Human LCD. Made in Korea.
2. Juli 2010
Man kann ja über die abartige Gleichschaltung von Menschen in asiatischen Ländern halten, was man will – aber hier hat eine südkoreanische High School Gleichklang und Disziplin zur Kunstform erhoben. Auf den Rängen eines Stadions funktionieren hier Studenten als menschlicke Pixel, die Schriftzüge, Grafiken und mehr darstellen. Ich finde: cooles Zeug!
(Ich danke der fabelhaften @Mellcolm dafür, dass sie dieses Wunderdings heute auf Twitter postete!)
Bücher leben.
19. Juni 2010
Manchmal erstarrt man ja in Ehrfurcht vor einem guten Stück Werbekunst. Dieser 3D-Scherenschnitt-Animationsspot für das New Zealand Book Council zeigt in einer grandiosen Symbiose von Bild und Ton, wie Geschichten (in diesem Fall: “Going West” von Maurice Gee) unsere Fantasie beflügeln. Der Spot stammt aus der britischen Animationsschmiede Andersen M Studio, der ich hiermit demütig huldigen möchte.
Elizabeth Gilbert. Inspirierend!
8. Juni 2010
Meine Netzwerkkollegin Mela Eckenfels postete heute einen Link, der mich lange begleiten wird. Es ist ein 20-minütiges Video einer Rede von Elizabeth Gilbert. Sie verfasste nach anderen erfolgreichen Büchern den Bestseller “Eat Pray Love” – und steht nun mit dem fulminanten Erfolg des Werks da. Aber was kommt nach, wenn man mit einer Sache alles erreicht hat? Wie geht man mit dem Druck um, immer noch bessere, erfolgreichere, weltumspannendere Dinge zu schaffen oder zu tun?
Elizabeth Gilbert sagt: Es ist egal, wie toll eine Sache A war. Auch Sache B hat ihre Berechtigung, und wenn unser Beitrag zu Sache B auch nur ein kleiner ist – er zählt. Sie nimmt dem Gespenst “kreativer Genius” seinen Schrecken, indem sie ihm respektlos begegnet und mit höchster Selbstverständlichkeit. Warum auch nicht sollte mich morgen “der Geist” durchfahren? Warum soll das immer nur “denen da oben” passieren? Und warum überhaupt sollte es erstrebenswert sein, einen Erfolg nochmal zu toppen? Das verursacht doch nur Stress.
Mir leuchten Ms Gilberts Worte sehr ein und ich bin nach dem Ansehen des Videos ein bisschen lockerer meiner kreativen Arbeit gegenüber. Ich bin gespannt auf Eure Eindrücke!
Fotoshooting à la “OBEN”.
11. Mai 2010
Ist das eine entzückende Idee! Ein Liebespaar hält seine Verlobung in Bildern fest, die an ihren (und meinen) Lieblingsfilm “OBEN” aus dem Hause Disney/Pixar angelehnt sind. Im Film sind es Carl & Edie, im Fotoshooting Lynette & Charles, die ihr Häuschen an Luftballons hängen, Ansteckbuttons aus Kronkorken basteln und sich mit so viel Liebe ansehen, dass es fast weh tut.
Wunderschön. Viel Glück, Lynette & Charles, wo und wer auch immer Ihr seid!
(Gratulation an Joy Harmon Prouty und Donny Prouty von www.wildflowersphotos.com, die dieses Shooting durchführen durften und ihre Arbeit großartig gemacht haben! Und danke an @saripari, die mich heute via Twitter darauf stupste.)
Gegen Berührungsängste: Touching Strangers.
4. Mai 2010
Wunderbar, wunderbar, wunderbar. Überfällig, heilsam, großartig. Diese Adjektive fallen mir zu dem Fotoprojekt “Touching Strangers” des amerikanischen Fotografen Richard Renaldi ein. Die Bilder kommen zustande, indem Renaldi fremde Menschen auf der Straße anspricht und sie bittet, für ein Foto miteinander irgendwie in Kontakt zu treten. Diese teils herzlichen, viel häufiger aber schüchternen oder sogar peinlich berührten Annäherungen hält er dann im Bild fest.
Ich finde: Das braucht die Welt. Wir fassen uns nämlich viel zu selten gegenseitig an – dabei weiß doch jeder, dass wir ohne Berührung nicht leben können!
“Wichtige soziale Fotografie” wird Richard Renaldis Werk irgendwo im Internet genannt. Das trifft es auf den Punkt. Renaldi fotografiert Jugendliche in einem wirtschaftlich benachteiligten Landstrich, Menschen im Bus oder homosexuelle ältere Paare – und öffnet dem Betrachter damit die Augen für das, was eben nun mal da ist und das wir uns ruhig auch mal ansehen sollten, weil es nämlich zum Leben gehört.
Danke, Mr Renaldi, Sie haben hiermit einen neuen Fan!
(Und danke für Philippe von Blog mit Speck, durch dessen Artikel ich erst über diese tollen Bilder gestolpert bin)
Öffentlichkeit mit Gesicht.
20. Oktober 2009
Coole Aktion: Die Künstlergruppe mentalgassi gibt in der Reihe “public intimacy series” öffentlichem Raum ein Gesicht! Genau das, was wir im Zeitalter Anonym brauchen, finde ich. Mich jedenfalls würd’s freuen, wenn ich in die U-Bahn steige und Bänke mit gemütlich-kitschigen Sofakissen vorfände. Und auch so ein Fahrkartenentwerter wird doch gleich viel sympathischer, wenn man ihm sein Ticket zum Frühstück füttert.
Fazit: Kunst menschelt! Das möschte isch!
(gefunden via Twitter-User @Aus_der_UBahn und @withoutfield)




