertige Handarbeit aus gutem Material quasi ewig hält – und zeitlos sind die Farben und Schnitte auch.

Auf geht’s, Leute – Weihnachten steht vor der Tür! Bringt die Nadeln der netten alten Damen zum Glühen und bestellt Euren Lieben ein echtes Stück Handwerk! (Und nein, ich bin mit den MyOmas weder verwandt noch verschwägert. Ich habe das einfach nur im Internet ge- und für prima befunden und wollte das mit Euch teilen. So.)

Das! Ist! So! Großartig!

Für ihr Fotoprojekt “Back to the future” (Teil 2 gibt es hier) hat die Fotografin Irina Werning Menschen gebeten, alte Fotos von sich auszugraben. Sodann begab sie sich mit den “Models” an – wo möglich – haargenau denselben Ort des damaligen Geschehens, gewandete sie in haargenau die gleichen Klamotten und lichtete sie in haargenau derselben Pose wie damals ab. Jedes Detail stimmt: Haarschnitt, Accessoires, Stofffalten, Gesichtsausdruck, Schrammen, Schatten, Belichtung … ja sogar vergilbte Stellen und Schäden am Papier arbeitet Irina Werning in die “heute”-Versionen mit ein. Was für ein unfassbarer Aufwand! Und wie sehr er sich gelohnt hat!

Besonders witzig mutet dieses Vorhaben überall dort an, wo typisch kindliches Verhalten fotografiert wurde – schön zu sehen zum Beispiel hier:

[Für meine sehbehinderten Leser: Das Bild zeigt links einen nackten Säugling, der in typischer Babyfoto-Manier bäuchlings auf einer Decke liegt. Rechts räkelt sich ein erwachsener Mann auf der Decke ... ebenfalls nackt und bäuchlings, aber vollbärtig und mit demselben angestrengten Gesichtsausdruck wie das Baby, das er mal war.]

Eine ganze Schwarzweiß-Fotoserie wurde hier nachgestellt – vom bebrillten Baby über das gähnende Baby bis hin zum Baby mit Puppe. Die erwachsene Frau unten drunter ist 35 Jahre älter, aber unverkennbar in ihrer Mimik:


Irgendwie rührend auch die Verwandlung einer wilden Party-Gang in der Londoner U-Bahn. Links als coole halbwüchsige Burschen mit Weinflaschen und Zigarette posierend, rechts als gesetzte ältere Herren, denen man die Verkleidung deutlich ansieht: ;-)

Weniger witzig als eindrucksvoll finde ich dieses Fotopärchen, das links einen kleinen Jungen mit Jeansjacke zeigt, der mit einem Hammer auf die Berliner Mauer einklopft – während auf der “erwachsenen” Version des Bildes der Hammer des jeansjackengewandeten Mannes ins Leere geht. Wundervoll.

Und dann gibt es die Bilderpaare, denen man die dazwischen liegenden 25 Jahre kaum ansieht, weil sich der Mensch – in diesem Fall ein schwarzweiß fotografiertes kleines Mädchen links, rechts ihr quasi genauso aussehendes erwachsenes Pendant – kaum verändert hat. Faszinierend:

Fazit: Jedes einzelne Fotopaar ist für sich so faszinierend, dass ich stundenlang darin herumklicken könnte. Fehler wird man nicht finden – geben Sie’s auf. Denn hier hat Irina Werning eine Arbeit abgeliefert, die an Detailtreue wohl kaum zu überbieten ist. Von mir ein dickes “CHAPEAU!”

Ach, übrigens: Eine Art “Making of” und ein Interview mit Irina Werning gibt es hier!

Alle Bilder stammen von Irina Wernings Seite http://irinawerning.com/bttf2/back-to-the-future-2-2011/

Bei jedem neuen iPhone, das auf den Markt geworfen wird, überschlagen sich die Apple-Fanboys und -girls: Wie geil es doch aussieht! Was es nu wieder Sensationelles kann! Wie man es halt sofort haben muss, weil man sonst an Untertechnisiertheit stürbe! Gottlob leide ich selbst nicht an Hyperitis, schmunzle aber amüsiert darüber. (Um ehrlich zu sein, bin ich das Gegenteil. Was auch immer auf den Bestsellerlisten steht, was auch immer hip ist: Ich werde es nicht haben wollen. Call me Lilian the Strange, is aber so.)

