Liebe Leser, Ihr werdet gebraucht. Nat√ľrlich auch hier von Euren Familien und Chefs und Freunden und Ehren√§mtern … aber jetzt ganz akut als Unterst√ľtzer f√ľr ein im wahrsten Wortsinne lebenswichtiges Projekt.

Der bewundernswert nimmerm√ľde Verein Kinder auf der Flucht e.V., in dem meine guten Freunde Petra und Tilman Tag und Nacht im Einsatz sind, m√∂chte ganz, ganz am Anfang der schrecklichen Schicksalskette zahlloser Fl√ľchtlinge* ansetzen. Geplant ist die Anschaffung eines zweiten, gebrauchten Rettungsbootes, mit dem ehrenamtliche Rettungsschwimmer nun auch vor der Insel Chios Ertrinkende hoffentlich rechtzeitig erreichen k√∂nnen.
Ein Boot f√ľr das „Team Lesbos“ konnte k√ľrzlich mithilfe von Spenden bereits finanziert werden
und ist unabl√§ssig im Einsatz. Leider sieht es vor der K√ľste der griechischen Insel Chios nicht viel besser aus; auch dort ist die Lage dramatisch und f√ľr das bisher gemietete Rettungsboot geht den Helfern das Geld aus.

Rettungsboot_Lesbos

Dieses Boot ist kein Luxus.
Es ist ein Arbeitsmittel, mit dessen Hilfe Leben gerettet werden! Bitte spendet deshalb und verhindert damit aktiv menschliche Tragödien, die wir uns in unseren warmen Wohnzimmern nicht einmal ansatzweise vorstellen wollen.

Verhindert, dass ein schreiendes Kleinkind, das dem Schlepper auf dem Boot l√§stig und deshalb „zuf√§llig“ √ľber Bord geschubst wurde, vom Meer verschluckt wird.
Verhindert, dass ein Baby, das die von Ersch√∂pfung und eisigen Wassertemperaturen geschw√§chte Mutter nach dem Kentern ihres Bootes loslassen musste, Stunden sp√§ter tot ans Ufer gesp√ľlt wird.
Verhindert, dass ein Bruder mit ansehen muss, wie der andere in Sichtweite des rettenden Landes ertrinkt, weil er seine Schwimmweste der schwangeren Nachbarin gab.

Rettungsschwimmerin

Helft. BITTE. Eure Spende erreicht den Verein unkompliziert √ľber die extra eingerichtete betterplace-Projektseite (>>KLICK<<).

WICHTIG: Sollte zum Zeitpunkt Eures Spendenwillens das Projekt bereits „durchfinanziert“ sein, spendet bitte trotzdem!!! Ein Bedarf folgt dem n√§chsten; morgen k√∂nnen es Rettungsdecken, Gummistiefel, Zelte, Babynahrung oder ein medizinisches Ger√§t sein. Dieser Verein genie√üt mein vollstes Vertrauen und ich m√∂chte Euch ermutigen, ihm Eures auch zu schenken … und nebenbei Leben, Hoffnung, Perspektive.

Ich verb√ľrge mich pers√∂nlich daf√ľr, dass Euer Geld haargenau dem Zweck zukommt, f√ľr den es laut der Spendenplattform betterplace bestimmt ist. Das kann ich besten Gewissens, weil ich f√ľr Petra, Tilman und das gesamte Team meine Hand ins Feuer legen w√ľrde. Der Verein hat sich wichtige Ziele gesetzt und nimmt seine Aufgabe hundertprozentig ernst.

*Auf eine Diskussion √ľber Fl√ľchtlingspolitik etc. werde ich an dieser Stelle ausnahmslos KEINE Stellung nehmen und entsprechende Kommentare behalte ich mir vor, zu l√∂schen. Hier geht es zun√§chst mal nicht um Fl√ľchtlinge, die irgendwann in Deutschland landen und sich dann integrieren oder nicht integrieren, sondern schlicht um MENSCHENLEBEN und wunderbare Leute, die wild entschlossen sind, diese zu bewahren. Das verdient allerh√∂chste Wertsch√§tzung und jede Unterst√ľtzung dieser Welt.¬†

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Mich w√ľrde mal Eure (werbeprofessionelle und private) Meinung zum neuen EDEKA-Weihnachtsspot interessieren.

