Das BookBook. Fürs MacBook.
9. Juni 2011
Leute, es ist Liebe.
Klar, es gibt viele tolle MacBook-Hüllen und Macbook-Taschen und MacBook-Cases. Aber keines nimmt das “Book” im MacBook so wunderbar wörtlich wie das BookBook. Hältste nicht aus! Das ist ja wohl SO schön!

Das BookBook sieht aus wie ein großes Buch, beheimatet aber ein 11”/13” MacBook. Oder ein MacBook Pro. Oder ein MacBook Air. Sogar fürs iPad2 gibt es ein Modell. Einzig weiße MacBooks scheinen eine Abfärbeproblematik mit dem Innenfutter zu haben … aber meins ist ja nicht weiß, also könnte ich doch …? Findet Ihr nicht auch?

Mit dem Preis von maximal 99 Dollar könnte ich leben, aber was lese ich da? Lieferung nur innerhalb der USA? Relax. Denn zum Glück gibt’s ja amazon – da bekommt man die meisten Modelle auch bei uns. Puh!
(Fotos von www.twelvesouth.com)
(Und Julia Dombrowski fand es übrigens zuerst.)
UPDATE: Das BookBook gibt’s jetzt auch in klitzeklein als Vintage-Hülle fürs iPhone. Hachja, eine Reise durch die Zeiten!
Leben? Ja! Kids with a little extra.
6. Februar 2011
Nicht jeder Mensch wird mit einem perfekten Chromosomensatz geboren. Einer der häufigsten Chromosomendefekte ist die Trisomie 21, auch Down-Syndrom (früher: Mongoloismus) genannt. Die Diagnose ist für werdende Eltern meist ein Schock; nicht jeder kann sich das Leben mit einem Kind vorstellen, das sowohl im Aussehen als auch in der Entwicklung aus der Reihe tanzt. Fakt ist aber: “Downies” sind zu einem überwältigenden Teil echte Sonnenscheine, die das Leben aller Beteiligten, trotz mancher Einschränkungen, bereichern und mit ihrer positiven Lebensfreude viele Herzen im Sturm erobern.
Auch ich, wie wahrscheinlich die meisten, hatte trotzdem immer irgendwie Angst, uns “könnte das passieren”. Auch Mitleid mit mir bekannten “Betroffenen” war schon mal drin (Seite an Seite mit Ehrfurcht vor ihrer elterlichen Leistung). Ein Down-Kind haben, uh, wie heftig – ob ich das wohl könnte?
So dachte ich bis gerade eben. Bis ich über das Blog der Stuttgarter Fotografin Conny Wenk stolperte. Sie ist selbst Mutter einer Tochter mit Trisomie 21, und sie hat ihr großartiges Fotografie-Projekt nicht umsonst “A little extra” getauft. Das überzählige Chromosom als Zusatzfeature, nicht als Fehler … was für ein wundervoller Gedanke! Nicht vorstellbar, dass auch nur eines dieser Kinder abgetrieben worden wäre. Was für ein Geschenk sie doch sind.
Wie Mark Twain 100 Jahre nach seinem Tod einen Bestseller landete.
29. November 2010
Ich verehre Mark Twain. Und das nicht nur wegen Tom Sawyer und Huckleberry Finn, nein – spätestens nach dem Lesen seines wundervollen pointiert-witzigen Essays “Die schreckliche deutsche Sprache” (hier nochmal im englischen Original, kaufbar z.B. in einer tollen zweisprachigen Ausgabe) hänge ich an jedem seiner Worte. Mark Twain hat einen Schreibstil, der ungemein mitreißend ist, intelligent und schlichtweg wundervoll. Neben Ephraim Kishon und (herrjeh, dazu muss ich auch irgendwann noch bloggen!) Stephen King ist Mark Twain für mich ein Quell unerschöpflicher Schreibkunst und ein großes Vorbild.
Das Genie Mark Twain ist seit 100 Jahren tot. Trotzdem stürmt er in den USA gerade die Bestsellerlisten – mit dem ersten Teil seiner Autobiographie, die als Dreiteiler geplant ist.
Rund 5000 Seiten Leben hatte Mark Twain vor seinem Tod einem Freund übergeben mit der Auflage, frühestens nach 100 Jahren (yeah, das ist heute!) damit an die Öffentlichkeit zu gehen. 760 unzensierte Seiten davon liegen nun vor, weitere werden folgen. Endlich kann man nachlesen, was Mark Twain selbst über vieles dachte, wie er wirklich lebte und was ihn inspirierte! Derzeit muss man dazu noch des Englischen mächtig sein, denn die deutsche Ausgabe der Mark-Twain-Autobiographie ist noch nicht erschienen. Mich persönlich stört das aber nicht die Bohne, denn Mark Twain ist auf Englisch und Deutsch gleichermaßen die helle Lesefreude.
Und bevor ich’s vergesse: das Ganze gibt es auch als Hörbuch, oho!
Wenn das mal nix für den Wunschzettel ist … bei mir steht’s jedenfalls drauf.
Videothek, aber für Bücher.
24. November 2010
Ein Gebet für den Fragesteller wäre hier wohl angebracht. Ich mache das, sobald ich damit fertig bin, meinen Kopf auf den Tisch zu hauen. Mann, mann, mann.

