Yay, endlich Freitag!

25. April 2014

Ich glaube, ich fand Wochenende schon als Baby gut.
Da konnte ich ja noch nicht wissen, dass ich mal Freelancerin sein w√ľrde und „Freitag“ nur ein eher theoretisches Synonym f√ľr „ab heute 2 Tage Freihaben“. *seufz*

Lilian_Baby_Freitag

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Die Evolution. Gesprayt.

13. Dezember 2012

√úber einen Adventskalender-Artikel in Lars Fischers Wissenschafts-Blog scilogs.de stie√ü ich gestern auf ein Video, das mich sprachlos machte. Sprachlos √ľber die Idee, die Umsetzung, den unfassbaren Aufwand, den die Macher betrieben haben.

Achso, um was es geht? BIG BANG BIG BOOM. Die Evolution. Vom Urknall √ľber die Entstehung der Mikroben, Einzeller, Wasserlebewesen, V√∂gel, Dinosaurier, S√§ugetiere … bis hin zum Menschen. Gespr√ľht in Graffiti-Manier auf W√§nde, Rohre, Stra√üen, T√ľrme. Animiert als Stopmotion-Film. Ein Happy End erwartet man vergeblich – wie auch, da wir ja unsere Erde mit aller Kraft zugrunde richten. Der Schluss mit der Rakete, die am Turm hochsteigt, hat mir Angstschauder √ľber den R√ľcken gejagt. Aber seht selbst. Der Film ist echt beeindruckend!

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Seit 2. November gibt es das ebenso schr√§ge wie wunderbare Wiesbaden-Buch „63,75“ von Stijlroyal zu kaufen. Schick ist es geworden – und Alter, es ist GROSS! Man sieht es auf dem Foto nicht so recht, aber der Titel ist au√üerdem silbern gedruckt. SILBERN! Muss man also haben, ganz klar. Ob man da aus Wiesbaden kommt oder nicht, ist dann doch wirklich egal.

Weil ich bekanntlich wahnsinnig bescheiden bin, habe ich mich bisher nicht getraut, meine Geschichte auch online zu ver√∂ffentlichen. Da aber nun der Herr Verleger Huck Haas himself uns dazu ermutigt hat … bittesehr. Hier ist meine in h√∂chstem Ma√üe unglaubw√ľrdige, verquere und haneb√ľchene Geschichte √ľber Burg Frauenstein, Graf Ingo den Impotenten und sein, hihi, blutr√ľnstiges Gefolge. Im Buch findet man sie auf Seite 192, tadaa.

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63,75. Und ich mittendrin.

18. Oktober 2012

Naja, „mittendrin“ stimmt nur bedingt. Aber Seite 192 ist doch gar nicht sooo schlecht. Auf der steht n√§mlich, eingekeilt zwischen illustren Schreibern wie Sibylle Berg, Alexandra Tobor und Peter Breuer, meine haneb√ľchene Geschichte. √úber einen impotenten Frustgrafen, zum kollektiven Menstruieren verdammte Hofdamen und eine Wiesbadener Burg, in der das Grauen seinen Lauf nahm. Mehr wird nicht verraten und gelogen ist die Story sowieso.

Von was ich da um Himmels Willen fasle? Achso, klar, k√∂nnen Sie ja nicht wissen: 63,75. Das ist die neueste Ausgabe eines coolen Heimatmagazins aus dem Hause Stijlroyal. Diesmal erscheint es in SCHAU-WIE-GROSS-ICH-BIN-DIN-A3-Buchform, auf dass es blo√ü nicht in handels√ľbliche B√ľcherregale passt. Das hat er sich fein ausgedacht, der Herr Haas. Und dann bis ins Detail wundersch√§nn designt, wie man es von den Stijlroyalern eben gewohnt ist (weswegen man die Vorg√§nger-Ausgaben ja auch schon mit dem red dot Award schm√ľckte und so weiter).

Kurz gesagt, geht es in dem Buch um 75 Pl√§tze, Dinge und Geschehnisse in und um Wiesbaden. Wir 63 Autoren wussten dar√ľber nix weiter als das, was wir auf einem freundlicherweise frei Haus gelieferten Foto sahen. Der Rest entsprang unserer mehr oder minder schmutzigen Fantasie, die echten Fakten zum Bild lieferte der Huck.
Ich f√ľr meinen Teil werde Wiesbaden zum ersten Mal im Leben am 2. November betreten – zur Buch-Release-Party n√§mlich. Dem Schreibspa√ü tat diese selige Unwissenheit √ľbrigens keinerlei Abbruch.
Bis zum 2. November kostet √ľbrigens das sensationelle Riesenbuch nur 29,90 ‚ā¨ statt sp√§ter 39,90 ‚ā¨. Wer also auch nur ein bisschen Grips im Kopf hat, bestellt sofort heute!

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Irgendwas hatte mich doch immer gest√∂rt an dieser zwar waaahnsinnig romantischen, aber furchtbar traurigen Szene aus „Titanic“. Ihr wisst schon: Die, in welcher der sch√∂ne Jack Dawson *schmacht* im Eiswasser erfriert/ertrinkt, weil Rose (auch sch√∂n, wenn auch etwas derangiert) im Abendkleid das schwimmende Wrackteil okkupiert. Irgendwas war doch faul an der ganzen Katastrophenromantik. Aber was?

Na das:

Quelle: http://lolsnaps.com/news/21594/0/

[F√ľr meine sehbehinderten Leser und alle anderen, denen Jacks Tod schon immer so unn√∂tig vorkam wie mir: Es handelt sich hier um eine Serie aus 6 Bildern. Oben links: Original-Screenshot aus „Titanic“ (Jack klammert sich, im Eiswasser paddelnd, sterbend an die Schrankt√ľr, auf der Rose zwar nass, aber sicher liegt). Oben rechts: Die Schrankt√ľr ist mit Tatort-Klebeband als Umriss ma√üstabsgetreu auf den Fu√üboden geklebt. Darin/darauf liegt eine junge Frau in Rose-Pose, ein junger Mann baumelt au√üerhalb des Umrisses – also im Wasser – herum. Alle anderen Bilder: Derselbe Umriss … und¬† 4 Beweise, dass durchaus 2 Personen auf der bescheuerten T√ľr h√§tten √ľberleben k√∂nnen: a) auf dem R√ľcken liegend mit den K√∂pfen in verschiedene Richtungen zeigend, b) in – √∂hm – „eindeutiger“ Pose (das w√§re auch noch sch√∂n warm gewesen!), c) Karten spielend im Schneidersitz (gnihihi!) und d) sofa√§hnlich l√ľmmelnd.]

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Das! Ist! So! Großartig!

F√ľr ihr Fotoprojekt „Back to the future“ (Teil 2 gibt es hier) hat die Fotografin Irina Werning Menschen gebeten, alte Fotos von sich auszugraben. Sodann begab sie sich mit den „Models“ an – wo m√∂glich – haargenau denselben Ort des damaligen Geschehens, gewandete sie in haargenau die gleichen Klamotten und lichtete sie in haargenau derselben Pose wie damals ab. Jedes Detail stimmt: Haarschnitt, Accessoires, Stofffalten, Gesichtsausdruck, Schrammen, Schatten, Belichtung … ja sogar vergilbte Stellen und Sch√§den am Papier arbeitet Irina Werning in die „heute“-Versionen mit ein. Was f√ľr ein unfassbarer Aufwand! Und wie sehr er sich gelohnt hat!

Besonders witzig mutet dieses Vorhaben √ľberall dort an, wo typisch kindliches Verhalten fotografiert wurde – sch√∂n zu sehen zum Beispiel hier:

[F√ľr meine sehbehinderten Leser: Das Bild zeigt links einen nackten S√§ugling, der in typischer Babyfoto-Manier b√§uchlings auf einer Decke liegt. Rechts r√§kelt sich ein erwachsener Mann auf der Decke … ebenfalls nackt und b√§uchlings, aber vollb√§rtig und mit demselben angestrengten Gesichtsausdruck wie das Baby, das er mal war.]

Eine ganze Schwarzwei√ü-Fotoserie wurde hier nachgestellt – vom bebrillten Baby √ľber das g√§hnende Baby bis hin zum Baby mit Puppe. Die erwachsene Frau unten drunter ist 35 Jahre √§lter, aber unverkennbar in ihrer Mimik:


Irgendwie r√ľhrend auch die Verwandlung einer wilden Party-Gang in der Londoner U-Bahn. Links als coole halbw√ľchsige Burschen mit Weinflaschen und Zigarette posierend, rechts als gesetzte √§ltere Herren, denen man die Verkleidung deutlich ansieht: ūüėČ

Weniger witzig als eindrucksvoll finde ich dieses Fotop√§rchen, das links einen kleinen Jungen mit Jeansjacke zeigt, der mit einem Hammer auf die Berliner Mauer einklopft – w√§hrend auf der „erwachsenen“ Version des Bildes der Hammer des jeansjackengewandeten Mannes ins Leere geht. Wundervoll.

Und dann gibt es die Bilderpaare, denen man die dazwischen liegenden 25 Jahre kaum ansieht, weil sich der Mensch Рin diesem Fall ein schwarzweiß fotografiertes kleines Mädchen links, rechts ihr quasi genauso aussehendes erwachsenes Pendant Рkaum verändert hat. Faszinierend:

Fazit: Jedes einzelne Fotopaar ist f√ľr sich so faszinierend, dass ich stundenlang darin herumklicken k√∂nnte. Fehler wird man nicht finden – geben Sie’s auf. Denn hier hat Irina Werning eine Arbeit abgeliefert, die an Detailtreue wohl kaum zu √ľberbieten ist. Von mir ein dickes „CHAPEAU!“

Ach, √ľbrigens: Eine Art „Making of“ und ein Interview mit Irina Werning gibt es hier!

Alle Bilder stammen von Irina Wernings Seite http://irinawerning.com/bttf2/back-to-the-future-2-2011/

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