Für die iPhone-Jünger: Shit That Siri Says.
13. Oktober 2011
Bei jedem neuen iPhone, das auf den Markt geworfen wird, überschlagen sich die Apple-Fanboys und -girls: Wie geil es doch aussieht! Was es nu wieder Sensationelles kann! Wie man es halt sofort haben muss, weil man sonst an Untertechnisiertheit stürbe! Gottlob leide ich selbst nicht an Hyperitis, schmunzle aber amüsiert darüber. (Um ehrlich zu sein, bin ich das Gegenteil. Was auch immer auf den Bestsellerlisten steht, was auch immer hip ist: Ich werde es nicht haben wollen. Call me Lilian the Strange, is aber so.)
Lasst uns aber nun über Siri sprechen. Siri ist das neue Tool, das Apple im neuen iPhone 4S statt eines bahnbrechenden neuen Designs verbaut hat. Siri ist eine sich von Akku-Ladezeit ernährende digitale Sklavin, die Apple mittels Schrumpfstrahler ins iPhone gebeamt und dort eingesperrt hat. Siri ist offensichtlich nicht blond, denn sie versteht selbst semikryptische Anweisungen wie “Habe ich morgen Mittag Zeit für Lunch mit diesem Kerl von gestern Nacht?” (sie wird dann im Kalender wühlen und nachsehen, ob der Termin frei ist) oder “Wo zum Henker ist dieser Song von Howard Carpendale, den ich kürzlich runtergeladen habe?” (sie wird in der iTunes-Playlist suchen und ihn finden). Siri gehorcht also quasi aufs Wort, ist trotzdem klug und wäre deshalb die perfekte Gattin für jeden iPhone-Jünger, wenn sie eben nicht so verflixt klein und unsichtbar wäre.
Siri hat aber auch eine schlechte Eigenschaft: eine eigene Meinung. Jedoch reißt Siri selbst diesen nicht sehr kommoden Fakt mit Humor raus. Und das, liebe Leute, ließ mich gerade meinen Kaffee quer über den Bildschirm prusten: Shit That Siri Says.*
Der Scheiß, Den Siri Sagt, sieht z.B. so aus:

[Für meine sehbehinderten Leser: Das Bild zeigt einen iPhone-Screenshot, wie er durch eine Anfrage bei Siri entsteht. Die Frage lautet "What's the meaning of life?" und Siri antwortet "42". Wer "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams gelesen hat, findet das großartig.]
Hübsch auch dies:

[Für meine sehbehinderten Leser: Das Bild zeigt einen iPhone-Screenshot nach der schlüpfrigen User-Anfrage "Do I make you horny?". Siris trockene Antwort: "I found a number of escorts fairly close to you:", gefolgt von der googleMaps-Anzeige mehrerer Escort-Services aus der Umgebung]
Und jetzt meine Aufgabe an Euch: Ich wünsche mir, dass Ihr – sobald Ihr alle Eure neuen iPhone 4S auf youTube “unboxed” habt – direkt loslegt und Siri mit jedem Quatsch der Welt beauftragt. Bittebitte macht davon Screenshots und reicht diese bei Shit That Siri Says ein. (Nein, ich selbst kann das nicht tun, weil ich ja oldschoolmäßig mit einem vom Gatten geerbten iPhone 4 rumkrebse. Und nein, man muss mich darob nicht mitleidig beweinen, denn das ist okay – eigentlich wollte ich ja nicht einmal dieses Modell wirklich haben.)
* Dieses Tumblog bedient sich derzeit noch von dieser Seite, nimmt aber auch neue Einsendungen an.
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UPDATE:
Jetzt weiß ich auch, woher mir das Ganze so bekannt vorkam: Ähnlichen Spaß kann man auf der Website von IKEA haben. IKEA hat nämlich eine virtuelle Kundenberaterin namens Anna. Die kannste schwach anreden, wieste willst: Das schwedische Gör hat selbst auf schlüpfrige Anfragen immer eine professionelle Antwort parat … wenn auch nicht ganz so witzig wie Siri. Langeweile? Dann probier doch mal aus, ob Du Anna aus der Fassung bringen kannst!
Lieblingswort trifft Tasche.
4. Oktober 2011
Hach ja, Wörter. Ich liebe Wörter. Wörter in Büchern, Wörter in eMails, Wörter in Blogs, Wörter auf Tassen. Besonders – meine Leser wissen das – liebe ich ja Wortneuschöpfungen, aber fast noch toller sind diejenigen alten Wörter, die man zu Uropas Zeiten schrub. (Hallo: “Daselbst”! “Blümerant”! “Spornstreichs”! … dagegen können “cool” und “Facility Manager” doch wahrlich nicht anstinken.)
Das Wortmuseum hat sich zur Aufgabe gemacht, vom Aussterben bedrohte Wörter zu retten. Und als ob das nicht schon nobelpreisverdächtig genug wäre, kann man sein Lieblings-Vintagewort jetzt auf einer Tasche mit sich herumtragen! Drehste durch, so cool ist das. Schuld ist das Berliner Taschenlabel tausche, das in Kooperation mit dem Wortmuseum einen Wort-auf-Tasche-Wettbewerb ausgerufen hat. (Danke an Susi von texterella, die zuerst darüber bloggte!)
Wer mitmachen will, schreibt genau JETZT eine Mail an germanistin@tausche.de mit seinem Herzenswort drin. Aus allen eingesendeten Vintagewörtern wählt die Jury drei Gewinner, die jeweils eine frei konfigurierbare, typische tausche-Tasche aus Lkw-Plane bekommen, bedruckt mit “ihrem” Wort. So ähnlich wie die hier, nur eben ganz anders:

