Backe, backe … BĂŒcher?!

26. MĂ€rz 2015

Kathy Knaus backt gern. Wie man Teig ĂŒberhaupt und dann auch noch in solche Motive gebacken kriegen kann, ist mir als bekennender NichtbĂ€ckerin ein völliges RĂ€tsel. Ich bewundere die Detailverliebtheit, die Ideen, die Geduld und das handwerkliche Geschick, die in jeder dieser Torten stecken.

Am meisten aber hat mich heute eine Torte geflasht, die erst kĂŒrzlich ihrer KĂŒche entsprungen ist: die Bibliotheks-Torte. Man muss dazu gar nicht viel sagen, aber schaut Euch die Bilder mal in Ruhe an. Ist das nicht einfach entzĂŒckend? <3   Bibliothek_Kuchen

(Ich veröffentliche das Foto ĂŒbrigens mit ausdrĂŒcklicher Genehmigung der BĂ€ckerin und Urheberin selbst. Danke, Kathy!)

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Inspirierend!

Mason Wartmans Pizzeria „Rosa’s Fresh Pizza“ steht in einer der StĂ€dte mit der höchsten Armutsrate der USA: Philadelphia. Vor gut einem Jahr gab Mason seinen gut bezahlten Job an der Wall Street auf, um Pizza zu backen; so schön, so gut. Dann stand eines Tages ein Kunde vor ihm, der nicht nur sein eigenes StĂŒck Pizza bezahlen wollte, sondern im Voraus 1$ fĂŒr ein weiteres – unter der Voraussetzung, dass Mason es dem nĂ€chsten BedĂŒrftigen in die Hand drĂŒckt, der die Pizzeria betritt.
Die Idee gefiel dem jungen PizzabĂ€cker und er pappte eine Klebenotiz an die Wand, um das Weitergeben nicht zu vergessen. Schnell entwickelte sich diese erste Geste zu einer Tradition. Heute sind die WĂ€nde von Rosa’s Fresh Pizza bedeckt von bunten Post-its, auf denen die Spender kleine nette Nachrichten an die tĂ€glich 40 bis 50 EmpfĂ€nger „Ihres“ PizzastĂŒcks geschrieben haben.

Dieses so unglaublich einfache Konzept, ob mit oder ohne Post-its, wĂ€re theoretisch ĂŒberall umsetzbar, nicht nur in der Pizzeria: beim BĂ€cker, am Kiosk, an der Dönerbude, am Bratwurststand, beim GemĂŒsehĂ€ndler.

Und es wirkt ja ganz offensichtlich – siehe Minute 2:15 im Video. Immer wieder bekommt Mason außerdem gesagt, dass die Möglichkeit, legal und kostenlos eine warme Mahlzeit zu bekommen, Obdachlose von kriminellen Handlungen abhĂ€lt. Damit, sagt er, hat er nicht gerechnet. Ihm war klar, dass seine Gratispizza armen Menschen Geld spart … aber dass deshalb sogar die KriminalitĂ€t unter ihnen abnimmt, wĂ€rmt ihm das Herz.

„Pay it forward“ – auf Deutsch ungefĂ€hr „Gib es weiter“: ein guter Gedanke. Einer von wenigen, die bei der BekĂ€mpfung von offensichtlicher Armut mitten unter uns unmittelbar funktioniert.
Denn wer spĂŒrt, dass andere in ihn investieren, ihn sehen, ihn nicht aufgeben … der wird das frĂŒher oder spĂ€ter auch tun, fĂŒr sich oder weitere Menschen, die ihn brauchen.

Wichtig: Es geht dabei eben nicht um „Payback„, also RĂŒckzahlung. Wenn Menschen sich verpflichtet fĂŒhlen, gute Taten immer an den ursprĂŒnglichen Geber zurĂŒckzuzahlen, kommt dabei kein Kreislauf zustande. Entscheidend ist der Gedanke, dass man Gutes, das einem selbst widerfahren ist, einfach irgendwann dann weitergeben DARF, sobald man kann. Einfach deshalb, weil es einem ein ureigenes BedĂŒrfnis ist.

