Leute, es ist Liebe.

Klar, es gibt viele tolle MacBook-Hüllen und Macbook-Taschen und MacBook-Cases. Aber keines nimmt das “Book” im MacBook so wunderbar wörtlich wie das BookBook. Hältste nicht aus! Das ist ja wohl SO schön!

Das BookBook sieht aus wie ein großes Buch, beheimatet aber ein 11”/13” MacBook. Oder ein MacBook Pro. Oder ein MacBook Air. Sogar fürs iPad2 gibt es ein Modell. Einzig weiße MacBooks scheinen eine Abfärbeproblematik mit dem Innenfutter zu haben … aber meins ist ja nicht weiß, also könnte ich doch …? Findet Ihr nicht auch?

Mit dem Preis von maximal 99 Dollar könnte ich leben, aber was lese ich da? Lieferung nur innerhalb der USA? Relax. Denn zum Glück gibt’s ja amazon – da bekommt man die meisten Modelle auch bei uns. Puh!

(Fotos von www.twelvesouth.com)

(Und Julia Dombrowski fand es übrigens zuerst.)

UPDATE: Das BookBook gibt’s jetzt auch in klitzeklein als Vintage-Hülle fürs iPhone. Hachja, eine Reise durch die Zeiten!


Die bayrischen Pfingstferien stehen vor der Tür und damit eine freie Woche für mich samt Familie. Wir werden die hoffentlich erholsamen Tage am Gardasee verbringen. Den Kopf freikriegen, Sie verstehen.

Nun ist aber leider das “frei” in “Kopf freikriegen” & “Freiberufler” nicht immer wörtlich zu nehmen. Spätestens seit iPhone, Roaming und Surfstick ist nämlich die Versuchung groß, doch mal eben in dem Mail-Eingang zu linsen (alternativ auch auf die Schnelle ein paar Blog-Statistiken abzufragen oder flugs die Lieblingsnetzwerke querzulesen), während sich die Brut am Strand tummelt. Dass das nicht gerade der Sinn eines Urlaubs ist, wissen wir Freelancer durchaus … aber hey, es könnte doch gerade heute dieser wahnsinnig lukrative Auftrag per eMail reingekommen sein! Man stelle sich vor, auf genau diese Mail nicht zu reagieren! Was denkt denn der potenzielle Kunde von mir, wenn ich nicht gleich antworte!? Panik galore.

ClipArt-Bild "Frau im Bikini auf dem Liegestuhl mit Laptop"

Das Geheimrezept dafür, aus dem Freelancer-Urlaub doch die maximale Erholung rauszupressen, heißt Abwesenheitsnotiz* (am effektivsten mit den Add-ons “Egal2.1″ und “EntspannDich.BETA”). Fast jeder eMail-Client bietet diese fabelhafte Möglichkeit, automatische Antworten auf eingehende Mails zu generieren. Theoretisch wusste ich das natürlich schon immer. Aber heute habe ich einen Artikel gelesen, der das Thema akut wieder auf den Tisch holt. Den Rest des Beitrags lesen »

2001 entdeckte das peruanische Einkaufszentrum SAGA Falabella, dass sich die Bedürfnisse seiner Käufer geändert haben. Unter dem Leitspruch “Dare. Change.” wagte es den Wechsel und stellte sich ganz neu auf.

Im dazugehörigen Werbespot wird der Wechsel symbolisiert durch Frauen, die alte Flucht-Verhaltensmuster ablegen. Der Spot arbeitet stark mit tänzerischen Motiven, emotionalen Nahaufnahmen von Gesichtern/Füßen und wunder-, wunderschöner Violinmusik (Vivaldi). Ich finde: berührend, stark und beeindruckend. Ob ich jedoch wegen dieser Werbung bei SAGA Falabella einkaufen würde? Keine Ahnung. Kundenvorteile transportiert der Spot jedenfalls nicht. ;)

[Für meine sehbehinderten Leser: Der Werbespot zeigt verschiedene Menschen - zumeist Frauen - die aus verschiedenen Gründen die Flucht antreten. Eine Tänzerin wagt nicht den letzten Schritt auf die Bühne, um vor einer Jury zu tanzen. Ein Kind läuft vor herannahenden Wellen am Strand weg. Ein Aktmodell hat Scham, die letzte Hülle fallen zu lassen. Eine bebrillte Angestellte hat Angst, den Konferenzraum zu betreten. Eine Frau sieht im Lokal ihren Freund mit einer anderen flirten und verlässt erschrocken den Raum. Die Stimmung ändert sich, als eine junge Frau im Wald einem Wolf begegnet. Auge in Auge stehen sie sich gegenüber; schon macht die Darstellerin erste Schritte rückwärts ... da entschließt sie plötzlich, mutig zu sein. Sie reißt den Mund zu einem Schrei auf und rennt auf den Wolf los! Schlag auf Schlag folgen die anderen Protagonisten ihrem Beispiel: Die Tänzerin betritt die Bühne und fliegt in einem atemberaubenden Spagatsprung durchs Bild. Das Kind wirft sich fröhlich in die heranbrandenden Wellen. Das Aktmodell atmet tief durch, geht festen Schrittes auf die wartenden Malerinnen und Maler zu und lässt ihren Mantel fallen. Die Angestellte öffnet die Tür, marschiert an ihren Vorgesetzten vorbei und knallt ihnen (sicher wichtige) Unterlagen auf den Tisch. Die junge Frau im Lokal lässt die flirtende Fremde einfach links liegen, schnappt sich ihren Freund und küsst ihn leidenschaftlich. Die Frau im Wald rennt dem ebenfalls durchstartenden Wolf einfach entgegen - und verschmilzt im Augenblick des Zusammenpralls einfach mit ihm. Sie bleibt stehen, dreht sich in die Kamera und zeigt und ein überlegenes Lächeln ... ihr Mut hat sich gelohnt. Es folgt die Einblendung des Claims: "Dare. Change." und das Logo von SAGA Falabella erscheint.]

Via Twitter* flimmerte gerade dieser schockierend-berührende Spot des irischen Kinderschutzbundes ISPCC über meinen Bildschirm. Schockierend deshalb, weil der kleine Junge seine Entschlossenheit, später für Kinderrechte zu kämpfen, so überzeugend präsentiert – während er selbst gerade misshandelt wird! Berührend deshalb, weil da ein kleiner Kämpfer ist, der sich sagt “Ich halte es aus. Ich stehe das durch. Und irgendwann bin ich groß und mache es besser.”

He can’t wait to grow up. Weil Kindesmisshandlung das größte Arschloch der Welt ist.

(danke, @BiggiMM)

The Power of Words.

6. Mai 2011

Wie mächtig Worte sind, hat wahrscheinlich jeder von uns schon einmal am eigenen Leib erfahren. Sie können uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubern oder motivieren. Sie können uns aber auch wütend machen, verletzen oder zum Weinen bringen.

Wie wichtig die Wahl der haargenau richtigen Worte ist, davon kann die Werbung ein Liedchen trällern. Es reicht nicht, die Botschaft irgendwie hinzuschreiben; sie muss ankommen, und zwar mitten im Herz (oder im Geldbeutel, je nachdem). So wie in diesem ebenso bewegenden wie überzeugenden Video, das die Onlinemarketing-Agentur Purplefeather in eigener Sache produzierte. Seht selbst – aber Achtung: Spontanlosheul-Gefahr am Schluss!

[Für meine sehbehinderte Leser: Im Video sitzt ein blinder Bettler vor einem öffentlichen Gebäude, neben sich eine Sammeldose und ein Schild mit der Aufschrift "I'm blind. Please help." Nur wenige Vorbeigehende werfen Geld in seine Büchse. Eine junge Frau mit Sonnenbrille geht zunächst vorbei, zögert dann, kehrt um und nimmt das Pappschild in die Hand. Sie dreht es um, schreibt auf der Rückseite einen anderen Text, stellt es wieder hin ... und geht. Der Blinde weiß nicht, wie ihm geschieht, als plötzlich ein wahrer Geldsegen über ihn kommt. Fast jeder, der das Schild liest, spendet! Wenig später kommt die junge Frau wieder; er erkennt sie an ihren Lackschuhen wieder. Der Blinde fragt sie dankbar, aber neugierig, was sie da getan habe. Ihre Antwort: "I wrote the same. But in different words." Die Kamera zoomt auf das neue Schild. Da steht jetzt: "It's a beautiful day and I can't see it." Es folgt der Abbinder mit dem Claim "Change your words. Change the world." des Onlinemarketing-Unternehmens Purplefeather.]

Wenn Kunst eine bekennende Kunstbanausin wie mich aufwühlt, muss sie schon richtig gut sein. Der Digitalkünstler Philip Scott Johnson hat es geschafft. Sein Morphing-Werk “Women in Art” habe ich nicht ein-, nicht zwei- und auch nicht dreimal durchlaufen lassen. Nein. Sicher 20-mal saß ich mit runtergeklappter Kinnlade vor nahtlos ineinander fließenden Frauen-Porträts aus 500 Jahren Malerei. Wahnsinn. Anschauen! Staunen! Kunst plötzlich toll finden!

Startbild des Videos "Women in Art" von Philip Scott Johnson"

[Für meine sehbehinderten Leser: Das Video zeigt auf 2:52 Minuten Länge verschiedenste Frauen-Porträts großer Meister, die im Sekundentakt wunderbar ästhetisch ineinander überfließen. Philip Scott Johnson hat die Bilder so gewählt, dass z.B. der Übergang von einer nach links blickenden Frau zu einer nach rechts schauenden schrittweise erfolgt - über weitere, dazwischengeschaltete Bilder, auf denen die Kopfdrehung jeweils nur wenig differiert. Das Ergebnis ist ein extrem harmonisches "Video", in dem nicht nur bekannte Gesichter wie die Mona Lisa oder die Venus von Botticelli zu sehen sind. Quer durch die Epochen bewegt sich die Gesichtergalerie und endet mit den abstraken Frauendarstellungen des Expressionismus.]

(Die wunderbare Musik verdanken wir übrigens Johann Sebastian Bach. Hier hören wir die Prélude aus seiner Cello Suite Nr. 1, gespielt von Yo-Yo Ma.)