Gewürfelte Fantasie: Story Cubes.
9. November 2011
Mir als Werbetexterin reichen ja oft unscheinbare Kleinigkeiten, um den Ideenpool zu öffnen. Aber auch ich kenne das böse S-Wort: SCHREIBBLOCKADE! Gegen diese Geißel der schreibenden Menschheit kann man jetzt anwürfeln – mit Story Cubes! Die 9 handlichen Holzwürfel zeigen insgesamt 54 verschiedene Bilder, die beliebig angeordnet, interpretiert und als “Aufhänger” für die nächste Geschichte verwendet werden. Praktische Ergänzung: die Story Cubes actions, welche das Ganze mit 54 bildlich dargestellten Verben aufpeppen.
Und natürlich sind die Story Cubes nicht nur Arbeitsmaterial für Kreativschaffende, sondern ein perfektes Geschenk für Geschichten erzählende Omas und ideensprudelnde Kinder. Töchterchen Liebreiz zum Beispiel wird die Story Cubes unter dem Weihnachtsbaum finden. Was dabei rauskommt, lest Ihr dann in 10 Jahren auf den Bestsellerlisten!
Ein Buchhalter. Für die Wand.
20. Oktober 2011
Allermeistens sind ja die einfachsten Ideen die genialsten. So wie beim “Buchhalter für die Wand” * – einem schlichten Eisenwinkel, der mit leichter Neigung nach oben an die Wand geschraubt wird. Er dient gleichzeitig als Lesezeichen und Aufbewahrung der aktuellen Lektüre. Wenn ich also eine Lesepause mache/machen muss, werfe ich SCHWUPP! meinen Schmöker mit dem Rücken nach oben auf den Buchhalter. Da kann er dann rumhängen, bis ich wieder Zeit zum Lesen habe. Wie ich das finde? Großartig. Deshalb steht das Dings auch schon auf meinem Weihnachts-Wunschzettel.
* gefunden bei connox, wo man sich natürlich auch in den anderen Kategorien dumm und dämlich kaufen kann. Internet, du Teufelszeug!
Lieblingswort trifft Tasche.
4. Oktober 2011
Hach ja, Wörter. Ich liebe Wörter. Wörter in Büchern, Wörter in eMails, Wörter in Blogs, Wörter auf Tassen. Besonders – meine Leser wissen das – liebe ich ja Wortneuschöpfungen, aber fast noch toller sind diejenigen alten Wörter, die man zu Uropas Zeiten schrub. (Hallo: “Daselbst”! “Blümerant”! “Spornstreichs”! … dagegen können “cool” und “Facility Manager” doch wahrlich nicht anstinken.)
Das Wortmuseum hat sich zur Aufgabe gemacht, vom Aussterben bedrohte Wörter zu retten. Und als ob das nicht schon nobelpreisverdächtig genug wäre, kann man sein Lieblings-Vintagewort jetzt auf einer Tasche mit sich herumtragen! Drehste durch, so cool ist das. Schuld ist das Berliner Taschenlabel tausche, das in Kooperation mit dem Wortmuseum einen Wort-auf-Tasche-Wettbewerb ausgerufen hat. (Danke an Susi von texterella, die zuerst darüber bloggte!)
Wer mitmachen will, schreibt genau JETZT eine Mail an germanistin@tausche.de mit seinem Herzenswort drin. Aus allen eingesendeten Vintagewörtern wählt die Jury drei Gewinner, die jeweils eine frei konfigurierbare, typische tausche-Tasche aus Lkw-Plane bekommen, bedruckt mit “ihrem” Wort. So ähnlich wie die hier, nur eben ganz anders:

Jetzt aber schnell: Der Wettbewerb läuft nur noch bis zum 10. Oktober 2011!
Fünf Bücher. Fünf Lieben.
8. August 2011
Und dann ist da dieses coole, ambitionierte, wunderbare Projekt von Melanie Voss und Philippe Wyssen, das www.fuenfbuecher.de heißt.
Das Projekt ist deshalb cool, weil es auf entzückende Weise Lust auf Bücher macht. Es ist deshalb ambitioniert, weil reichlich Herzblut* der beiden Initiatoren drinsteckt. Es ist deshalb wunderbar, weil Menschen wie Du und ich und er und sie und Ihr und wir ihre fünf Herzensbücher vorstellen und man sie (die Bücher, nicht die Menschen) danach dringend haben muss. Was wiederum deshalb – aber nicht nur deshalb – genial ist, weil alle über diese Seite generierten amazon-Käufe einem sozialen Zweck zu Gute kommen, hinter dem man stehen kann.
Ja, dieses fünfbücher-Dings ist eine großartige Sache. Dass man in einem Augenblick geistiger Umnachtung auch mich eingeladen hat, meine 5 Leib- und Magenbücher zu präsentieren, ändert daran auch nichts weiter.
* Isabel Bogdan schrub darüber, warum das so verdammt viel Arbeit macht. Ich finde, Ihr solltet das lesen.
Der Pilot FRIXION. Es ist Liebe.
25. Juli 2011
Was Schreibgeräte angeht, bin ich ja etwas zickig sonderbar. Ein Stift muss nämlich gut in der Hand liegen, haargenau die richtige Strichstärke haben, in mehreren Farben – für mich als Korrekteuse vor allem in Rot – erhältlich sein und butterweich aufs Papier fließen. Er darf nicht verwischen und erst recht nicht beim Schreiben kratzen. Obendrein soll er möglichst gut aussehen, nachfüllbar sein (wegen der Müllvermeidung) und nicht chemisch stinken, pfuibäh.
Manche Stifte erfüllen diese meine bescheidenen Anforderungen teilweise, manche sogar ganz – aber dann gibt es da noch diesen Punkt der Lösch- oder Radierbarkeit. Klar, Bleistift kann man radieren und dann auch gleich wieder drüberschreiben, aber man kann ja nicht alles mit Bleistift … oder? Die meisten Füller wiederum und auch manche Fineliner sind löschbar, aber dann braucht man zum erneuten Drüberschreiben das andere Ende des “Tintenkillers” und am Ende sieht es doch bescheuert aus. Eine Tatsache, die mich all die Jahre ganz wahnsinnig machte. Warum konnte nicht einer einen Rollerball-Stift erfinden, den man löscht/radiert und bei dem man danach mit demselben Stift einfach wieder drüberschreiben kann? Ist das denn so schwer? Es ist doch wirklich zum Haarerau… Moment! Das gibt es?
Das gibt es. Seit etwa einem Jahr gibt es den FRIXION von PILOT, und er ist Gott.
Darf ich vorstellen? Der Pilot FRIXION. Ist er nicht sexy? Ist er nicht wunderwunderschön? Seit ein paar Monaten nicht mehr nur in Blau und Schwarz käuflich, sondern in allen möglichen Farben sowie – eine Neuigkeit, die mir ein Freudentränen ins Auge trieb – als Pilot FRIXION point in der für mich 100% perfekten Strichstärke von 0,25 mm (in der Rollerball-Version schrub er bis dato mit 0,4 mm).
Krickelkrackelschreibschreibschreib … HUCH! Fehler! … ratzefummelradierradier … krickelkrackeldrüberschreib. Leute, das ist SO cool und ich pfeife seitdem auf alle Kulis, Bleistifte, stabilos und Füller dieser Welt.
Aus allen Wolken fiel ich, als ich heute entdeckte, dass es den Pilot FRIXION jetzt sogar als radierbaren Textmarker gibt. Alter!* Das ist ja wie Geburtstag und Weihnachten zusammen!
Übrigens: Die Radierbarkeit des Pilot FRIXION und des Pilot FRIXION point beruht auf hitzeempfindlicher Tinte. Beim Radieren mit dem Radier-Ende des Stifts entsteht ebensolche Wärme, und schwupp, ist das Geschriebene weg. Das bedeutet nun natürlich, dass Backofen, Bügeleisen, Föhn und pralle Sonne denselben Job tun. Lehrer sollten also, wenn sie halbwegs gewitzte Kinder in der Klasse haben, ihre Klassenarbeiten lieber nicht mit dem Pilot FRIXION korrigieren** und erst recht nicht auf dem heimischen Balkon in der Sonne. Oder sie teilen den Eltern am Anfang des Jahres verschwörerisch mit, dass mit nach Hause gegebene Arbeiten grundsätzlich kurz ins Tiefkühlfach gehören, bevor man sie durchsieht. Dann taucht die Schrift nämlich auf wundersame Weise wieder auf – wie bei Zaubertinte.
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* wie der Turbosohn sagen würde
** Bei meinen Kunden unterstelle ich jetzt einfach mal, dass sie nicht so kindisch sind, meine Korrekturen verschwinden zu lassen – es wäre ja höchstens zu ihrem eigenen Schaden -, deshalb benutze ich den Pilot FRIXION (in Rot!) weiterhin. *kicher*
Das BookBook. Fürs MacBook.
9. Juni 2011
Leute, es ist Liebe.
Klar, es gibt viele tolle MacBook-Hüllen und Macbook-Taschen und MacBook-Cases. Aber keines nimmt das “Book” im MacBook so wunderbar wörtlich wie das BookBook. Hältste nicht aus! Das ist ja wohl SO schön!

Das BookBook sieht aus wie ein großes Buch, beheimatet aber ein 11”/13” MacBook. Oder ein MacBook Pro. Oder ein MacBook Air. Sogar fürs iPad2 gibt es ein Modell. Einzig weiße MacBooks scheinen eine Abfärbeproblematik mit dem Innenfutter zu haben … aber meins ist ja nicht weiß, also könnte ich doch …? Findet Ihr nicht auch?

Mit dem Preis von maximal 99 Dollar könnte ich leben, aber was lese ich da? Lieferung nur innerhalb der USA? Relax. Denn zum Glück gibt’s ja amazon – da bekommt man die meisten Modelle auch bei uns. Puh!
(Fotos von www.twelvesouth.com)
(Und Julia Dombrowski fand es übrigens zuerst.)
UPDATE: Das BookBook gibt’s jetzt auch in klitzeklein als Vintage-Hülle fürs iPhone. Hachja, eine Reise durch die Zeiten!





