Absurde Suchbegriffe, Teil 1.
19. Januar 2012
Angefangen haben ja Andrea Juchem von Bachmichels Haus und mein Lieblingspfarrer Heiko Kuschel von der Citykirche Schweinfurt. Sie sammelten ein paar der lustigsten, absurdesten oder abwegigsten Suchbegriffe, mit denen ihre – übrigens sehr empfehlenswerten! – Blogs gefunden wurden. Und weil auch beim Textzicken-Blog kein Mangel an wirrem Suchbegriff-Material herrscht, mache ich das jetzt einfach nach.
Los geht’s:
BIST ECHT EINE HOT MOM: Huch? Dankesehr! *erröt*
Kraut ausschütten: Das geht bei mir recht schnell, wenn man mir z.B. die verkehrte Chipssorte mitbringt oder ein feines Abendessen mit James-Blunt- Gewinsel Musik untermalt.
ulrike diese zicke: Ja! Die hat mir in der zweiten Klasse meine schönste Haarspange geklaut und im Mädchenklo runtergespült! Das verzeihe ich der nie!
Siri sagt mir nicht, wo es Kaffee gibt: Siehste? Ich weiß schon, warum mir diese Siri supekt ist.
Textzicke tausche: Gegen was sollte man mich tauschen? Also echt.
Rauchen anti Werbung: Rauchen gegen Werbung? Wie geht das denn? Ist das ein Flashmob? Sicher liegt es an mir, dass ich den Sinn darin nicht recht sehe. Außerdem bin ich PRO Werbung, dafür umso mehr ANTI Rauchen. Also hm.
Howard Carpendale: Irgendjemand weiß hier mehr über die geheimen Leidenschaften meiner Mama, als er sollte. Wie unheimlich.
Geile Frauen im Bikini: Findet man auf diesem Blog wohl eher nicht. Dafür ne Menge gut gekleideter Wonneröllchen. Dank Chio.
mein siri ist nicht so cool: Schon wieder diese Siri! Und sie macht die Menschen unglücklich. Die soll Leine ziehen, aber zackzack!
wo kann man aufgrund sein gut aussehen arbeiten: Lieber Suchender! Bestimmt gibt es ganz viele Jobs, bei denen “Grammatik” weit hinter “Haarfarbe” rangiert. Frau Klum & Konsorten helfen Dir da gerne weiter. Hier hingegen biste mal völlig falsch.
ich glaub ich steh im wald texte: Ha! Passiert mir auch manchmal! Ich so am Schwammerlsuchen und PAMM! fällt mir der perfekte Claim für diese neue Android-App ein. Kannste nix machen.
Po abwischen: Ach weißte, ich bin eigentlich froh, dass die Brut aus dieser Phase raus ist. Also geh bitte weg.
I’ve never been a great fan: Ich auch nicht. Also: von Brad Pitt zum Beispiel.
To be continued …
Street Art? I like.
18. Januar 2012
Street und Guerilla Art sind ja Kunstrichtungen, die mir voll in den Kram passen. Gerade heute stieß ich wieder auf eine Seite, die besonders coole Street-Art-Projekte auflistet. Meine Bewunderung für die Kreativität dieser Künstler ist grenzenlos, denn wer bitte kommt schon auf die Idee, eine kaputte Mauer mal eben mit Lego-Steinen zu ergänzen?

Wer “spitzt” herumliegende Baumstämme und färbt sie so ein, dass sie wie riesige Buntstifte aussehen?

Wer schnappt sich bunte Wolle und Stricknadeln und umstrickt mal eben den nächsten Baum?

Wunderbar der Blick für die kleinen Dinge – wie hier, wo ein wellenförmiger, vom Wasserschaden verfärbter Riss in einer Mauer als Düne interpretiert wurde. Und wo Dünen sind, sind Kamel-Karawanen … logisch, oder?