Jetzt aber schnell: Der Wettbewerb läuft nur noch bis zum 10. Oktober 2011!
Erst twittern, dann flüchten. Oder war’s andersrum?
8. Juli 2011
Gnihihi! Bei Ansicht dieses Schilds fühlte ich mich irgendwie ertappt.
Warum nur?
[Für meine sehbehinderten Leser: Es handelt sich hier um ein typisches Warnschild mit stilisiertem Männchen auf einer Treppe. Die Aufschrift lautet "In case of fire exit building before tweeting about it".]
(Quelle: macventure.de)
Das BookBook. Fürs MacBook.
9. Juni 2011
Leute, es ist Liebe.
Klar, es gibt viele tolle MacBook-Hüllen und Macbook-Taschen und MacBook-Cases. Aber keines nimmt das “Book” im MacBook so wunderbar wörtlich wie das BookBook. Hältste nicht aus! Das ist ja wohl SO schön!

Das BookBook sieht aus wie ein großes Buch, beheimatet aber ein 11”/13” MacBook. Oder ein MacBook Pro. Oder ein MacBook Air. Sogar fürs iPad2 gibt es ein Modell. Einzig weiße MacBooks scheinen eine Abfärbeproblematik mit dem Innenfutter zu haben … aber meins ist ja nicht weiß, also könnte ich doch …? Findet Ihr nicht auch?

Mit dem Preis von maximal 99 Dollar könnte ich leben, aber was lese ich da? Lieferung nur innerhalb der USA? Relax. Denn zum Glück gibt’s ja amazon – da bekommt man die meisten Modelle auch bei uns. Puh!
(Fotos von www.twelvesouth.com)
(Und Julia Dombrowski fand es übrigens zuerst.)
UPDATE: Das BookBook gibt’s jetzt auch in klitzeklein als Vintage-Hülle fürs iPhone. Hachja, eine Reise durch die Zeiten!
Frauenblog-WM. Und ich mittendrin.
7. Juni 2011
Huch, ich mache bei einer FRAUENBLOG-WM mit! Hört sich gruselig-emanzig an, isses aber nicht. Es geht einfach darum, dass Peer Wandiger von Blogprojekt gern wissen möchte, welche von Frauen gedingsten Blogs da draußen rumlungern und welches davon wohl am beliebtesten sein könnte. Ich bin mit dem Textzicken-Blog dabei und der große Bloggergott hat gemacht, dass ich in der Vorrunde gegen das durchaus auch lesenswerte Anonym-Blog von MissesX antrete.
Wer für mich (oder meine “Gegnerin” – das dürft Ihr natürlich selbst entscheiden) voten möchte, kann das hier tun (Duell Nr. 24):
UPDATE: Ich bin dann mal weg, denn das Blog von MissesX hat knapp (sogar verdammt knapp!) das Rennen gemacht. Aber damit nicht genug: www.xmisses.blogspot.com hat sich auch noch in Vorrunde B durchgesetzt und steht deshalb nun im Achtelfinale! Sie hat mir versprochen, auch für mich mitzukämpfen – also go for it, baby!
Yes, that can be my next tweet.
11. April 2011
Ich MUSS meine Leser einfach an diesem herrlich prokrastinatorischen Nonsens-Tool teilhaben lassen. Es heißt “Yes, that can be my next tweet” und funktioniert maximal einfach: In ein Fenster tippt man seinen Twitternamen ein, das System strickt aus vielenvielen vergangenen Tweets neue Quatsch-Postings und spuckt sie auf Wunsch in die Timeline. Typische Phrasen, klar, kommen immer wieder vor – aber in welchen Zusammenhängen, du lieber Himmel!
Probiert’s einfach mal aus. Oder auch nicht, denn es ist nicht ohne Risiko.
Bei allen Twitterern entschuldige ich mich vorab, denn Leute – wenn Ihr einmal damit anfangt, könnt Ihr nicht mehr aufhören, das ist garantiert. Tut es außerdem nicht in der Öffentlichkeit. Tut es nicht, wenn Ihr kurz danach hübsch und unverquollen aussehen müsst. Tut es nicht, wenn irgendjemand in der Nähe ist, der Euch noch irgendwie ernst nehmen soll. Ich habe Trä-nen gelacht und tue es noch, während ich dies hier tippe. Der Gatte wird mich demnächst einweisen lassen, wenn ich nicht bald fertig werde mit der Dauerprusterei, aber … Ich. Kann. Nicht. Aufhören!
Und um was geht’s hier bitteschön? Ihr wollt Beweise? Bitte, hier zum Einstieg interessante Fakten aus dem Tierreich und Textzickes Haushalt:




