Mich w√ľrde mal Eure (werbeprofessionelle und private) Meinung zum neuen EDEKA-Weihnachtsspot interessieren.

Denn ich als Werberin sage:
… ein Geniestreich. Auch wenn ich bezweifle, dass dadurch direkt mehr Eink√§ufe generiert werden. Markenimagest√§rkung nat√ľrlich top.

Als Mensch hingegen sage ich:
… Gr√§sslich. Geht gar nicht. Wie k√∂nnen die nur?!
Und das nicht, weil ich solche (wahren, aber schlimmen) Botschaften nicht aushalte. Einfach weil es einen Step zu krass ist, mit den tiefsten inneren √Ąngsten zu „spielen“ und zu manipulieren.
W√§re ich eines der erwachsenen Kinder im Spot, ich w√§re auf den Vater sowas von stocksauer – auch wenn ich mich ertappt f√ľhlen w√ľrde, klar. So richtig funktioniert die Botschaft n√§mlich dann doch nicht – au√üer in moralischer Hinsicht. Und ich bin total hin- und hergerissen, ob ich das gut finden oder verurteilen soll.

Ein weiterer Punkt: Als Tochter, der es im Traum nicht einfallen w√ľrde, jemals die Eltern zu einer solchen Nebensache verkommen zu lassen, macht mich der Spot w√ľtend. Auf die, die es einfach nicht raffen. Weil es f√ľr mich pers√∂nlich eben total selbstverst√§ndlich ist, engen Kontakt mit den Eltern zu haben. Nun wohne ich ja quasi Wand an Wand mit den meinen (gottseidank) … aber ich schw√∂re: So weit weg k√∂nnte ich nicht wohnen, dass ich es nicht wenigstens zu Weihnachten m√∂glich machen w√ľrde, sie zu sehen.
[Hier wird gleich der – berechtigte – Einwand fallen „Aber wenn man im Streit mit den Eltern ist, was dann?“. Diesen m√∂chte ich hier au√üen vor lassen, denn im Spot scheint es nicht so, dass irgendwer mit irgendwem im Clinch ist. Hier geht es einfach um Priorit√§ten.]

Sollte der Spot allerdings dazu f√ľhren, dass nur ein erwachsener Sohn oder eine erwachsene Tochter dadurch endlich wieder auf die wichtigen Dinge um Weihnachten herum besinnt, n√§mlich die Familie ‚Ķ dann ist mir alle Werbepsychologie und alles „too much“ piepegal und ich sage: Danke, EDEKA. Saustark.

Was meint Ihr dazu?

Flattr this!

Ich komme gerade aus dem Kino. Wochenlang schon hatten mich Turbosohn und T√∂chterchen Liebreiz bequatscht, endlich „Willi und die Wunder dieser Welt“ anzuschauen. H√∂rt sich ja auch gut an, Willi m√∂gen sie aus dem TV. Heute hat es geklappt, und so enterten wir um 15 Uhr mitteleurop√§ischer Sommerzeit das Starnberger Kleinkino, ausgestattet mit reichlich Popcorn, Ohrenst√∂pseln und Sonnenbrille.

Ohrenst√∂psel und Sonnenbrille? Jep, Ohrenst√∂psel und Sonnenbrille. T√∂chterchen Liebreizens zarte Sinne sind n√§mlich nicht kompatibel mit THX und Breitwand. Sie muss das, was da flimmert und dr√∂hnt, auf ein ertr√§gliches Ma√ü d√§mpfen, sonst kriegt sie KKK: das Kura’sche Kino-Kopfweh. Aber ich schweife ab. Den Rest des Beitrags lesen »

Flattr this!