[Für meine sehbehinderten Leser: Hier sieht man ein typisches Fenster aus einem Frage-und-Antwort-Forum mit der, naja, lieb gemeinten Frage eines Users namens Selekta: "my sister does a lot of reading and spends like a $ 1000 a year on just books alone. Most of them she reads once then never looks at again. Is there any kind of ... like video rental store but for books? Would make things a lot cheaper, plus once one person has read one the next person can get enjoyment from it etc." - Sehr schön darauf die Antwort des Users kombiman: "Yes, it is called a lib-ra-ry. Available in most councils and big cities. You can even order them!"]
(gefunden auf http://lolsnaps.com)
Buch-Rückruf. Der Fehler wegen.
6. Oktober 2010
Ei, ei … da hat sich der US-amerikanische Verlag HarperCollins ein Ding geleistet. Satte 80.000 Exemplare des Romans “Freedom” von Jonathan Franzen holte man hektisch wieder aus den Bücherregalen – weil schlicht zu viele Fehler drin sind! Angeblich hat der Schriftsetzer eine unkorrigierte Fassung gedruckt. Das könne mal passieren, nöch, peinlich sei es allemal, aber man möge nun bitteschön das Buch erst recht kaufen, denn es sei einfach total großartig. Der Autor selbst bat darum, die fehlerhafte Ausgabe nicht zu lesen und noch eben den Neudruck abzuwarten; die bereits verkauften 8.000 Mängelexemplare dürfen kostenlos umgetauscht werden. Mit der Auslieferung der korrekten Version rechnet der Buchhandel spätestens nächste Woche.
Hm. Bin ich die einzige, die hier aufgrund eines angeboren bösartigen und intriganten Charakters
einen Marketingstreich wittert? Naja, vielleicht bin ich auch nur paranoid.
Und lustig finde ich in diesem Zusammenhang, dass Jonathan Franzen mit einem Roman namens “Die Korrekturen” bekannt geworden ist. Das Leben hat manchmal einen sehr feinsinnigen Humor.

(Bevor ich’s vergesse: Das Buch gibt’s auch auf Deutsch und wenn man den amazon-Rezensionen glaubt, scheint es ziemlich gut zu sein. Frau @stricktier hat es auch gelesen und auf ihrem Blog www.denkding.de wundervoll fraustricktierlike rezensiert. Überhaupt finde ich, dass Frau @stricktier aka Pia Ziefle hauptberuflich Rezensentin sein sollte, weil sie das besser kann als die aller-, allermeisten, die denken, dass sie’s können.)
Bücher für Kranke. Weil sie gut tun.
18. August 2010
Manche Menschen bewegen mit ihrer täglichen Arbeit so richtig was. HilliKnixiBix (das ist ihr Twittername) zum Beispiel, die als Sonderpädagogin in einer so genannten Schule für Kranke arbeitet. Eine Schule ist das, in der Kinder und Jugendliche untergebracht sind, die stationäre Betreuung brauchen und trotzdem lernen wollen-sollen-müssen. Suizidgefährdete junge Menschen sind dort, Autisten, Depressive, Magersüchtige, Schizophrene, potenzielle Amokläufer, Vernachlässigte, schwere ADHS-Fälle. Die in einer “normalen” Schule nicht gut aufgehoben wären, weil sie engmaschige medizinisch-psychologische Betreuung brauchen. Sie sind eben nicht “normal”, wenn auch manchmal geradezu erstaunlich.
Zum Gesund- und “Normal”werden gehört auch, dass diese jungen Menschen Zugang zu Literatur bekommen. Den Rest des Beitrags lesen »