Denn ich als Werberin sage:
… ein Geniestreich. Auch wenn ich bezweifle, dass dadurch direkt mehr Eink√§ufe generiert werden. Markenimagest√§rkung nat√ľrlich top.

Als Mensch hingegen sage ich:
… Gr√§sslich. Geht gar nicht. Wie k√∂nnen die nur?!
Und das nicht, weil ich solche (wahren, aber schlimmen) Botschaften nicht aushalte. Einfach weil es einen Step zu krass ist, mit den tiefsten inneren √Ąngsten zu „spielen“ und zu manipulieren.
W√§re ich eines der erwachsenen Kinder im Spot, ich w√§re auf den Vater sowas von stocksauer – auch wenn ich mich ertappt f√ľhlen w√ľrde, klar. So richtig funktioniert die Botschaft n√§mlich dann doch nicht – au√üer in moralischer Hinsicht. Und ich bin total hin- und hergerissen, ob ich das gut finden oder verurteilen soll.

Ein weiterer Punkt: Als Tochter, der es im Traum nicht einfallen w√ľrde, jemals die Eltern zu einer solchen Nebensache verkommen zu lassen, macht mich der Spot w√ľtend. Auf die, die es einfach nicht raffen. Weil es f√ľr mich pers√∂nlich eben total selbstverst√§ndlich ist, engen Kontakt mit den Eltern zu haben. Nun wohne ich ja quasi Wand an Wand mit den meinen (gottseidank) … aber ich schw√∂re: So weit weg k√∂nnte ich nicht wohnen, dass ich es nicht wenigstens zu Weihnachten m√∂glich machen w√ľrde, sie zu sehen.
[Hier wird gleich der – berechtigte – Einwand fallen „Aber wenn man im Streit mit den Eltern ist, was dann?“. Diesen m√∂chte ich hier au√üen vor lassen, denn im Spot scheint es nicht so, dass irgendwer mit irgendwem im Clinch ist. Hier geht es einfach um Priorit√§ten.]

Sollte der Spot allerdings dazu f√ľhren, dass nur ein erwachsener Sohn oder eine erwachsene Tochter dadurch endlich wieder auf die wichtigen Dinge um Weihnachten herum besinnt, n√§mlich die Familie ‚Ķ dann ist mir alle Werbepsychologie und alles „too much“ piepegal und ich sage: Danke, EDEKA. Saustark.

Was meint Ihr dazu?

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Fragen zum Krieg.

7. Oktober 2015

Liebe Regierungen dieser Welt,

vielleicht erreichen Euch Bilder wie diese ja mehr als die von bombenzerfetzten Kriegsopfern, ertrunkenen Fl√ľchtlingsbabys oder protestierenden Menschenmengen.

Bitte beantwortet mir und Euch und allen, die wie ich bei diesen Videos nicht mehr aufhören können zu weinen, mal folgende Fragen:

WIE K√ĖNNT IHR M√§nner und Frauen in den Krieg schicken, die Familien haben, ein Leben, Talente, Tr√§ume? EUREN Krieg, nicht ihren?
WIE K√ĖNNT IHR sie so lange von denen getrennt halten, die sie lieben und brauchen?
WIE K√ĖNNT IHR es ertragen, daran schuld zu sein, dass Kinder ihre V√§ter oder M√ľtter niemals kennenlernen, weil es f√ľr ein Kennenlernen irgendwann zu sp√§t ist, weil Mommy/Daddy in einer beschissenen Kiste mit einer beschissenen Flagge drauf nach Hause kommen … oder von Traumata zerst√∂rt, in der Seele tot, wegen dem, was sie sehen mussten und tun?
WIE K√ĖNNT IHR diese Opfer des Krieges (denn jeder darin ist Opfer, auch die sogenannten „T√§ter“) auch noch sarkastisch als Helden feiern, wo Ihr sie doch einfach verheizt, benutzt, wegwerft?
WIE K√ĖNNT IHR Menschen von wertvollen, leer bleibenden Funktionen abziehen, in denen sie um das Tausendfache besser „angelegt“ w√§ren als an der Waffe?