Ein bisschen mehr als 140 Zeichen.
10. Januar 2012
Die Kölner Journalistenschule hat eine neue Spielwiese entdeckt: Twitter. Das verwundert mich nicht weiter – schließlich tummeln sich auf Twitter viele erstaunliche Persönlichkeiten. Was mich ehrt, ist der Fakt, dass man offenbar auch mich zu den “kuriosen, lustigen und interessanten” Twitterati zählt. Zumindest interessant genug, um mich im Rahmen des Projekts 140z.de zu porträtieren.
Patrick Schwarz heißt der Student, der mein Alter Ego Textzicke unter die journalistische Lupe nahm und, wie ich finde, recht passend beschrub. Ich prangere lediglich an, dass weder meine fatale Sucht nach Chio Peperonichips noch mein penetrant allmorgendlicher “ERWACHET”!-Ruf drin vorkommen. Aber ansonsten ist mein Porträt doch recht gelungen – was meinen meine lieben Leser?
Ich wurde beblogwichtelt!
15. Dezember 2011
Hach, Texttreff! Heiß geliebtes Lieblings-Netzwerk, voll von klugen Frauen, die mit Worten umzugehen wissen! Mannigfaltig sind Deine Freuden, doch manchmal bist Du noch toller als sonst. Zum Beispiel jetzt gerade. Nämlich: Es gibt da das weihnachtliche Blogwichteln. Wer mitwichteln will, macht einmal piep, kommt in einen Topf (also: der Name) und wird gezogen (also: aus dem Topf). Jedem teilnehmenden Blog wird eine Wichteline zugelost, und von dieser bekommt man dann einen Gastbeitrag geschenkt. Tolle Sache!
Ich wurde dieses Jahr von der fabelhaften Tina Pruschmann beblogwichtelt. Dieses engelsgleiche Wesen ist nicht nur Texterin und freie Journalistin, sondern “nebenbei” auch noch Soziologin und Verhaltenswissenschaftlerin. Als solche machte sich sich in folgendem Gastbeitrag Gedanken zum Spagat zwischen jugendlicher Rebellion und der so genannten “Bürgerlichkeit”, die ungefähr so erstrebenswert ist wie eine Warze mitten auf der Nase. Peperonichips kommen auch vor – und das alles nur wegen mir! <3
Back to the future: Ein Fotoprojekt wie eine Zeitreise.
17. November 2011
Das! Ist! So! Großartig!
Für ihr Fotoprojekt “Back to the future” (Teil 2 gibt es hier) hat die Fotografin Irina Werning Menschen gebeten, alte Fotos von sich auszugraben. Sodann begab sie sich mit den “Models” an – wo möglich – haargenau denselben Ort des damaligen Geschehens, gewandete sie in haargenau die gleichen Klamotten und lichtete sie in haargenau derselben Pose wie damals ab. Jedes Detail stimmt: Haarschnitt, Accessoires, Stofffalten, Gesichtsausdruck, Schrammen, Schatten, Belichtung … ja sogar vergilbte Stellen und Schäden am Papier arbeitet Irina Werning in die “heute”-Versionen mit ein. Was für ein unfassbarer Aufwand! Und wie sehr er sich gelohnt hat!
Besonders witzig mutet dieses Vorhaben überall dort an, wo typisch kindliches Verhalten fotografiert wurde – schön zu sehen zum Beispiel hier:

[Für meine sehbehinderten Leser: Das Bild zeigt links einen nackten Säugling, der in typischer Babyfoto-Manier bäuchlings auf einer Decke liegt. Rechts räkelt sich ein erwachsener Mann auf der Decke ... ebenfalls nackt und bäuchlings, aber vollbärtig und mit demselben angestrengten Gesichtsausdruck wie das Baby, das er mal war.]
Eine ganze Schwarzweiß-Fotoserie wurde hier nachgestellt – vom bebrillten Baby über das gähnende Baby bis hin zum Baby mit Puppe. Die erwachsene Frau unten drunter ist 35 Jahre älter, aber unverkennbar in ihrer Mimik:

Irgendwie rührend auch die Verwandlung einer wilden Party-Gang in der Londoner U-Bahn. Links als coole halbwüchsige Burschen mit Weinflaschen und Zigarette posierend, rechts als gesetzte ältere Herren, denen man die Verkleidung deutlich ansieht:

Weniger witzig als eindrucksvoll finde ich dieses Fotopärchen, das links einen kleinen Jungen mit Jeansjacke zeigt, der mit einem Hammer auf die Berliner Mauer einklopft – während auf der “erwachsenen” Version des Bildes der Hammer des jeansjackengewandeten Mannes ins Leere geht. Wundervoll.

Und dann gibt es die Bilderpaare, denen man die dazwischen liegenden 25 Jahre kaum ansieht, weil sich der Mensch – in diesem Fall ein schwarzweiß fotografiertes kleines Mädchen links, rechts ihr quasi genauso aussehendes erwachsenes Pendant – kaum verändert hat. Faszinierend:

Fazit: Jedes einzelne Fotopaar ist für sich so faszinierend, dass ich stundenlang darin herumklicken könnte. Fehler wird man nicht finden – geben Sie’s auf. Denn hier hat Irina Werning eine Arbeit abgeliefert, die an Detailtreue wohl kaum zu überbieten ist. Von mir ein dickes “CHAPEAU!”
Ach, übrigens: Eine Art “Making of” und ein Interview mit Irina Werning gibt es hier!
Alle Bilder stammen von Irina Wernings Seite http://irinawerning.com/bttf2/back-to-the-future-2-2011/
Gewürfelte Fantasie: Story Cubes.
9. November 2011
Mir als Werbetexterin reichen ja oft unscheinbare Kleinigkeiten, um den Ideenpool zu öffnen. Aber auch ich kenne das böse S-Wort: SCHREIBBLOCKADE! Gegen diese Geißel der schreibenden Menschheit kann man jetzt anwürfeln – mit Story Cubes! Die 9 handlichen Holzwürfel zeigen insgesamt 54 verschiedene Bilder, die beliebig angeordnet, interpretiert und als “Aufhänger” für die nächste Geschichte verwendet werden. Praktische Ergänzung: die Story Cubes actions, welche das Ganze mit 54 bildlich dargestellten Verben aufpeppen.
Und natürlich sind die Story Cubes nicht nur Arbeitsmaterial für Kreativschaffende, sondern ein perfektes Geschenk für Geschichten erzählende Omas und ideensprudelnde Kinder. Töchterchen Liebreiz zum Beispiel wird die Story Cubes unter dem Weihnachtsbaum finden. Was dabei rauskommt, lest Ihr dann in 10 Jahren auf den Bestsellerlisten!

