Vollkorn-Chips? WTF!?
3. September 2009
Also wirklich. Nun weiß doch inzwischen jeder, dass ich süchtig nach haargenau EINER Sorte von Chips bin. Eigentlich müsste die Googlesuche nach dem Begriff “Chio Peperonichips” längst “Lilian Kura” und/oder “@textzicke” (man beachte unbedingt das Profilbild) ausspucken. Verwunderlich auch, dass der Hashtag #Peperonichips es bei Twitter noch nicht in die Trending Topics geschafft hat.

Und doch gibt es immer wieder Unverwüstliche, die mich bekehren wollen. Die tatsächlich meinen, es gibt für mich noch andere Götter neben Chio Hot Peperoni. Die meinen, ich würde tatsächlich gefrustet an ein paar faden Vollkorn(!)-Chips nagen und darüber den knusperknackigscharfen Geschmack des Chio-Peperonihimmels vergessen. Den Rest des Beitrags lesen »
Leseempfehlung: “Im Vorübergehen”.
18. August 2009
Selten hat mich ein Artikel so berührt wie dieser Beitrag mit dem Titel “Im Vorübergehen” aus dem wunderbaren Blog “Herzdamengeschichten“. Nicht ohne Grund tagge ich ihn mit den Begriffen Zivilcourage, Herzwärme und Vorurteile. Nicht ohne Grund treibt er mir Tränen der Freude, der Ergriffenheit und gleichermaßen der Wut in die Augen.
Mein Twitterposting mit dem Link bekam innerhalb einer Minute (!) 5 Retweets. Ist das nicht ein Hinweis darauf, dass sich auch im Jahr 2009 noch viele Menschen ein Herz für innere Schönheit bewahrt haben? Ich sehe das so. Versucht nicht, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Danke, Welt.
Kundenservice? Setzen, 6.
1. August 2009
Ausgerechnet H&M. Ausgerechnet die mussten mir jetzt das Kraut ausschütten mit einem “Service”-Brief, der so unprofessionell ist, dass man weinen möchte.
Ich muss kurz ausholen: Vor etwa 10 Tagen stand mir der Sinn nach einem neuen H&M-Katalog. Zu diesem Zweck googelte ich sinnstiftend nach “H&M”. Das erstbeste Suchergebnis lockte mit einem Shop, ich begab mich direkt dorthin, ging nicht über Los und forderte ohne Zagen den ersehnten Katalog an. Der Sommerkatalog, so informierte mich der nächste Textbaustein, sei vergriffen, aber es sei der Firma eine Freude, mir in Kürze die druckfrische Herbstausgabe in den Briefkasten zu werfen. Die Freude war ganz meinerseits und ich ging meiner Web-Wege. Den Rest des Beitrags lesen »
Mutterinstinkt meets Urschrei.
14. Juli 2009
Marktsonntag in Starnberg. Ich laufe mit Töchterchen Liebreiz an der Hand durch die heute zumeist verkehrsberuhigte Stadt. Unser Ziel ist das Lager der “Stadtindianer” an der Nepomukwiese. Um dorthin zu gelangen, muss man die nicht für den Durchgangsverkehr gesperrte Kaiser-Wilhelm-Straße überqueren. Sie trifft rechtwinklig auf die Fußgängerzone, in der wir uns noch befinden.
Im Augenwinkel nehme ich jetzt hinten rechts auf dem Bürgersteig ein Mädchen wahr. Es rennt. Süß ist die Lütte, sicher nicht älter als drei Jahre, mit ihrem geblümten Kleidchen und dem hüftlangen Blondhaar. Ungebremst läuft sie auf die ungesperrte Straße zu, eine Betreuungsperson ist nicht in Sicht. Weiter vorne, am Bürgersteigrand, steht allerdings ein junger Mann; das wird wohl der Papa sein. Doch auch er reagiert zunächst nicht, als die Kleine sich nähert. Den Rest des Beitrags lesen »
Der dicke Mann und die Boje.
8. Juli 2009
Ich sitze also am Gardasee. Den Gatten zu meiner Linken, die Brut irgendwo, die Sonne knusperisierend im Gesicht und viele hämatomal hochwirksame Steine unter dem Allerwertesten. Wir haben Spaß an den Angeber-Rennbooten, die mit teils eleganten, teils stümperhaften Umkehrschwüngen das Wasser aufpeitschen. Am Steuer sieht man fast ausnahmslos ältere Herren mit Bauch, die stolz wie Gockel am Lenkrad kurbeln und dabei debil grinsen, weil sie sich ja schließlich gerade einen Kindheitstraum erfüllen. Nur eine einzige weitere Spezies scheint in solcherlei Wassergefährten eine Daseinsberechtigung zu haben: die Söhne dieser Bauchträger. Unglaublich teure Sonnenbrillen auf der Nase, viel Sixpack in der Mitte und eine Auswahl knackiger Bunnies auf dem Sonnendeck gehören bei ihnen dazu. Papa hingegen darf nie mit, das haben wir auch schon rausgefunden. Wundert uns aber nicht so außerordentlich. Wäre mir auch peinlich.
Von rechts braust jetzt ein quietschgelbes Exemplar (das Boot, nicht der Mann) ins Bild. Den Rest des Beitrags lesen »
Manuskript abgelehnt? Nur Mut.
15. Juni 2009
“Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen”, “Aufgeben gilt nicht” oder “Wer zuletzt lacht, lacht am besten” – all diese Überschriften beschreiben recht treffend das Phänomen, dass auch die Bestsellerautoren von heute irgendwann mal für minderbemittelt und/oder unbegabt gehalten wurden.
Nachzulesen hier (sorry, ist auf Englisch).