Lasst uns aber nun über Siri sprechen. Siri ist das neue Tool, das Apple im neuen iPhone 4S statt eines bahnbrechenden neuen Designs verbaut hat. Siri ist eine sich von Akku-Ladezeit ernährende digitale Sklavin, die Apple mittels Schrumpfstrahler ins iPhone gebeamt und dort eingesperrt hat. Siri ist offensichtlich nicht blond, denn sie versteht selbst semikryptische Anweisungen wie “Habe ich morgen Mittag Zeit für Lunch mit diesem Kerl von gestern Nacht?” (sie wird dann im Kalender wühlen und nachsehen, ob der Termin frei ist) oder “Wo zum Henker ist dieser Song von Howard Carpendale, den ich kürzlich runtergeladen habe?” (sie wird in der iTunes-Playlist suchen und ihn finden). Siri gehorcht also quasi aufs Wort, ist trotzdem klug und wäre deshalb die perfekte Gattin für jeden iPhone-Jünger, wenn sie eben nicht so verflixt klein und unsichtbar wäre.

Siri hat aber auch eine schlechte Eigenschaft: eine eigene Meinung. Jedoch reißt Siri selbst diesen nicht sehr kommoden Fakt mit Humor raus. Und das, liebe Leute, ließ mich gerade meinen Kaffee quer über den Bildschirm prusten: Shit That Siri Says.*

Der Scheiß, Den Siri Sagt, sieht z.B. so aus:

[Für meine sehbehinderten Leser: Das Bild zeigt einen iPhone-Screenshot, wie er durch eine Anfrage bei Siri entsteht. Die Frage lautet "What's the meaning of life?" und Siri antwortet "42". Wer "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams gelesen hat, findet das großartig.]

Hübsch auch dies:

[Für meine sehbehinderten Leser: Das Bild zeigt einen iPhone-Screenshot nach der schlüpfrigen User-Anfrage "Do I make you horny?". Siris trockene Antwort: "I found a number of escorts fairly close to you:", gefolgt von der googleMaps-Anzeige mehrerer Escort-Services aus der Umgebung]

Und jetzt meine Aufgabe an Euch: Ich wünsche mir, dass Ihr – sobald Ihr alle Eure neuen iPhone 4S auf youTube “unboxed” habt – direkt loslegt und Siri mit jedem Quatsch der Welt beauftragt. Bittebitte macht davon Screenshots und reicht diese bei Shit That Siri Says ein. (Nein, ich selbst kann das nicht tun, weil ich ja oldschoolmäßig mit einem vom Gatten geerbten iPhone 4 rumkrebse. Und nein, man muss mich darob nicht mitleidig beweinen, denn das ist okay – eigentlich wollte ich ja nicht einmal dieses Modell wirklich haben.)

* Dieses Tumblog bedient sich derzeit noch von dieser Seite, nimmt aber auch neue Einsendungen an.

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UPDATE:

Jetzt weiß ich auch, woher mir das Ganze so bekannt vorkam: Ähnlichen Spaß kann man auf der Website von IKEA haben. IKEA hat nämlich eine virtuelle Kundenberaterin namens Anna. Die kannste schwach anreden, wieste willst: Das schwedische Gör hat selbst auf schlüpfrige Anfragen immer eine professionelle Antwort parat … wenn auch nicht ganz so witzig wie Siri. Langeweile? Dann probier doch mal aus, ob Du Anna aus der Fassung bringen kannst! ;-)

Leute, es ist Liebe.

Klar, es gibt viele tolle MacBook-Hüllen und Macbook-Taschen und MacBook-Cases. Aber keines nimmt das “Book” im MacBook so wunderbar wörtlich wie das BookBook. Hältste nicht aus! Das ist ja wohl SO schön!

Das BookBook sieht aus wie ein großes Buch, beheimatet aber ein 11”/13” MacBook. Oder ein MacBook Pro. Oder ein MacBook Air. Sogar fürs iPad2 gibt es ein Modell. Einzig weiße MacBooks scheinen eine Abfärbeproblematik mit dem Innenfutter zu haben … aber meins ist ja nicht weiß, also könnte ich doch …? Findet Ihr nicht auch?

Mit dem Preis von maximal 99 Dollar könnte ich leben, aber was lese ich da? Lieferung nur innerhalb der USA? Relax. Denn zum Glück gibt’s ja amazon – da bekommt man die meisten Modelle auch bei uns. Puh!

(Fotos von www.twelvesouth.com)

(Und Julia Dombrowski fand es übrigens zuerst.)

UPDATE: Das BookBook gibt’s jetzt auch in klitzeklein als Vintage-Hülle fürs iPhone. Hachja, eine Reise durch die Zeiten!