Und, √ľber allem:

WIE K√ĖNNT IHR Politik betreiben, die unsere Welt so unstabil macht, dass es n√∂tig ist, sie mit Waffengewalt zu sch√ľtzen?
WIE K√ĖNNT IHR kriegerische Konflikte sogar noch HERAUSFORDERN, indem Ihr niemals den Hals voll kriegt – voll Geld, voll Macht, voll √Ėl?

WIE K√ĖNNT IHR morgens in den Spiegel sehen? WIE!???

Es ist einfach nicht zu fassen.

 

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Yay, endlich Freitag!

25. April 2014

Ich glaube, ich fand Wochenende schon als Baby gut.
Da konnte ich ja noch nicht wissen, dass ich mal Freelancerin sein w√ľrde und „Freitag“ nur ein eher theoretisches Synonym f√ľr „ab heute 2 Tage Freihaben“. *seufz*

Lilian_Baby_Freitag

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Seit vielen Jahren besch√§ftigt mich das Thema „Fleisch essen oder nicht?“.
Ethisch bin ich auf dem Standpunkt, dass es eigentlich ein Unding ist, atmenden Wesen das Leben zu nehmen, um sie dann aufzuessen. Kulinarisch bin ich leider ein Fan von gutem Fleisch. Unter einigerma√üen vertretbarem Fleischgenuss verstehe ich aktuell, dass Fleisch √§u√üerst selten auf den Tisch kommt und wenn, dann nur aus Quellen, die ich kenne und denen ich vertraue. Das kann ein Bauernhof in meiner Umgebung sein oder das Fleisch aus dem Bioladen, das seine Herkunft ganz transparent kommuniziert. Ob die Tiere rein bio gef√ľttert werden, bewerte ich pers√∂nlich dabei eher nachrangig – ganz im Gegensatz zu ihrer Haltung. Da w√ľsste ich gern, dass sie es zumindest gut haben, bis man sie schlachtet. Meine Kinder denken √ľbrigens genauso.

Seit gestern wei√ü ich, dass man Menschen wie mich/uns als Flexitarier bezeichnet. Schade ist, dass unter diese Kategorie bereits Leute fallen, die „nur 3 x w√∂chentlich Fleisch essen“ oder die „versuchen wollen, ihren Fleischkonsum zu verringern“. Hallo? „Nur“ dreimal pro Woche Fleisch? Das war f√ľr mich schon viel, bevor ich mir auch nur den allerersten Gedanken dar√ľber machte!!! Den Rest des Beitrags lesen »

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Ein gutes Herz.

1. Dezember 2012

Heute sortierte ich alte Kinderzeichnungen und -basteleien aus, denn man kann ja nicht alles behalten, stimmt’s? Herzerw√§rmende „Liebesbriefchen“ beider Kinder kamen da zum Vorschein, viele niedliche Buntstiftbilder und einige recht kryptische Klebe-Installationen. Ich bin sehr froh, die Kunstwerke jeweils r√ľckseitig mit Namen, Datum und teils Erl√§uterungen versehen zu haben – denn nicht bei jedem St√ľck erschlie√üt sich die Bedeutung auf Anhieb. ūüėČ
Ein Klebe-, nun … -dings fiel mir besonders auf. So sieht es aus:

Sieht eher … unspektakul√§r aus, ich wei√ü. Das ist aber ein riesiges Missverst√§ndnis! Denn was man hier sieht, hat Zauberkr√§fte, die die Welt ver√§ndern k√∂nnen. Gefragt, was er denn da gebastelt habe, erkl√§rte der damals Dreij√§hrige n√§mlich dies:

„Das ist doch eine Zaubermaschine! Wenn man die irgendwo hinlegt und ‚Simsalabim!‘ sagt … dann kriegen alle armen Kinder Pizza.“

So schlicht, so wunderbar denken Kinder. Und deshalb sollten wir unsere Augen und Ohren weit aufsperren und jeden Tag von ihnen lernen.

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