Und das hat noch nicht einmal was mit Karmapunkten zu tun. Das ist Menschsein, das ist gelebte NĂ€chstenliebe in der Gesellschaft. Wir tragen Verantwortung fĂŒreinander!

 

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Seit vielen Jahren beschĂ€ftigt mich das Thema „Fleisch essen oder nicht?“.
Ethisch bin ich auf dem Standpunkt, dass es eigentlich ein Unding ist, atmenden Wesen das Leben zu nehmen, um sie dann aufzuessen. Kulinarisch bin ich leider ein Fan von gutem Fleisch. Unter einigermaßen vertretbarem Fleischgenuss verstehe ich aktuell, dass Fleisch Ă€ußerst selten auf den Tisch kommt und wenn, dann nur aus Quellen, die ich kenne und denen ich vertraue. Das kann ein Bauernhof in meiner Umgebung sein oder das Fleisch aus dem Bioladen, das seine Herkunft ganz transparent kommuniziert. Ob die Tiere rein bio gefĂŒttert werden, bewerte ich persönlich dabei eher nachrangig – ganz im Gegensatz zu ihrer Haltung. Da wĂŒsste ich gern, dass sie es zumindest gut haben, bis man sie schlachtet. Meine Kinder denken ĂŒbrigens genauso.

Seit gestern weiß ich, dass man Menschen wie mich/uns als Flexitarier bezeichnet. Schade ist, dass unter diese Kategorie bereits Leute fallen, die „nur 3 x wöchentlich Fleisch essen“ oder die „versuchen wollen, ihren Fleischkonsum zu verringern“. Hallo? „Nur“ dreimal pro Woche Fleisch? Das war fĂŒr mich schon viel, bevor ich mir auch nur den allerersten Gedanken darĂŒber machte!!! Den Rest des Beitrags lesen »

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In meinem „Über mich„-Dings steht unter anderem, dass ich eine olle KrĂ€uterhexe bin. Das stimmt. Allerdings erstreckt sich meine Leidenschaft weniger auf langweilige KĂŒchenkrĂ€uter wie Dill und Oregano, sondern vielmehr auf WildkrĂ€uter wie Schafgarbe, Giersch (Motto: Aufessen statt Ausrotten!) und Gundermann. Im Hause Textzicke wird mit WildkrĂ€utern gekocht, geheilt und beduftet. Mancher Mitmensch wagt es schon gar nicht mehr, in meiner Gegenwart von seinen Zipperlein zu erzĂ€hlen, weil ich mich dann sofort an mein ĂŒppig bestĂŒcktes KrĂ€uterregal begebe und nach hilfreichen, aber scheußlich schmeckenden Tees wĂŒhle. :-)

Aber nun zum eigentlichen Sujet dieses Artikels: KrĂ€uter schnell trocknen. Ich habe nĂ€mlich letztes Wochenende zusammen mit Töchterchen Liebreiz im Schulgarten nicht weniger als 4 Kilo (!) frische Pfefferminze geerntet – zum Zwecke des Tee-Verkaufs auf dem schuleigenen Adventsmarkt. Nun habe ich zuhause nicht gerade viel Platz fĂŒr die Trocknung der duftenden Pracht und zum BĂŒndeln und AufhĂ€ngen waren die teils recht kurzen StĂ€ngel weitgehend ungeeignet. Der geneigte Leser weiß vermutlich, dass die Trocknung von KrĂ€utern idealerweise schattig, gern recht warm – aber nicht zu warm! – sowie möglichst schnell geschehen soll. Nur so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Tja, Dilemma galore … aber dann kam mir die beste Idee, die ich je hatte. Hauptdarsteller: mein Auto und die zu erwartenden heißen Tage. Und so passierte das hier:

minze_frisch

Mit dem Wissen, dass sich so ein Kofferraum bei sommerlichen Temperaturen flugs auf milde Backofen-Temperatur aufheizt, legte ich ein frisches Badehandtuch hinein und breitete die frisch geerntete Pfefferminze flĂ€chig darauf aus. FĂŒr den nötigen Schatten sorgt das Kofferraumabdeckungs-Rollo, die beim Trocknen austretende Feuchtigkeit darf durch vier spaltbreit geöffnete Fenster entweichen. Heute, zwei Tage spĂ€ter also, sieht die ganze Sache schon so aus:

getrocknete_pfefferminze_in_kofferraum

Die PfefferminzblĂ€tter sind – nach nur 2 Tagen! – strohtrocken und können jetzt mĂŒhelos mit den Fingern von den StĂ€ngeln abgestreift werden. Das Auto duftet wie eine Kaugummifabrik. Auf dem Adventsmarkt werden sie uns den „Pfefferminztee aus dem Schulgarten“* wie immer aus den HĂ€nden reißen.

Und jetzt verleihe man mir bitte augenblicklich einen Orden fĂŒr diese absolut geniale, natĂŒrlich auf alle anderen KrĂ€uter ĂŒbertragbare Schnelltrocknungs-Idee! :-)

*verpackt in lichtdichte (!) braune PapiertĂŒtchen (!),
versehen mit hĂŒbschen,von den Kindern selbst gestalteten Etiketten.

 

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Auf dem Christkindlmarkt, auf der Wiesn, auf jeder x-beliebigen Dult sind sie unvermeidlich: StĂ€nde mit gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und – heftig im Kommen – anderen gebrannten NĂŒssen. Wie bei frisch gebackenem Kuchen oder Kaffee ist es kaum möglich, sich dem Duft dieser Leckereien zu entziehen. Man muss einfach … nur ein TĂŒtchen … ach, nehmen wir gleich die grĂ¶ĂŸere Menge, das kommt gĂŒnstiger! Was aber, wenn man zum Beispiel mitten im Juli Lust auf gebrannte Mandeln, Erd- oder WalnĂŒsse bekommt? Oder, wie es sich gehört, um Weihnachten rum, wenn der lokale Christkindlmarkt schon die StĂ€nde abbaut? Darben ist nicht so mein Ding, deshalb begann ich vor einigen Jahren herumzuprobieren, wie man gebrannte WalnĂŒsse (mein Favorit) selbst machen könnte. Das Rezept, das dabei herauskam, ist fast zu easy, um wahr zu sein. Ich verspreche, dass das Ergebnis nach viel mehr schmeckt. Wollnwa? Here we go – wobei die WalnĂŒsse jederzeit ohne QualitĂ€tsverlust durch Mandeln (ungehĂ€utet), HaselnĂŒsse oder ErdnĂŒsse (ungesalzen!) ersetzt werden können. Zeitbedarf: von A bis Z maximal 10 Minuten. Glaubt Ihr nicht? Solltet Ihr aber.

Zutaten:

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Ihr habt es nicht anders gewollt – jetzt blogge ich das Rezept fĂŒr die schnellste und leckerste Tomatensuppe der Welt! Wer mich auf Twitter liest, weiß, dass dieses schmackofatze Gericht bei uns recht hĂ€ufig auf den Tisch kommt – eigentlich immer dann, wenn ich eigentlich gar keine Zeit (oder keine Lust *hĂŒstel*) habe, zu kochen. Großartig an dieser schnellen Tomatensuppe ist, dass man die Zutaten immer daheim haben kann/sollte, dass sie einfach grandios schmeckt und hey: ungesund ist auch anders. Der Turbo-Trick liegt darin, dass man sich die stundenlange TomatenhĂ€uterei spart und einfach gleich Tomatensaft benutzt. Das finde ich persönlich ĂŒbrigens nicht armselig, sondern einfach nur schlau, höhö. Los geht’s.

Zutaten fĂŒr 3 bis 4 Teller:

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